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Aktien Schweiz: Konjunkturängste sorgen für Verluste auf breiter Front

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05.08.2019 | 11:40

Zürich (awp) - Die Angst vor einer Eskalation im US-chinesischen Handelsstreit und damit verbunden vor einer Abschwächung der Weltwirtschaft belastet die Schweizer Börse am Montag auf breiter Front. Die Ankündigung neuer Strafzölle gegen China durch US-Präsident Donald Trump und eine Reihe schwacher Konjunkturzahlen aus Europa verstärken laut Händlern die Konjunktursorgen. Viele Investoren flüchten daher in sichere Häfen.

So sind die Renditen der Bundesanleihen weiter auf dem Rückzug. Der Goldpreis steigt, und auch der Franken setzt den Anstieg fort. Der EUR/CHF-Kurs fällt dabei klar unter die Marke von 1,09 auf zuletzt 1,0873 Franken. Noch verlaufe der Rückzug aus den Aktien geordnet, sagt ein Händler. Doch die Anleger seien merklich nervöser, wie auch aus dem Volatilitätsindex der Börse hervorgeht. Das Angstbarometer VSMI stiegt um 9,3 Prozent. "Das ist keine Panik, aber eine ordentliche Verkaufswelle", meint ein Marktbeobachter.

Der Swiss Market Index (SMI) sackt bis um 11.00 Uhr um 2,01 Prozent ab auf 9'606,88 Zähler und erreicht damit den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) fällt um 2,35 Prozent auf 1'462,07 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,98 Prozent auf 11'700,38 Zähler. Sämtliche 30 SLI-Titel notieren im Minus.

Händler verweisen auf die schwachen ISM-Einkaufsmanagerindizes für den Juli aus dem europäischen Dienstleistungssektor, die sich eingetrübt haben. Die Pendants aus dem Produktionsgewerbe hatten zuletzt ebenfalls enttäuscht. Zudem hat sich die Anlegerstimmung in der Eurozone im August weiter verschlechtert. Der Punkt sei längst erreicht, an dem der Konflikt der Weltwirtschaft grossen Schaden zufüge, heisst es am Markt. Am Nachmittag werden auch in den USA die Einkaufsmanagerindizes aus dem Dienstleistungssektor veröffentlicht.

Einmal mehr, wenn China- und Konjunktursorgen die Runde machen, stehen vor allem die Luxusgütertitel Richemont (-5,1%) und Swatch (-4,6%) sowie der Chiphersteller AMS (-5,1%) unter Druck. Auch der Softwarehersteller Temenos (-4,3%) und der Computerzubehörhersteller Logitech (-4,3%) werden arg gebeutelt.

Bei Aktien, die gut gelaufen seien, komme es verstärkt zu Gewinnmitnahmen, heisst es am Markt. So reihen sich auch die Anteile des Pharmazulieferers Lonza (-3,9%) und Vifor (-4,1%) vorne bei den Verlierern ein.

Bei den zyklischen Titeln fallen LafargeHolcim (-3,4%), ABB (-2,8%), Adecco (-2,8%), Geberit (-2,6%) und Sika (-2,2%) mit grösseren Einbussen auf.

Vergleichsweise gut schlagen sich die als defensiv eingestuften Telekomwerte von Swisscom (-0,6%). Die Pharmatitel Roche (-1,5%) und Novartis (-1,5%), der Lebensmitteltitel Nestle (-1,6%) bleiben aber von Gewinnmitnahmen nicht verschont. Roche ist mit seinem Immuntherapeutikum Tecentriq einen wichtigen Schritt voran gekommen. In der IMvigor130-Studie seien die gesteckten Ziele erreicht worden.

Sinkende Renditen und die Angst vor einer Ausweitung der Negativzinsen mit all den negativen Folgen für die Ertragsaussichten machen den Bankaktien zu schaffen: Credit Suisse fallen um 2,6 Prozent, Julius Bär 2,6 Prozent und UBS um 1,8 Prozent.

Heftige Abschläge verzeichnen die am breiten Markt gehandelten Ascom-Aktien mit einem Abschlag von 12,2 Prozent. Nach einem enttäuschenden 1. Halbjahr verlässt CEO Holger Cordes das Unternehmen.

Eine vorsichtige Geschäftsprognose machen den Aktien von Interroll (-6,8%) und Belimo (-5,1%) nach einem guten Halbjahr zu schaffen.

Deckungskäufe verhelfen den Aktien von Schmolz + Bickenbach (+5,0%) zu einer leichten Erholung. Die Aktien des Stahlkochers haben nach einer Gewinnwarnung in den vergangenen Wochen massiv Terrain eingebüsst.

Einen weiterhin volatilen Verlauf weisen Asmallworld (+7,0%) auf. Der Titel des Sozialen Netzwerks für Reiche stand in den vergangenen Monaten stark unter Druck und hat seit Jahresanfang rund zwei Fünftel des Werts verloren.

pre/rw

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ABB LTD 0.70%20.25 verzögerte Kurse.7.57%
ADECCO GROUP 0.84%57.5 verzögerte Kurse.24.15%
ASCOM HOLDING AG 0.00%10.08 verzögerte Kurse.-25.77%
ASMALLWORLD AG -6.13%2.91 verzögerte Kurse.-21.52%
BELIMO HOLDING AG 0.18%5460 verzögerte Kurse.38.32%
COMPAGNIE FINANCIÈRE RICHEMONT 0.75%80.76 verzögerte Kurse.27.24%
CREDIT SUISSE GROUP AG 2.10%13.1 verzögerte Kurse.18.80%
EURO / SWISS FRANC (EUR/CHF) 0.01%1.09616 verzögerte Kurse.-2.66%
GEBERIT -0.13%477.7 verzögerte Kurse.25.11%
INTERROLL HOLDING AG 2.02%1916 verzögerte Kurse.29.34%
LAFARGEHOLCIM 1.02%49.55 verzögerte Kurse.21.11%
LOGITECH INTERNATIONAL -0.24%41.52 verzögerte Kurse.34.61%
LONZA GROUP -0.88%338.2 verzögerte Kurse.33.96%
NESTLÉ S.A. -3.38%106.26 verzögerte Kurse.37.82%
NOVARTIS -1.52%86.66 verzögerte Kurse.18.45%
ROCHE HOLDING 1.35%270.8 verzögerte Kurse.11.61%
SMI -0.46%10047.34 verzögerte Kurse.19.75%
SPI -0.64%12170.68 verzögerte Kurse.24.61%
SWISSCOM -0.39%490.3 verzögerte Kurse.4.79%
SWITZERLAND SWISS LEADER -0.01%1549.24 verzögerte Kurse.19.55%
TEMENOS GROUP 0.00%Schlusskurs.40.17%
THE SWATCH GROUP 0.53%284.8 verzögerte Kurse.-1.19%
UBS GROUP 2.33%11.625 verzögerte Kurse.-7.15%
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