Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Indizes  >  Xetra  >  DAX    DAX   DE0008469008

Kursindikationen von Citigroup

DAX

(DAX)
Nachbörslich
0.03%
12393.32 PTS
verzögerte Kurse. Verzögert Xetra - 18.09. 17:45:00
12389.62 PTS   +0.14%
18:07Börsen kommen im Bann von Fed und Ölmarkt kaum vom Fleck
RE
17:50Aktien Frankfurt Schluss: Kaum Bewegung vor Fed-Zinsentscheid
DP
17:14AKTIE IM FOKUS : Analystenlob beflügelt Wirecard einmal mehr
DP
ÜbersichtKurseChartsNewsHeatmapDerivateEinzelwerte 
News-ÜbersichtNewsNachrichten zu den IndexmitgliedernMarketScreener Analysen

Draghi macht Geldschleusen weiter auf - "Mehr Schaden als Nutzen"

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
12.09.2019 | 15:22
European Central Bank holds a news conference in Frankfurt

- von Frank Siebelt

Die Europäische Zentralbank (EZB) brachte auf ihrer Zinssitzung am Donnerstag ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stützung der Wirtschaft auf den Weg, das unter anderem eine weitere Zinssenkung und erneute Anleihenkäufe enthält. Zugleich brachten die Euro-Wächter Erleichterungen für Banken auf dem Weg, um die Folgen der erhöhten Strafzinsen für die Geldhäuser abzumildern. Damit rückt ein Ende der ultralockeren Geldpolitik, die in Deutschland stark kritisiert wird, in immer weitere Ferne. Entsprechend scharf fiel die Kritik aus. Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich zu Wort und warf der EZB vor, der US-Wirtschaft zu schaden.

Die Börsen reagierten heftig auf die Beschlüsse. Der Euro fiel auf 1,0925 Dollar und näherte sich damit dem 28-Monats-Tief, das er Anfang des Monats erreicht hatte. Auch die Renditen der Staatsanleihen gaben nach. Die Verzinsung der 30-jährigen deutschen Bundesanleihe rutschte wieder deutlich ins Minus, die Rendite der zehnjährigen italienischen Papiere sank auf ein Rekordtief von 0,758 Prozent. Der Dax legte 0,8 Prozent zu auf 12.448 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende Juli. Der EuroStoxx50 gewann ein Prozent auf knapp 3550 Zähler. Die Freude von Bank-Anlegern über den Staffelzins auf Einlagen bei der EZB währte dagegen nur wenige Minuten: Der Index für die Banken der Euro-Zone sank um knapp ein Prozent, die Aktien der Deutschen Bank waren mit einem Abschlag von 1,5 Prozent Schlusslicht im Dax.

"Das ist Mario Draghis Abschiedsgeschenk an die Märkte", erklärte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. In der Summe sehe es ein wenig danach aus, als erwarte der EZB-Rat eine noch deutlichere Abschwächung der Konjunktur als bislang vorgesehen. Kritik kam aus der Bankenbranche. "Die noch expansivere Geldpolitik bringt mehr Schaden als Nutzen", sagte Sparkassenpräsident Helmut Schleweis. Die negativen Auswirkungen dieser Politik würden mittlerweile überwiegen.

Die EZB kündigte an, die in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe wieder aufzunehmen, die bis zu ihrer Einstellung Ende 2018 ein Volumen von 2,6 Billionen Euro erreicht hatten. Zunächst sollen ab November pro Monat Wertpapiere im Umfang von 20 Milliarden Euro erworben werden. Ein konkretes Enddatum wurde nicht genannt. Die Währungshüter hoben auch die Strafzinsen für Banken an, wenn diese überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. Der sogenannte Einlagensatz wurde auf minus 0,5 Prozent von bislang minus 0,4 Prozent gesenkt. Ein Minuszeichen beim Einlagenzins bedeutet, dass die Institute Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken. Der Satz ist bereits seit 2014 negativ.

TRUMP KRITISIERT ERNEUT US-NOTENBANK

Trump schrieb auf Twitter nur wenige Minuten nach dem Zinsentscheid, die EZB habe erfolgreich den Euro gegenüber dem "sehr starken Dollar" abgewertet. Dies schade den US-Exporteuren. Zugleich warf er der US-Notenbank Fed vor, immer nur abzuwarten. Auch US-Finanzminister Steven Mnuchin kritisierte die europäischen Währungshüter. Er sagte dem Sender CNBC, die USA seien auf einen starken Dollar fokussiert. Die negativen Zinsen in der Euro-Zone seien ein Grund zur Sorge. Damit werde eine "gute Konjunktur" erschwert.

Die EZB kündigte zugleich eine Staffelung an, um die Folgen der erhöhten Strafzinsen für die Institute abzumildern. Geplant ist laut EZB ein zweistufiges System. Ein Teil der Überschussliquidität der Banken soll so von den Strafzinsen ausgenommen werden. Auch in der Schweiz und in Japan nutzen Notenbanken solche Stufensysteme. Die Euro-Wächter passten zudem ihren Ausblick an. Nunmehr wollen sie ihre Schlüsselzinsen solange auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau halten, bis das Inflationsziel von knapp zwei Prozent in Reichweite gelangt ist. Bislang stellten sie bis Mitte 2020 stabile oder niedrigere Schlüsselsätze in Aussicht. Die EZB hatte letztmalig 2011 ihre Zinsen angehoben. Die EZB beschloss auch, die Konditionen ihrer geplanten neuen Langfristkredite für Banken - in der Fachwelt "TLTRO III" genannt - noch etwas vorteilhafter zu gestalten und die Laufzeit dieser Kredite auf drei von zwei Jahren zu verlängern.

Für Draghi war dies bereits die vorletzte Zinssitzung. Ende Oktober läuft seine Amtszeit nach acht Jahren ab. Er dürfte dann der erste EZB-Präsident sein, in dessen Amtszeit die Notenbank kein einziges Mal ihre Zinsen angehoben hat. Die ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und frühere französische Finanzministerin Christine Lagarde soll dann ab November das Ruder bei der Notenbank übernehmen.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DAX 0.14%12389.62 verzögerte Kurse.17.18%
EURO STOXX 50 0.19%3528.04 verzögerte Kurse.18.28%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu DAX
18:07Börsen kommen im Bann von Fed und Ölmarkt kaum vom Fleck
RE
17:50Aktien Frankfurt Schluss: Kaum Bewegung vor Fed-Zinsentscheid
DP
17:14AKTIE IM FOKUS : Analystenlob beflügelt Wirecard einmal mehr
DP
14:43Aktien Frankfurt: Dax vor Fed-Zinsentscheid in ruhigem Fahrwasser
AW
14:06Ansparen gegen die Flaute - Geldvermögen in Deutschland gestiegen
DP
12:54Studie - CO2-Steuer wird DAX-Konzerne mit Milliarden belasten
RE
12:13AKTIE IM FOKUS : Fedex-Warnung löst bei Post-Anlegern Konjunktursorgen aus
DP
12:08MARKTEINBLICKE UM 12 : Seitwärtslauf beim DAX, Bayer setzt verstärkt auf die dig..
MA
11:51Aktien Frankfurt: Gespannte Ruhe vor dem Fed-Zinsentscheid
AW
11:44AKTIEN IM FOKUS : Eon und RWE steigen weiter nach durchgewunkenem Deal
DP
Mehr News
Nachrichten zu den Indexmitgliedern DAX
18:08SIEMENS : Aufsichtsrat stellt personelle Weichen für die nächste Generation Siem..
PU
18:00SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT : Siemens Aufsichtsrat stellt personelle Weichen für ..
DP
18:00SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT : Siemens Aufsichtsrat stellt personelle Weichen für ..
EQ
17:49Grünen-Fraktionschef Hofreiter auf Monsanto-Listen
DP
17:14AKTIE IM FOKUS : Analystenlob beflügelt Wirecard einmal mehr
DP
17:08COVESTRO : treibt Entwicklungen für medizinische Wearables voran
PU
16:56ALLIANZ : Langjähriger Allianz-Leben-Chef Faulhaber geht in Ruhestand
RE
Mehr News
News auf Englisch zu DAX
14:35German carbon pricing plan may cost DAX companies billions - report
RE
11:12EUROPE MARKETS: European Stocks Nudge Higher Ahead Of Fed, Led By Banks And I..
DJ
17.09.EUROPE MARKETS: European Stocks Flounder As Traders Look To Saudi Arabia And ..
DJ
16.09.Weekly market update : The market waited and wasn't disappointed
16.09.EUROPE MARKETS: European Stock Markets Fall As Oil Producers Surge And Airlin..
DJ
13.09.EUROPE MARKETS: European Banks Continue To Rally After ECB Cut
DJ
11.09.EUROPA : European shares hit six-week high on trade relief, stimulus hope
RE
11.09.Global Stocks Rise With Eyes on Trade
DJ
11.09.Global Stocks Rise With Eyes on Trade
DJ
11.09.Global Stocks Rise With Eyes on Trade
DJ
Mehr News auf Englisch
Chart DAX
Dauer : Zeitraum :
DAX : Chartanalyse DAX | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse DAX
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendNeutralNeutral
Top / Flop DAX
WIRECARD AG157.8 Realtime Kurse.3.27%
RWE AG26.815 Realtime Kurse.1.76%
VONOVIA SE43.64 Realtime Kurse.1.25%
COVESTRO AG44.445 Realtime Kurse.1.06%
ADIDAS AG273.4 Realtime Kurse.0.96%
BAYER AG66.3 Realtime Kurse.-0.82%
FRESENIUS SE & CO. KGAA44.748 Realtime Kurse.-0.86%
LUFTHANSA GROUP AG14.35 Realtime Kurse.-1.07%
DEUTSCHE BANK AG7.217 Realtime Kurse.-1.29%
DEUTSCHE POST AG30.313 Realtime Kurse.-1.32%
Heatmap :