FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Montag gemeinsam mit dem britischen Pfund unter Druck geraten. Am späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1362 US-Dollar. Der Euro wurde wie auch das britische Pfund von der Verschiebung der Brexit-Abstimmung im britischen Parlament belastet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1425 (Freitag: 1,1371) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8753 (0,8794) Euro.

Die britische Regierungschefin Theresa May will die für Dienstagabend vorgesehene Parlamentsabstimmung über die Brexit-Vereinbarung mit der EU verschieben, wie sie am Montagnachmittag in London mitteilte. Zuvor hatten verschiedene Medien über das Vorhaben berichtet. Daraufhin verlor das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar wie auch zum Euro 1,5 Prozent an Wert.

Bankökonomen kommentierten, die Verschiebung der Parlamentsabstimmung erzeuge Unsicherheit und verschrecke die Anleger. May kündigte zudem an, nach Brüssel zu reisen, um mit der EU über die Austrittsvereinbarung zu sprechen. Ein großes Problem für May ist die geringe Zustimmung zu der von ihr mit der EU ausgehandelten Brexit-Vereinbarung. Im Parlament hätte sie dafür aller Voraussicht nach keine Mehrheit erhalten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90245 (0,89085) britische Pfund, 128,79 (128,36) japanische Yen und 1,1295 (1,1299) Schweizer Franken fest./elm/bgf/men