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Aktien Frankfurt: Starke US-Jobdaten treiben Dax wieder über 13 100 Punkte

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06.12.2019 | 14:59

FRANKFURT (awp international) - Erfreuliche Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag dem deutschen Aktienmarkt frische Aufwärtsimpulse gegeben. Der Dax zog an und übersprang wieder die wichtige Marke von 13 100 Punkten. Am Nachmittag legte der Leitindex um 0,66 Prozent auf 13 140,44 Punkte zu, was auf Wochensicht aktuell einem Verlust von 0,7 Prozent entspricht.

"Die Daten des Arbeitsmarktberichts überzeugen", hiess es seitens der Helaba unter Verweis auf die im Vergleich zum Oktober gestiegene Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft und die Arbeitslosenquote. Diese erreichte wie schon im September das niedrigste Niveau seit 1969.

Der MDax rückte am Nachmittag um 0,42 Prozent auf 27 266,60 Zähler vor. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , sprang um 0,91 Prozent hoch.

Im bisherigen Wochenverlauf waren es dagegen immer neue, widersprüchliche Meldungen zum Zollstreit der beiden weltgrössten Volkswirtschaften gewesen, die den Dax auf Achterbahnfahrt geschickt hatten. Zeitweise war er so auch wieder unter 13 000 Punkte gesackt. Das Thema Handelsstreit dürfte auch rasch wieder ins Bewusstsein der Anleger zurückkehren, denn die kommenden Tage müssen zeigen, ob es den USA und China gelingt, sich vor der nächsten, für den 15. Dezember geplanten Zollrunde auf ein erstes Teilabkommen zu einigen.

Unter den Einzelwerten im Dax richtete sich das Interesse besonders auf FMC und die Lufthansa . Die Aktie des Dialysespezialisten gab als schwächster Wert um 1,6 Prozent nach. Die US-Bank Morgan Stanley sieht Risiken für die von FMC ausgegebenen Ziele für das kommende Jahr und stufte das Papier auf "Underweight" ab. Die Papiere der Lufthansa gehörten indes zu den Dax-Favoriten mit plus 1,4 Prozent. Die Investmentbank Mainfirst rechnet 2020 für die Fluggesellschaft mit besser laufenden Geschäften als 2019.

Im MDax war das Papier von Carl Zeiss Meditec nach endgültigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 Schlusslicht mit minus 6,3 Prozent. Nach sehr gut gelaufenen Geschäften des Medizintechnikkonzerns wurde am Markt nun auf Gewinnmitnahmen verwiesen. Erst Ende November hatte die Aktie bei 112,70 Euro ein Rekordhoch erreicht.

Spitzenwert im Index der mittelgrossen Werte war die Kion -Aktie mit plus 4,0 Prozent, während im SDax der Anteilsschein von Jungheinrich um 3,6 Prozent zulegte. Beide Gabelstaplerhersteller profitierten von einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung der Mainfirst-Analysten. Sie erwarten, dass es an den europäischen Endmärkten der beiden Unternehmen allmählich wieder aufwärts gehen wird.

Dass Wacker Chemie eine Gewinnwarnung ausgab, schockierte die Anleger indes nicht, denn dass die Geschäfte mit dem Wacker-Produkt Polysilizium schlecht laufen, ist seit längerem bekannt. Laut der Baader Bank ist das längst eingepreist im Aktienkurs. Das im bisherigen Jahresverlauf schwer gebeutelte Papier legte zuletzt um 2,7 Prozent zu.

Der Euro fiel wieder unter 1,10 US-Dollar und wurde am frühen Nachmittag mit 1,1082 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1094 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite wie am Vortag bei minus 0,32 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 144,30 Punkte. Der Bund-Future (März-Kontrakt) legte um 0,09 Prozent auf 172,36 Punkte zu./ck/men

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
CARL ZEISS MEDITEC AG 1.34%120.8 verzögerte Kurse.6.24%
DAX 0.72%13526.13 verzögerte Kurse.2.09%
EURO STOXX 50 0.90%3808.26 verzögerte Kurse.0.79%
KION GROUP -1.70%61.42 verzögerte Kurse.-0.23%
LUFTHANSA GROUP AG -0.49%15.25 verzögerte Kurse.-7.07%
MDAX 0.70%28669.65 verzögerte Kurse.1.26%
MORGAN STANLEY 1.90%57.51 verzögerte Kurse.10.41%
RUSLAND-RTS 1.55%1637.75 Schlusskurs.5.34%
SDAX 0.42%12542.22 verzögerte Kurse.0.24%
SDAX PERFORMANCE INDEX 9:00-20:00 0.49%12540.38 verzögerte Kurse.0.23%
STOXX 50 0.13%3477.29 verzögerte Kurse.0.76%
WACKER CHEMIE AG -2.43%64.34 verzögerte Kurse.-4.88%
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