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Adidas lässt Kunden in USA warten - Lieferprobleme

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13.03.2019 | 13:18
FILE PHOTO: An Adidas logo is seen at the new Futurecraft shoe unveiling event in New York City

- von Alexander Hübner

- von Alexander Hübner

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller kann nicht so viel produzieren, wie die Kunden vor allem in den USA von seinen Trainingshosen und Shirts haben wollen. "Wir haben ein Lieferproblem, und wir sind darüber sehr unglücklich", räumte Vorstandschef Kasper Rorsted auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Herzogenaurach ein. 200 bis 400 Millionen Euro Umsatz gegen Adidas dadurch voraussichtlich 2019 durch die Lappen. Grund dafür sind Planungsfehler: Man habe nicht rasch genug auf die wachsende Nachfrage in Nordamerika im mittleren Preissegment reagiert, sagte Rorsted. Im Januar hatte Adidas sich von dem für die Beschaffung zuständigen Vorstand Gil Steyaert getrennt. Konkurrenten wie Nike und Puma haben bisher nicht über Engpässe berichtet.

In Nordamerika hatte Adidas den Umsatz im vergangenen Jahr um 15 Prozent gesteigert. Die Franken produzieren - wie fast alle Hersteller - mehr als 90 Prozent aller Sporttextilien in Asien, vor allem in Kambodscha, China und Vietnam. Mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Engpässe laut Rorsted nichts zu tun.

Adidas muss deshalb beim Umsatz in diesem Jahr Abstriche machen: Der Erlös soll 2019 wechselkursbereinigt nur um fünf bis acht Prozent zulegen - und das wohl vorwiegend in der zweiten Jahreshälfte. Ohne die Nachschubprobleme wären ein bis zwei Prozentpunkte mehr drin gewesen. Der schleppende Start ins Jahr liegt aber auch am Europa-Geschäft, das 2018 nur auf der Stelle trat. "Das bedeutet, dass ein Drittel von Adidas nicht wächst", zeigte sich Rorsted unzufrieden. Er hatte den Vertrieb in Europa umgebaut und die Führung ausgetauscht. "Aber das braucht Zeit." Erst im Lauf dieses Jahres werde der Umsatz auf dem Heimatmarkt wieder anziehen. Die verhaltenen Aussichten drückten die Adidas-Aktie zeitweise um sechs Prozent auf 197,25 Euro.

Dank Zuwächsen in Nordamerika und Asien wuchs Adidas 2018 wechselkursbereinigt um acht Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft - ohne die 2017 verkaufte Eishockey-Marke CCM - schnellte um 20 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. "Das war mit Abstand das beste Jahr in der Geschichte von Adidas", sagte Rorsted. Die Dividende soll auf 3,35 (2,60) Euro je Aktie steigen. Sie fällt damit höher aus als Analysten erwartet hatten.

ADIDAS HINKT IM INTERNET DEM MARKT HINTERHER

Auch 2019 soll der Gewinn trotz aller Wachstumsschmerzen stärker anziehen als der Umsatz: um 10 bis 14 Prozent auf 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro. Damit käme Adidas dem Ziel nahe, die Umsatzrendite bis 2020 auf 11,5 Prozent zu steigern. 2018 waren es 10,8 Prozent. Von den geplanten vier Milliarden Euro Online-Umsatz hat der Konzern allerdings erst die Hälfte erreicht, auch wenn das lukrative Direktgeschäft im vergangenen Jahr um 36 Prozent wuchs. Doch damit wachse Adidas langsamer als der Markt, räumte Rorsted ein.

Zum Gewinn beigetragen hat 2018 - erstmals seit "vielen Jahren", wie Rorsted sagte - das Sorgenkind Reebok. Viel sei es nicht gewesen, räumte der Adidas-Chef ein. Aber Reebok habe sich nicht zu schwarzen Zahlen gespart, vielmehr hätten sich Investitionen ausgezahlt. Damit habe sich das Ergebnis der Tochter seit 2016 - dem Jahr, in dem Rorsted zu Adidas kam und Reebok auf das Fitness-Geschäft ausrichtete - um 150 Millionen Euro verbessert. "Wir hatten Reebok nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt", sagte der Vorstandschef. Der Umsatz der US-Marke ging 2018 allerdings noch einmal um drei Prozent zurück.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
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DICKS SPORTING GOODS INC 0.36%36.59 verzögerte Kurse.17.28%
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Finanzkennziffern (€)
Umsatz 2019 23 556 Mio
EBIT 2019 2 719 Mio
Nettoergebnis 2019 1 916 Mio
Liquide Mittel 2019 1 069 Mio
Div. Rendite 2019 1,51%
KGV 2019 25,82
KGV 2020 22,99
Marktkap. / Umsatz 2019 2,09x
Marktkap. / Umsatz 2020 1,94x
Marktkap. 50 304 Mio
Chart ADIDAS
Laufzeit : Zeitraum :
adidas : Chartanalyse adidas | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse ADIDAS
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 35
Mittleres Kursziel 242 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -3,7%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Kasper Bo Rørsted Chief Executive Officer
Igor Landau Chairman-Supervisory Board
Harm Ohlmeyer Chief Financial Officer
Willi Schwerdtle Deputy Chairman-Supervisory Board
Wolfgang Jäger Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
ADIDAS37.61%56 117
NIKE11.75%132 923
FENG TAY ENTERPRISES CO., LTD.--.--%5 431
HWASEUNG ENTERPRISE CO LTD--.--%743
361 DEGREES INTERNATIONAL LTD-13.86%388
FULGENT SUN INT (HOLDING) CO LTD--.--%324