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Maues Jahr für Börsengänge - Hoffen auf 2020

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12.12.2019 | 09:07
People with umbrellas pass by bull and bear outside Frankfurt's stock exchange during heavy rain in Frankfurt

Trotz des Mega-Börsengangs des Ölriesen Saudi Aramco war 2019 auch international ein maues Jahr für Börsengänge.

Weltweit wagten nur 1115 Unternehmen den Schritt aufs Parkett - 19 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Unternehmensberatung EY am Donnerstag mitteilte. Das Emissionsvolumen sank um vier Prozent auf 198 Milliarden US-Dollar. Und das, obwohl Saudi Aramco mit einem Emissionsvolumen von 29,4 Milliarden Dollar den größten Börsengang aller Zeiten hinlegte.

"Handelskonflikte und der Brexit lähmten", sagte EY-Experte Martin Steinbach. Zudem sorgten die Eintrübung der Konjunktur und Börsenturbulenzen für Verunsicherung. Einige prominente Börsenneulinge erwiesen sich für die Investoren als schlechtes Geschäft, ihre Aktienkurse brachen nach der Erstnotiz ein. So haben die Papiere des US-Mitfahrdiensts Uber seit dem acht Milliarden Dollar schweren Börsengang mehr als ein Drittel ihres Werts verloren. Andere einst hochgelobte Unternehmen wie der US-Bürovermieter WeWork, dessen Börsenpläne krachend scheiterten, schafften es gar nicht erst auf das Parkett.

Auch in Deutschland war die Liste der Unternehmen, die ihre Börsenträume begraben mussten, lang. Nur das schwäbische Software-Unternehmen Teamviewer, die Volkswagen-Nutzfahrzeug-Tochter Traton und der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) brachten nennenswerte Summen ein - Anfang des Jahres hatten Experten noch auf mehr als 15 solcher Emissionen gehofft. Dabei stand Teamviewer allein mit zwei Milliarden Euro für mehr als die Hälfte des Emissionsvolumens von 3,6 Milliarden Euro.

Nun hoffen Banken und Berater auf das nächste Jahr. Weltweit zeichneten sich gerade für das erste Halbjahr 2020 – also vor der US-Präsidentschaftswahl – stärkere IPO-Aktivitäten ab, zeigte sich Steinbach optimistisch. "Vor allem die Hoffnung auf ein Ende des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits könnte den Markt beflügeln", sagte er. Auch in Deutschland stünden viele hochkarätige Kandidaten in den Startlöchern. Die niedrigen Zinsen und die Jahresendrally an den Aktienmärkten sorgten für Rückenwind. "Wenn nun der Brexit einigermaßen glimpflich abläuft und sich die Handelskonflikte beruhigen, sollten zehn Börsengänge in Deutschland erreichbar sein."

Absehbar sind vor allem Abspaltungen von Großkonzernen wie Wintershall DEA, der Öl- und Gas-Gemeinschaftsunternehmen von BASF, das den Schritt für das zweite Halbjahr anpeilt. Continental hat sich für seine Getriebe-Sparte Vitesco statt eines echten Börsengangs dafür entschieden, die Aktien einfach an die eigenen Aktionäre zu verteilen. Auf diesen Weg hat sich Siemens für seine Energie-Sparte bereits festgelegt. ThyssenKrupp verfolgt für seine Aufzug-Sparte ebenfalls einen Börsengang, auch wenn Konkurrenten und Finanzinvestoren gerne direkt zugreifen würden - und vermutlich auch zum Zug kommen. Auch Unternehmen wie Springer Nature, die in den vergangenen Jahren mit ihren Börsenplänen gescheitert sind, könnten einen neuen Anlauf wagen. Zudem will die Bahn ihre internationale Nahverkehrstochter Arriva aufs Parkett bringen - hat dafür aber Amsterdam als Börsenplatz ausgewählt.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BASF SE 0.95%63.69 verzögerte Kurse.-5.43%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) 0.01%0.843 verzögerte Kurse.-0.34%
GLOBAL FASHION GROUP S.A. 1.11%2.022 verzögerte Kurse.-12.84%
ROCKET INTERNET SE 0.19%21.48 verzögerte Kurse.-2.81%
SIEMENS AG 2.01%117.92 verzögerte Kurse.1.18%
TEAMVIEWER AG 2.11%32.87 verzögerte Kurse.3.11%
THYSSENKRUPP AG 1.48%11.315 verzögerte Kurse.-6.02%
TRATON SE 2.47%23.21 verzögerte Kurse.-2.95%
VOLKSWAGEN AG 0.53%177.52 verzögerte Kurse.0.73%
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Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2019 26 686 Mio
EBIT 2019 1 882 Mio
Nettoergebnis 2019 1 387 Mio
Schulden 2019 7 349 Mio
Div. Rendite 2019 3,91%
KGV 2019 8,15x
KGV 2020 9,33x
Marktkap. / Umsatz2019 0,71x
Marktkap. / Umsatz2020 0,74x
Marktkap. 11 605 Mio
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Unternehmensführung
NameTitel
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Hans Dieter Pötsch Chairman-Supervisory Board
Christian Schulz Chief Financial Officer
Athanasios Stimoniaris Vice Chairman-Supervisory Board
Bernd Osterloh Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
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DEERE & COMPANY-1.81%53 555
VOLVO-1.08%33 274
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