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Aktien Schweiz: Leichte Erholung - Handelsstreit bleibt im Fokus

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12.07.2018 | 11:36

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt am Donnerstagvormittag eine leichte Erholung nach den deutlichen Kursverlusten des Vortags. Weiterhin bleibt aber der neu aufgeflammte Handelsstreit das beherrschende Thema an den Finanzmärkten. Man wisse derzeit nicht, was als nächstes komme, meint ein Marktanalyst: "Jede Annäherung in diesem Konflikt könnte eine Erleichterungs-Rally zünden, jede weitere Eskalation neue Kursverluste."

Insgesamt steige aber die Angst vor Störungen der Weltwirtschaft von Tag zu Tag, was auch der Einbruch der Rohstoffpreise vom Vortag belegt, so ein Händler. Etwas für Ablenkung sorgt die nun angelaufene Berichtssaison zum zweiten Quartal, wobei die ersten Ergebnisse von den Anlegern durchzogen aufgenommen worden sind. Am Nachmittag dürften vor allem neue Daten zur US-Inflation im Mittelpunkt stehen.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 11.05 Uhr um 0,37 Prozent im Plus auf 8'715,00 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt um 0,10 Prozent auf 1'436,50 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt 0,30 Prozent auf 10'456,28 Zähler. Von den 30 grössten Titeln notieren 16 im Plus, 13 im Minus und einer (Kühne+Nagel) unverändert.

Gestützt werden die Indizes vor allem von klaren Avancen der schwergewichtigen Roche (+1,6%), die von einer Kaufempfehlung durch das Berenberg-Aktienresearch profitieren. Der zuständige Analyst attestiert dem Pharmakonzern deutliche Fortschritte mit seiner Pipeline. Zudem hat das Unternehmen bekanntgegeben, für ein Leukämiemittel in den USA eine ergänzende Zulassung zu beantragen.

Auch die Titel des Roche-Konkurrenten Novartis (+0,7%) legen deutlich zu und auch das Börsen-Schwergewicht Nestlé (+0,3%) stützt den Markt. Erneut gesucht sind zudem die seit längerem steigenden Titel des Pharmaunternehmens Vifor (+1,6%), die im Verlauf des Vormittags erneut neue Höchststände markiert haben.

Bei den zyklischen Werten geben ABB (-0,8%) deutlich nach. Im Markt wird auf eine Verunsicherung der Investoren bezüglich des anstehenden Halbjahresergebnisses verwiesen. LafargeHolcim (-1,0%) leiden derweil unter skeptischen Analysteneinschätzungen. So sieht Goldman Sachs anhaltenden Gegenwind aus den Schwellenländern für den Zementkonzern.

Bei den Grossbanken geben CS (-0,2%) leicht nach während UBS etwa auf dem Vortagesschluss notieren. Deutlichere Abgaben setzt es für die Titel der Privatbank Julius Bär (-2,1%) und für die Aktien des Asset Managers Partners Group (-2,6%), der am Morgen Halbjahreszahlen vorgelegt hat. Der Spezialist für Privatmarktanlagen habe dabei die hohen Erwartungen der Analysten für einmal nur bedingt erfüllt - was für den Markt eine "ungewohnte Erfahrung" sei, wie etwa die ZKB kommentiert.

Auch am breiten Markt stehen die Finanzwerte unter Druck. So sind die Aktien der Bank Vontobel mit einem Minus von 5,4 Prozent schwächste Werte im SPI. Die Analysten von Citigroup senken das Rating für die Vontobel-Titel auf "Neutral" von bisher "Buy", wobei sie vor allem auf den seit Anfang Jahr stark gestiegenen Aktienkurs verweisen.

Die Aktien der Waadtländer Kantonalbank und der Bank Valiant (je -3,5%) werden derweil in einer Credit Suisse-Branchenstudie mit "Underperform" bewertet. Abgaben erleiden auch die LLB-Aktien (-2,8%), die Liechtensteiner Bank hat am Morgen einen Gewinnrückgang im Halbjahr angekündigt.

Deutlich im Plus notieren dagegen die Titel des Schraubenspezialisten Bossard (+5,4%) nach Zahlen zum ersten Semester. Die Analysten loben die starke Entwicklung nicht zuletzt in der Region Asien. Positiv aufgenommen werden zudem die Halbjahreszahlen des Handelsunternehmens DSKH (+1,6%). VAT (+4,0%) profitieren derweil von einer Kaufempfehlung durch die britische Bank HSBC.

tp/kw

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