Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Nasdaq  >  Amazon.com    AMZN

AMAZON.COM

(AMZN)
Meine letzten Aufrufe
Populärste Aktien
  Report  
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalysten Empfehlungen zu

Kartellamt will Facebooks Daten-Hunger zügeln

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
07.02.2019 | 13:03
Two women take photos in front of the entrance sign to Facebook headquarters in Menlo Park

- von Matthias Inverardi und Nadine Schimroszik

Der US-Konzern missbrauche seine beherrschende Stellung hierzulande beim Sammeln und Verwerten von Daten, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt am Donnerstag in Bonn. Die Wettbewerbshüter verordneten Facebook deshalb "weitreichende Beschränkungen" für die Verarbeitung von Nutzerinformationen. Wann diese Auflagen in Kraft treten, ist allerdings unklar. Denn Facebook kündigte umgehend an, Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf einzulegen. Unterstützung bekamen die Wettbewerbshüter von der Politik. Bundesjustizministerin Katarina Barley begrüßte den Beschluss und sagte, Nutzern sei dieser Datenabfluss häufig weder bewusst - noch könnten sie diesen verhindern, wenn sie die Angebote nutzen wollten. "Gegen den Missbrauch von Datenmacht müssen wir konsequent vorgehen."

Für Facebook geht es um viel. Das Kartellamt startete das erste offizielle Wettbewerbsverfahren gegen Facebook bereits im März 2016. Seither ist der Druck auf den Konzern gewachsen, transparenter mit den Daten seiner inzwischen weltweit mehr als 2,3 Milliarden Nutzer - fast jeder dritte Erdbewohner - umzugehen. In Europa trug dazu die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung bei. Aber auch der Datenskandal rund um die Analysefirma Cambridge Analytica im US-Präsidentschaftswahlkampf hatte Politiker und Regulierer rund um den Globus alarmiert und zu einer öffentlichen Diskussion darüber geführt, ob Facebook nicht stärker kontrolliert werden müsse.

Um das Zepter in der Hand zu behalten, ging das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen mit einem Marktwert von fast 490 Milliarden Dollar in die Offensive und nahm viel Geld für den Ausbau der Sicherheit in die Hand. Aber ob das reicht, um die Bedenken in vielen Ländern zu entkräften, ist offen. Nach Einschätzung von Kartellexperte Michael Dietrich von der Anwaltskanzlei Clifford Chance könnten andere EU-Staaten ähnliche Maßnahmen wie das Bundeskartellamt treffen – "vor allem, wenn die Entscheidung in Deutschland vor den Gerichten Bestand hat."

Die Bonner Aufseher zeigten sich jedenfalls von den jüngsten Veränderungen bei Facebook unbeeindruckt und argumentierten, der Konzern mache die Nutzung seines Dienstes davon abhängig, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten auch aus Drittquellen wie etwa den eigenen Töchtern Whatsapp und Instagram sammeln zu können. Zudem habe Facebook auch Zugriff über Schnittstellen auf Daten von Webseiten und Apps anderer Betreiber. Dem Beschluss zufolge dürfen künftig Dienste wie das Messenger-Angebot Whatsapp oder der Fotodienst Instagram zwar weiter Daten sammeln, diese aber nur noch mit Zustimmung des Nutzers dem Facebook-Konto zuordnen. Die Einwilligung sei auch für die Sammlung von Daten von Drittwebseiten zwingend. "Daten sind im 21. Jahrhundert ein wichtiger Wettbewerbsfaktor", sagte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber. Facebook verstoße in mehreren Punkten gegen die hiesigen datenschutzrechtlichen Vorschriften.

Mundt zufolge hat das Unternehmen zwölf Monate Zeit, um die Vorgaben umzusetzen. Die Entscheidung des Kartellamts sei aber noch nicht rechtskräftig. Facebook könne binnen eines Monats Beschwerde einlegen.

MUNDT: "ICH HABE AUCH EINEN FACEBOOK-ACCOUNT"

Facebook hält die Argumente des Kartellamts für falsch, weil sie den starken Wettbewerb in Deutschland durch andere Anbieter wie die Google-Tochter YouTube, Snapchat oder Twitter nicht berücksichtigten. Mundt sieht das anders: Facebook habe in Deutschland täglich mehr als 20 Millionen Nutzer und komme auf Marktanteile bei sozialen Netzwerken zwischen 80 und 90 Prozent. Mundt selbst zählt ebenfalls zu den Mitgliedern: "Ich habe auch einen Facebook-Account."

Dem Unternehmen zufolge bewerten die Aufseher die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung durch Facebook falsch. Außerdem werde das Wettbewerbsrecht in verfehlter Weise angewendet, da es Sonderanforderungen an das Unternehmen stelle, die nur für Facebook gelten sollten. Auch der Branchenverband Bitkom bewertete die Kartellamtsentscheidung kritisch. Sie reihe sich ein in eine Serie zweifelhafter Maßnahmen vom NetzDG bis zu Upload-Filtern, die durchgängig auf die Großen zielten und am Ende vor allem die Kleinen träfen, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Auf die Facebook-Bilanz wird sich der Beschluss der Bonner Behörde zunächst nicht auswirken, da es sich um ein Verwaltungsverfahren handelt, an dessen Ende zunächst einmal kein Bußgeld steht. "Folgt Facebook unseren Vorgaben nicht, könnten wir Zwangsgelder verhängen", drohte Mundt jedoch. Letztlich könnten diese bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes umfassen. Mundt hat sich den Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft auf die Fahnen geschrieben und immer wieder betont, die Behörde ziele darauf ab, Märkte offen zu halten und die Interessen der Verbraucher zu schützen. Besondere Beachtung findet deswegen auch das jüngste Vorhaben von Zuckerberg, die Technik hinter den Messaging-Diensten von Facebook, WhatsApp und Instagram zu vereinheitlichen und eine durchgängige Verschlüsselung einzuführen. Das müsste man sich wettbewerbsrechtlich mit Blick auf die Sammlung von Daten anschauen, machte Mundt bereits ein mögliches nächstes Verfahren gegen Facebook aus.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ALPHABET -0.53%1120.59 verzögerte Kurse.7.80%
AMAZON.COM -0.34%1622.1 verzögerte Kurse.8.36%
FACEBOOK 0.17%162.56 verzögerte Kurse.23.96%
SNAP INC -0.43%9.24 verzögerte Kurse.65.52%
TWITTER -0.88%31.37 verzögerte Kurse.10.13%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu AMAZON.COM
20.02.JEFF BEZOS : Sind Amazon und Jeff Bezos plötzlich Buhmänner?
MA
20.02.Online-Handel mit Lebensmitteln - Milliardending oder Kostenfalle?
RE
19.02.Österreich rechnet mit baldiger Einigung auf Digitalsteuer
DP
15.02.KAMPF GEGEN STEUERDUMPING :  SPD setzt klaren Fokus bei Europawahl
DP
14.02.Amazon streicht Plan für neue Zentrale in New York
DP
14.02.Amazon streicht Plan für großen Standort in New York
DP
14.02.AMAZON COM : gibt Plan zum Bau von neuer Zentrale in New York auf
RE
14.02.AMAZON COM : Österreichs Wettbewerbshüter nehmen Amazon unter die Lupe
RE
14.02.KREISE : Apple startet demnächst Video-Streamingdienst
DP
14.02.Österreichische Wettbewerbshüter ermitteln gegen Amazon
DP
Mehr News
News auf Englisch zu AMAZON.COM
20.02.Sainsbury's-Asda deal in jeopardy as UK regulator condemns plan
RE
20.02.AMAZON COM : For the First Time Ever the IMDb Live-Streaming Oscars Companion Sh..
BU
20.02.AMAZON COM : Ad Business May Be Growing Faster Than Thought
DJ
20.02.Walmart's Multibillion-Dollar U.K. Merger Faces Huge Hurdle -- Update
DJ
20.02.AMAZON COM : Meet Lucas, the Amazon Prime truck kid
PU
20.02.AMAZON COM : Faces New Hurdle in Pentagon Job
DJ
20.02.AMAZON COM : Politicians Feel the Heat Over Amazon
DJ
20.02.AMAZON COM : Queens Politicians Feel the Heat Over Doomed Amazon Deal -- Update
DJ
20.02.AMAZON COM : Pentagon Cloud-Computing Contract Sought by Amazon Faces New Hurdle
DJ
20.02.AMAZON COM : Queens Politicians Feel the Heat Over Doomed Amazon Deal
DJ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern ($)
Umsatz 2019 275 Mrd.
EBIT 2019 17 613 Mio
Nettoergebnis 2019 13 940 Mio
Liquide Mittel 2019 35 040 Mio
Div. Rendite 2019 -
KGV 2019 60,08
KGV 2020 41,75
Marktkap. / Umsatz 2019 2,78x
Marktkap. / Umsatz 2020 2,28x
Marktkap. 799 Mrd.
Chart AMAZON.COM
Laufzeit : Zeitraum :
Amazon.com : Chartanalyse Amazon.com | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse AMAZON.COM
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 47
Mittleres Kursziel 2 048 $
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 26%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Jeffrey P. Bezos Chairman, President & Chief Executive Officer
Brian T. Olsavsky Chief Financial Officer & Senior Vice President
Patricia Q. Stonesifer Independent Director
Tom A. Alberg Independent Director
Thomas O. Ryder Independent Director
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
AMAZON.COM8.36%799 472
WAYFAIR INC33.36%10 853
QURATE RETAIL INC11.48%9 786
ETSY INC16.21%6 659
B2W COMPANHIA DIGITAL13.92%5 853
MONOTARO CO.,LTD.-5.48%5 556