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WDH/AKTIE IM FOKUS: BASF trumpft mit News zu Bauchemie und Sparprogramm auf

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27.09.2019 | 13:24

(Präzisierung im vierten Absatz.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Weder der Verkauf der Bauchemiesparte noch das Sparprogramm sind Neuigkeiten für die Aktionäre des Chemieriesen BASF. Auf Beifall stieß am Freitag aber, dass Konzernchef Martin Brudermüller auf einer Investorenkonferenz erstmals einen Zeitpunkt für die Trennung von dem Bereich nannte. Auch Details zum Ergebnisbeitrag des im November angekündigten Sparprogramms kamen gut an. Zudem wollen die Ludwigshafener die Dividende weiterhin jedes Jahr steigern.

Um die Mittagszeit gewannen die BASF-Aktien knapp drei Prozent auf 63,80 Euro. Damit knüpften sie an ihre jüngste Erholung seit Wochenmitte an und waren größter Gewinner im steigenden Dax. In ihrem Schlepptau legten auch die Titel anderer Branchenunternehmen zu. So ging es für die ebenfalls im Dax notierten Papiere von Covestro um fast zweieinhalb Prozent hoch. "Die Aussichten für die kommenden Quartale und eine mögliche Bodenbildung im Chemiesektor lassen Investoren für die Aktien beider Unternehmen risikofreudiger werden", kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Die Aktien von Lanxess und Evonik zählten mit Kursaufschlägen von drei und knapp zwei Prozent zu den besten Werten im MDax, und im Nebenwerte-Index SDax mischte Wacker Chemie mit mehr als einem Prozent Plus weit vorn mit. Entsprechend war auch der europäische Sektorindex mit einem Anstieg um rund ein Prozent einer der besten im marktbreiten Stoxx-600-Branchentableau.

BASF-Chef Brudermüller will die Bauchemiesparte bis zum Jahresende abstoßen und erklärte, es gebe jetzt bestätigte Angebote. Vor Wochen machten bereits Namen von potenziellen Investoren die Runde - darunter der US-Finanzinvestor Carlyle und der US-Baustoffhersteller Standard Industries. Auch andere Finanzinvestoren wie Bain Capital, Cinven oder KKR kämen Insidern zufolge als mögliche Käufer in Frage, berichtete Bloomberg im Juli.

Zudem soll das Sparprogramm bereits im laufenden Jahr eine halbe Milliarde Euro zum operativen Konzernergebnis (Ebitda) beisteuern. Für 2020 wird der Ergebnisbeitrag mit bis zu 1,3 Milliarden Euro beziffert und für das Jahr darauf mit zwei Milliarden Euro. Gleichzeitig sollen die Kosten für das Sparprogramm von 400 bis 500 Millionen Euro 2019 in den beiden darauf folgenden Jahren auf jeweils 200 bis 300 Millionen Euro zurückgehen.

Analyst Andrew Stott von der Schweizer Großbank UBS hob die angekündigte Bereitschaft des Konzerns zu weiteren Dividendenerhöhungen, die Erwägung eines neuen Aktienrückkaufprogramms sowie Aussagen zum Downstream-Geschäft positiv hervor.

Sein Kollege Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan verwies außerdem darauf, dass die BASF ihre mittelfristigen Ziele vom letztjährigen Kapitalmarkttag bekräftigt habe. Indes gingen die Ludwigshafener für 2019 weiter von einem bis zu 30-prozentigen operativen Gewinnrückgang aus.

Aktuell macht dem Unternehmen der Handelsstreit und die letztlich daraus resultierende Flaute in der Autoindustrie zu schaffen. Deshalb hatte Brudermüller Anfang Juli seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr kräftig gesenkt. Auch im dritten Quartal sei keine Veränderung bei der eher gedämpften Geschäftsentwicklung zu spüren.

Dies spiegelt sich in der Kursentwicklung der BASF-Aktie seit Jahresbeginn wider: Mit einem Plus von derzeit rund fünfeinhalb Prozent hinkt sie dem Dax weit hinterher - der deutsche Leitindex hat bislang um über 17 Prozent zugelegt. Ähnlich mau sieht die Kursbilanz der meisten anderen Chemieunternehmen aus, die mit ähnlichen Problemen kämpfen: Bei Covestro ist das Plus mit etwa drei Prozent noch mickriger, und die Aktien von Evonik und Wacker Chemie bleiben im bisherigen Jahresverlauf ebenfalls weit hinter ihren Indizes zurück. Einzig das Lanxess-Papier sticht mit mehr als einem Drittel Wertgewinn den MDax klar aus./gl/ajx/fba/stk

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dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

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Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BASF SE -0.11%69.78 verzögerte Kurse.15.53%
COVESTRO AG -0.91%43.65 verzögerte Kurse.1.09%
DAX 0.11%13221.12 verzögerte Kurse.25.21%
EVONIK INDUSTRIES AG -0.12%25.93 verzögerte Kurse.18.95%
LANXESS -0.61%62.2 verzögerte Kurse.54.73%
MDAX 0.20%27294.28 verzögerte Kurse.26.43%
SDAX PERFORMANCE INDEX 9:00-20:00 0.15%12007.56 verzögerte Kurse.26.27%
WACKER CHEMIE AG -0.92%62.72 verzögerte Kurse.-20.71%

© dpa-AFX 2019
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Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2019 61 932 Mio
EBIT 2019 4 760 Mio
Nettoergebnis 2019 9 159 Mio
Schulden 2019 18 605 Mio
Div. Rendite 2019 4,66%
KGV 2019 7,01x
KGV 2020 17,8x
Marktkap. / Umsatz2019 1,34x
Marktkap. / Umsatz2020 1,28x
Marktkap. 64 091 Mio
Chart BASF SE
Dauer : Zeitraum :
BASF SE : Chartanalyse BASF SE | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse BASF SE
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung HALTEN
Anzahl Analysten 26
Mittleres Kursziel 67,22  €
Letzter Schlusskurs 69,78  €
Abstand / Höchstes Kursziel 26,1%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -3,66%
Abstand / Niedrigsten Ziel -22,6%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Martin Brudermüller Chairman-Executive Board & CTO
Jürgen Hambrecht Chairman-Supervisory Board
Hans-Ulrich Engel CFO & Vice Chairman-Executive Board
Michael Diekmann Vice Chairman-Supervisory Board
François Diederich Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
BASF SE15.53%71 015
DUPONT DE NEMOURS, INC.-11.72%49 523
SHIN-ETSU CHEMICAL CO., LTD.46.49%46 298
ROYAL DSM63.42%22 002
GROUPE BRUXELLES LAMBERT22.58%16 132
ASAHI KASEI CORPORATION9.14%15 239