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LafargeHolcim im zweiten Quartal mit geringerem Wachstum und mehr Gewinn

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31.07.2019 | 14:08

Jona (awp) - Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im zweiten Quartal ein geringeres Wachstum als im Vorquartal verbucht, konnte aber die Profitabilität erneut überproportional verbessern. Rückenwind kam von der robusten Nachfrage, steigenden Preisen und den Kostensenkungen. Die Prognosen für das Gesamtjahr hat das Management bestätigt.

"Wir haben das Ergebnis deutlich gesteigert und auch viele andere Bilanzkennzahlen haben sich klar verbessert", sagte CEO Jan Jenisch am Mittwoch an einer Telefonkonferenz. "Die Bauindustrie erweist sich derzeit als ziemlich widerstandsfähig." Die niedrigen Zinsen und der Investitionsbedarf bei der Infrastruktur sorgten für eine Sonderkonjunktur in der Branche.

Beim Wachstum habe das zweite Quartal jedoch einen "kleinen Stolperer" gezeigt. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz im Quartal um 1,2 Prozent auf 7,10 Milliarden Franken. Nominell ging er nach den Devestitionen in Südostasien aber um 4,6 Prozent zurück.

Als Faktoren für die Verlangsamung nannte Jenisch die geringere Anzahl Arbeitstage aufgrund des späten Ostertermins oder Wettereinflüsse wie Hitzeperioden in Europa sowie Überschwemmungen in den USA. Dadurch sei etwa der wichtige Transportweg Mississippi beeinträchtigt gewesen.

Der Betriebsgewinn stieg trotzdem erneut stark. Der wiederkehrende EBITDA verbesserte sich auf vergleichbarer Basis um 7,1 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken. Als Gründe nannte Jenisch hier unter anderem das im ersten Quartal abgeschlossene Sparprogramm.

Tiefere Kosten für Restrukturierung

Das machte sich auch unter dem Strich bemerkbar. Der Konzerngewinn erreichte im ersten Halbjahr 1,13 Milliarden Franken, nach 394 Millionen im Vorjahr. Insbesondere die Kosten für die Restrukturierung und die Einmalkosten lagen im Vergleich zum Vorjahr mit 71 Millionen Franken (VJ 300 Mio.) deutlich tiefer.

Auch beim Schuldenabbau wurden Fortschritte gemacht und die Ziele seien aufgrund der "stark wertsteigernden" Devestitionen in Südostasien und durch den höheren Cashflow schneller erreicht worden als geplant. Die Nettofinanzschulden beliefen sich per 30. Juni schliesslich auf 11,34 Milliarden Franken. Das sind 4,79 Milliarden weniger als vor Jahresfrist.

Betriebsgewinn in Asien und Europa verbessert

Die Devestitionen hatten auch einen deutlichen Einfluss auf die Zahlen der Region Asien im ersten Halbjahr. Während der Absatz von Zement, Zuschlagstoffen und Transportbeton deutlich zurückging, verbesserte sich der wiederkehrende Betriebsgewinn um rund 11 Prozent. In Asien habe vor allem Indien gut gefüllte Auftragsbücher, doch auch China zeige sich robust.

Auch in Europa stieg der EBITDA deutlich an. Hier hätten Preiserhöhungen und Effizienzsteigerungen zur Margenverbesserung beigetragen, hiess es. In Nordamerika war der Anstieg des Betriebsgewinns geringer. In Lateinamerika habe sich die Nachfrage etwas abgeschwächt. Und in Afrika schliesslich sieht Jenisch den Turnaround geschafft. Hier sei offenbar der Tiefpunkt im ersten Quartal überwunden worden. Insgesamt stieg die Marge im ersten Halbjahr auf 17,2 von zuvor 16,2 Prozent.

Auch nach Divisionen zieht das Unternehmen eine positive Bilanz der ersten sechs Monate. Alle vier Geschäftssegmente hätten zum Erfolg beigetragen.

Ausblick bestätigt

Am Ausblick will Jenisch aufgrund der Zahlen keine Veränderung vornehmen. Die Ziele mit einem Wachstum beim vergleichbaren Umsatz von 3 bis 5 Prozent und beim wiederkehrenden EBITDA von mindestens 5 Prozent wurden bekräftigt.

Am strategischen Kurs der Ergänzungsakquisitionen will Jenisch ausserdem festhalten. Seit Jahresbeginn hat LafargeHolcim insgesamt sechs Unternehmen erworben, davon drei in Nordamerika. Spekulationen um ein mögliches Interesse am Bauchemiegeschäft von BASF wollte er nicht kommentieren. "Ich habe gehört, dass es zum Verkauf steht", sagte er bloss.

Das bereinigte Wachstum im Quartal lag unter den Erwartungen der Analysten, der Betriebsgewinn jedoch darüber. Die Aktien notieren am Mittwochmittag 1,3 Prozent höher auf 49,74 Franken (SMI: +0,2%).

yr/gab/kw

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ACC LTD 3.04%1526.65 Schlusskurs.-1.76%
AMBUJA CEMENTS 2.68%201 Schlusskurs.-13.04%
BASF SE 2.08%65.75 verzögerte Kurse.8.86%
LAFARGEHOLCIM 1.02%49.55 verzögerte Kurse.21.11%
SMI -0.46%10047.34 verzögerte Kurse.19.75%
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Finanzkennziffern (CHF)
Umsatz 2019 27 247 Mio
EBIT 2019 4 097 Mio
Nettoergebnis 2019 2 257 Mio
Schulden 2019 10 101 Mio
Div. Rendite 2019 4,06%
KGV 2019 13,2x
KGV 2020 12,8x
Marktkap. / Umsatz2019 1,47x
Marktkap. / Umsatz2020 1,39x
Marktkap. 29 987 Mio
Chart LAFARGEHOLCIM
Dauer : Zeitraum :
LafargeHolcim : Chartanalyse LafargeHolcim | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse LAFARGEHOLCIM
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendFallendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 23
Mittleres Kursziel 56,12  CHF
Letzter Schlusskurs 49,55  CHF
Abstand / Höchstes Kursziel 41,3%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 13,3%
Abstand / Niedrigsten Ziel -5,15%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Jan Jenisch Chief Executive Officer
Beat W. Hess Chairman
Géraldine Picaud Chief Financial Officer
Heike Faulhammer Group Head-Research & Development
Bertrand P. Collomb Independent Director
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
LAFARGEHOLCIM21.11%30 315
ANHUI CONCH CEMENT COMPANY44.88%31 982
SHREE CEMENT LIMITED7.81%9 227
CHINA RESOURCES CEMENT HOLDINGS LIMITED17.09%7 337
DANGOTE CEMENT PLC-18.08%7 327
JAMES HARDIE INDUSTRIES PLC55.49%7 153