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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 11.01.2019

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11.01.2019 | 17:11

USA: Inflationsrate fällt unter zwei Prozent

WASHINGTON - In den USA ist die Inflation weiter auf dem Rückzug und die Inflationsrate ist erstmals seit über einem Jahr unter zwei Prozent gesunken. Im Dezember seien die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,9 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministeriums am Freitag mit. Das ist die niedrigste Rate seit August 2017. Analysten hatten diesen Rückgang erwartet. Im November hatte die Teuerung noch 2,2 Prozent und im Oktober 2,5 Prozent betragen.

ROUNDUP 2: Zieht Trump eine Notstandsoption zum Mauerbau? Präsident droht erneut

MCALLEN/WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump forciert seine Drohung, zur Durchsetzung seines Mauervorhabens an der Grenze zu Mexiko einen "Nationalen Notstand" zu verhängen. Bei einem Besuch der Grenzregion im Rio Grande Valley im Bundesstaat Texas warb Trump am Donnerstag (Ortszeit) noch einmal eindringlich für den Bau einer Mauer. In einem an der Grenze geführten Interview des Senders Fox News sagte er, wenn es keine Einigung im Kongress in der Frage gebe, werde er höchstwahrscheinlich den "Nationalen Notstand" verhängen. Er könne sich keinen Grund vorstellen, warum er es nicht tun könnte, denn er sei dazu berechtigt. Laut US-Medien beratschlagen Experten im Weißen Haus bereits intensiv mögliche Szenarien dazu.

Blauzungenkrankheit bei Rindern in Rheinland-Pfalz nachgewiesen

TRIER/KOBLENZ/MAINZ - Die für Rinder und andere Tiere gefährliche Blauzungenkrankheit ist erstmals seit Mai 2009 wieder in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden. Das gesamte Bundesland wurde deshalb am Freitag zum Sperrgebiet erklärt, wie der Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA), Achim Ginkel, in Koblenz mitteilte. Dies ist für Viehhalter mit erheblichen Einschränkungen von Transporten und Handel verbunden. Auch im Saarland gibt es einen Verdachtsfall, ein Ergebnis der Prüfung wird für den kommenden Dienstag erwartet.

Schweizer Präsident skeptisch über baldiges Abkommen mit der EU

WIEN - Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer rechnet in diesem Jahr kaum noch mit dem von der Europäischen Union angestrebten bilateralen Rahmenabkommen. "Wahrscheinlich ergibt sich das fast aus den Abläufen, die vorhanden sind", sagte er am Freitag bei einem Besuch in Wien.

Scholz erteilt kompletter Soli-Abschaffung erneut Absage

BERLIN - Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Forderungen etwa aus der Union nach einer kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags erneut eine Absage erteilt. Der SPD-Politiker sagte im "Interview der Woche" von SWR2: "Das Wegfallen des Solis für 90 Prozent derjenigen, die ihn heute zahlen, das sind ja fast alle Steuerpflichtigen, bedeutet eine Mindereinnahme für den Bund, für den Bundeshaushalt, von über 10 Milliarden Euro. Die übrigen 10 Prozent wären noch mal so viel, was natürlich daran liegt, dass darunter auch Personen sind, die zum Beispiel Vorstandsvorsitzende großer Dax-Aktiengesellschaften sind, vielleicht fünf Millionen verdienen." Wenn man dort den Soli abschaffen würde, würde "so jemand" über 100 000 Euro an Steuern sparen, sagte Scholz. "Ich glaube nicht, dass das das ist, was heute auf der Tagesordnung steht."

Britischer Industrieverband warnt vor Brexit ohne Abkommen

BRISTOL - Der größte britische Industrieverband CBI hat am Freitag eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen eines ungeregelten Brexits gewarnt. Tausende Jobs seien in Gefahr, und das Bruttoinlandsprodukt könnte um bis zu acht Prozent sinken, warnte CBI-Generaldirektorin Carolyn Fairbairn im englischen Bristol.

SPD will Fliehkräfte in der EU mit Investitionen bändigen

BERLIN - Die SPD will die Spannungen in der EU mit einem Sozialprogramm und Investitionen entschärfen. "Zu meinen Lebzeiten war die Einheit der Europäischen Union noch nie so gefährdet. Die Fliehkräfte in der Europäischen Union waren noch sie so groß", sagte SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles am Freitag in Berlin.

ROUNDUP: Weniger Steuern, mehr investieren - Merz will neue Wirtschaftspolitik

KREUTH - Steuerentlastungen, neue Strategien für den Umgang mit China und den USA sowie eine Digital- und Investitionsoffensive: Der unterlegene CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz fordert eine neue deutsche Wirtschaftspolitik. "Die Globalisierung hat ohne Zweifel auch ihre Schattenseiten. Aber im Ergebnis überwiegen die Vorteile bei weitem", sagte er am Freitag auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee bei der Präsentation seines Sieben-Punkte-Programms. Deutschland müsse die Potenziale zur Entwicklung der Volkswirtschaft mit der Globalisierung und der Digitalisierung besser nutzen.

ROUNDUP 2: Merkel und Pavlopoulos fordern EU-Solidarität in der Migrationsfrage

ATHEN - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Griechenland Solidarität zur Bewältigung der Migrationskrise zugesagt. "Die Frage der Flüchtlinge ist eine Frage, die uns alle angeht. Deutschland hat immer deutlich gemacht, dass wir Griechenland hier nicht alleine lassen können", sagte Merkel am Freitag nach einem Treffen mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos in Athen. Sie wisse, wie schwierig die Lage in den überfüllten Registrier- und Aufnahmelagern (Hotspots) auf den Inseln im Osten der Ägäis sei. Berlin habe sich immer für eine gemeinsame Asyl- und Flüchtlingspolitik innerhalb der EU eingesetzt, "bei der jeder eben auch seinen Beitrag leisten muss zur Lösung eines solchen Problems".

Großbritannien: Industrieproduktion fällt überraschend geringer aus

LONDON - Die britische Industrie hat im November überraschend weniger produziert. Wie das Statistikamt ONS am Freitag mitteilte, lag die Gesamtproduktion 0,4 Prozent tiefer als im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt dagegen einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Im Oktober war die Produktion noch um revidierte 0,5 Prozent gefallen. Zunächst war ein Rückgang von 0,6 Prozent ermittelt worden.

Großbritannien: Wirtschaft wächst im November etwas stärker als erwartet

LONDON - Die britische Wirtschaft ist im November etwas stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent zugelegt, teilte das britische Statistikamt National Statistics am Freitag in London mit. Volkswirte hatten einen Zuwachs von 0,1 Prozent erwartet. Im Oktober war die Wirtschaft noch um 0,1 Prozent gewachsen.

Brexit ohne Abkommen erschwert Beschäftigung von Londoner Bankern

FRANKFURT - Ein ungeordneter EU-Austritt Großbritanniens würde die Beschäftigung von Londoner Bankern in Deutschland nach Einschätzung eines Arbeitsrechtlers deutlich erschweren. "Ein Brexit ohne Abkommen würde viele Banken vor ein erhebliches Problem stellen: Die Frage ist dann, ob Arbeitnehmer aus London überhaupt einfach so nach Deutschland kommen dürfen, um in der neu gegründeten deutschen AG des Instituts ihren Job anzutreten", sagte Anwalt Hans-Peter Löw von der Kanzlei Allen & Overy am Freitag in Frankfurt.

Presse: Verschiebung des Brexit wird zunehmend wahrscheinlicher

LONDON - Eine Verschiebung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) wird laut Informationen des "Evening Standard" zunehmend wahrscheinlicher. Mehrere Staatssekretäre aus der Regierung von Premierministerin Theresa May hätten diese Einschätzung gegenüber der Zeitung geäußert, heißt es auf der Internetseite des Blattes am Freitag. Bisher ist der Brexit für den 29. März vorgesehen.

Spanien: Industrieproduktion überraschend gesunken

MADRID - Die spanische Industrie hat die Produktion im November überraschend zurückgefahren. Das Produktionsniveau sei um 1,5 Prozent niedriger ausgefallen als im Vormonat, teilte das Statistikamts INE am Freitag mit. Das ist der stärkste Rückschlag seit vergangenem April.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl


© dpa-AFX 2019
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