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Alstom : Altmaier fordert mehr Spielraum für Wettbewerbshüter

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14.03.2019 | 16:14
German Economy Minister Peter Altmaier addresses a news conference to present the national industry strategy for 2030 in Berlin

Berlin (Reuters) - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plädiert für Reformen im Kartellrecht, um letztlich deutsche und europäische Firmen im globalen Konkurrenzkampf zu stärken.

Man müsse überlegen wo man den Spielraum der Wettbewerbshüter erweitern könne, sagte Altmaier am Donnerstag auf einer Kartellkonferenz in Berlin. "Ich bin sehr an einem regelgebundenen Verfahren interessiert." Wichtig sei, "dass wir auf internationaler Ebene nicht ins Hintertreffen geraten", sagte Altmaier mit Blick auf den harten Konkurrenzkampf europäischer Firmen mit staatlich subventionierten Wettbewerbern etwa aus China. Er verteidigte seine Position für eine aktive Industriepolitik.

Wichtig sei es, jetzt eine Debatte darüber in Gang zu setzen, sagte Altmaier. Deshalb habe er vor kurzem einen "Stein ins Wasser geworfen, der Wellen ausgelöst hat bis nach Peking und nach Washington". Das Kartellrecht sei nicht "in Stein gemeißelt", betonte der Minister. Prinzipiell müsse man sich fragen, ob Einzelheiten noch den heutigen Anforderungen entsprächen und verschärft oder geändert werden müssten.

Deutschland und Frankreich haben jüngst in einem gemeinsamen Papier vorgeschlagen, dass der EU-Rat künftig Entscheidungen der EU-Wettbewerbshüter überstimmen können soll. Dies würde einer Ministererlaubnis wie in Deutschland ähneln, mit der eine Kartellamts-Entscheidung überstimmt werden kann. Hintergrund der Pläne ist die am Veto der EU-Kommission gescheiterte Zugfusion von Siemens und Alstom, für die sich beide Länder eingesetzt hatten.

Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt räumte ein, man könne über eine europäische Ministererlaubnis nachdenken. Man müsse aber für die konkrete Ausgestaltung "schon sehr viel Fantasie haben". Das Wichtigste sei, "dass wir versuchen eine Politisierung des Wettbewerbsrechts zu vermeiden". Deutschlands oberster Kartellwächter bezeichnete eine Debatte über europäische Champions als richtig. Denn marktwirtschaftlich geprägte Unternehmen stünden auch im unfairen Konkurrenzkampf mit Rivalen aus anderen Märkten, die mit Staatsgeldern "gepäppelt" würden. Mundt räumte aber ein: "European Champions haben natürlich auch ihren Preis." Dies könnte zu höheren Preisen für Verbraucher führen oder zu weniger Investitionen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sieht China keinesfalls als Entwicklungsland. "Es ist ein strategischer Konkurrent für uns." Dies müsse man im Auge behalten.

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Finanzkennziffern (€)
Umsatz 2019 8 250 Mio
EBIT 2019 544 Mio
Nettoergebnis 2019 713 Mio
Liquide Mittel 2019 2 405 Mio
Div. Rendite 2019 1,30%
KGV 2019 13,91
KGV 2020 19,09
Marktkap. / Umsatz 2019 0,78x
Marktkap. / Umsatz 2020 0,70x
Marktkap. 8 799 Mio
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Unternehmensführung
NameTitel
Henri Poupart-Lafarge Chairman & Chief Executive Officer
Thierry Best Chief Operating Officer
Laurent Martinez Chief Financial Officer
Alexandre Domingues Chief Information & Transformation Officer
Klaus J. Mangold Independent Non-Executive Director
Branche und Wettbewerber
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CNH INDUSTRIAL NV20.13%14 568
EPIROC AB10.45%11 957