Das britische Marktforschungsunternehmen Kantar veranschlagt den Markenwert des Walldorfer Softwarekonzerns in seiner jährlichen "BrandZ"-Studie weiterhin auf 50,9 Milliarden Dollar. Auf Platz zwei folgt die Deutsche Telekom, die ihren Wert auf 44,9 (Vorjahr: 41,2) Milliarden Dollar gesteigert hat. Die beiden Oberklasse-Autobauer Mercedes-Benz (22,1 Milliarden) und BMW (21,9 Milliarden), für viele die Sinnbilder von "Made in Germany", behaupten die Plätze drei und vier, haben aber an Markenwert eingebüßt.

Größter Aufsteiger in der Studie ist Adidas. Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller hat den Wert seiner Marke binnen Jahresfrist um fast ein Viertel auf 17,1 Milliarden Dollar gesteigert und rückt damit auf Rang fünf vor. Hinter der Deutsche-Post-Marke DHL liegt Aldi auf Platz sieben. Der Einzelhändler hat Siemens überholt. Dem Münchner Industriekonzern billigen die Marktforscher einen Markenwert von 14,3 (15,4) Milliarden Dollar zu.

Kantar, ein Gemeinschaftsunternehmen des Finanzinvestors Bain Capital und des Werbe-Riesen WPP, hat zur Ermittlung der Markenwerte nach eigenen Angaben die Finanzkennzahlen der Unternehmen mit den Meinungen von Verbrauchern kombiniert. Das Marktforschungsinstitut Interbrand legt ebenfalls jedes Jahr eine Rangliste der wertvollsten deutschen Marken vor. In der von den Autobauern dominierten Liste führten im Oktober 2019 Mercedes und BMW klar vor SAP.