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BARRY CALLEBAUT

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Schokoladenproduzent Barry Callebaut verliert an Schwung

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23.01.2019 | 10:13

Zürich (awp) - Nach dem vergangenen Rekordjahr hat Barry Callebaut einen verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr 2018/19 hingelegt. Der grösste Schokoladenkonzern der Welt konnte die Verkaufsmenge im ersten Quartal (September bis November) um 1,7 Prozent auf 541'109 Tonnen steigern.

Das ist das schwächste Quartalswachstum seit zwei Jahren. Dennoch übertraf der Konzern mit Sitz in Zürich den globalen Schokoladenmarkt, der im selben Zeitraum gemäss den Zahlen des Branchendienstes Nielsen lediglich um 1,4 Prozent zulegte.

Und dabei war die Vergleichsbasis hoch. Vor einem Jahr hatte Barry Callebaut ein starkes Volumenwachstum von 8 Prozent erzielt, im gesamten letzten Geschäftsjahr waren es über 6 Prozent. Angesichts der sehr starken Vorjahresbasis sei der Start in das neue Geschäftsjahr solide, erklärte Konzernchef Antoine de Saint-Affrique in der Mitteilung.

Erwartungen verfehlt

Insgesamt nahm der Konzernumsatz leicht um ein halbes Prozent auf 1,881 Milliarden Franken zu. Hier spielen Wechselkurseffekte eine Rolle. In Lokalwährungen wäre der Umsatz um 3,7 Prozent gestiegen und damit mehr als die Verkaufsmenge. Barry Callebaut konnte mehr höherpreisige Produkte absetzen. Gewinnzahlen werden an den ungeraden Quartalen nicht bekannt gegeben.

Mit den Zahlen hat Barry Callebaut die Erwartungen der Finanzgemeinde klar verfehlt. Analysten hatten zwar mit einem verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr gerechnet, aber im Schnitt ein grösseres Verkaufsvolumen und mehr Umsatz prognostiziert.

An der Schweizer Börse knickte die Aktie zum Handelsstart um gut 2 Prozent ein. Danach erholte sich der Kurs und lag um 9.50 Uhr noch um 0,3 Prozent unter dem Vortagesniveau. Der Gesamtmarkt SPI notierte derweil um 0,1 Prozent tiefer.

Stagnation in Europa

In Europa, Afrika und dem Mittleren Osten stagnierten die Verkäufe, wobei auch hier die Vergleichsbasis hoch war. Man habe sich verstärkt auf profitablere Volumen bei den Industriekunden konzentriert. Zudem wurde die Produktesparte Getränke zugunsten profitablerer Aktivitäten verkleinert. Damit blieb Barry Callebaut unter dem Schokoladenmarkt in Europa, der laut Nielsen um 0,4 Prozent wuchs.

Der Umsatz in Europa gab um 3,7 Prozent auf 803,7 Millionen Franken nach. In Lokalwährungen wäre der Umsatz stagniert, genauso wie das Verkaufsvolumen.

Im verhältnismässig kleinen Asien-Geschäft nahm die verkaufte Menge um 3,8 Prozent zu. Auch im Raum Asien-Pazifik blieb Barry Callebaut deutlich schwächer als der dortige Schokoladenmarkt (+8,7 Prozent).

Dagegen gelang in Nord- und Südamerika ein starker Start ins Jahr mit einem Wachstum der Verkaufsmenge um 8 Prozent, womit sich Barry Callebaut markant besser entwickelte das der Gesamtmarkt (+1,2 Prozent). Wachstumstreiber war das Geschäft in Südamerika.

Beschleunigung erwartet

Allerdings wird der Schwung in den nächsten Monaten zunehmen. "Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung der Verkaufsmenge in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs beschleunigen wird", erklärte Saint-Affrique. Denn es kämen zusätzliche Volumen durch neue Auslagerungsverträge in allen Regionen und kürzlich lancierte Innovationen hinzu.

So hat Barry Callebaut Anfang Dezember einen Liefervertrag mit der britischen Burton's über mehr als 12'000 Tonnen Schokolade und Compound-Schokolade pro Jahr abgeschlossen. Zudem übernahm Barry Produktionskapazitäten in Grossbritannien. Ein weiterer Auslagerungsvertrag wurde in Indonesien abgeschlossen, wo der Konzern 7'000 Tonnen an das Unternehmen Garudafood liefert. Und in Russland übernahm Barry Callebaut die Firma Inforum, die Schokolade, Glasuren und Füllungen herstellt.

Man sei zuversichtlich, die Mittelfristziele zu erreichen, die ein jährliches Verkaufsmengenwachstum von 4 bis 6 Prozent sowie eine über diesem Wachstum liegende Betriebsgewinnsteigerung (EBIT) in Lokalwährungen vorsehen, erklärte der Konzernchef. Diese Ziele, die Ende Geschäftsjahr ausgelaufen wären, hat Barry Callebaut ausserdem bis 2021/22 verlängert. Analysten hatten dies erwartet.

jb/uh

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Finanzkennziffern (CHF)
Umsatz 2019 7 341 Mio
EBIT 2019 607 Mio
Nettoergebnis 2019 382 Mio
Schulden 2019 1 066 Mio
Div. Rendite 2019 1,26%
KGV 2019 29,1x
KGV 2020 25,2x
Marktkap. / Umsatz2019 1,67x
Marktkap. / Umsatz2020 1,58x
Marktkap. 11 184 Mio
Chart BARRY CALLEBAUT
Dauer : Zeitraum :
Barry Callebaut : Chartanalyse Barry Callebaut | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse BARRY CALLEBAUT
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendAnsteigend
Ergebnisentwicklung
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Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 11
Mittleres Kursziel 2 098,00  CHF
Letzter Schlusskurs 2 042,00  CHF
Abstand / Höchstes Kursziel 19,0%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 2,74%
Abstand / Niedrigsten Ziel -22,6%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Antoine Bernard de Saint-Affrique Chief Executive Officer
Patrick de Maeseneire Chairman
Dirk Poelman Chief Operations Officer
Remco J. Steenbergen Chief Financial Officer
Steven Vandamme Chief Information Officer
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
BARRY CALLEBAUT33.25%11 259
NESTLÉ S.A.34.36%308 874
MONDELEZ INTERNATIONAL36.52%78 814
DANONE30.78%57 331
FOSHAN HAITIAN FLAVOURING & FOOD CO LTD60.29%42 313
THE KRAFT HEINZ COMPANY-34.62%34 331