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Aktien Schweiz Schluss: Kursgewinne auf breiter Front - Schwergewichte ziehen

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14.03.2019 | 18:16

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Donnerstag mit deutlichen Gewinnen beendet. Nach einem festeren Start fielen die Kurse zwar etwas zurück und pendelten längere Zeit (auf höherem Niveau) seitwärts, gegen Handelsschluss gab es dann aber nochmals Bewegung nach oben. Getragen wurde der Anstieg zu einem guten Teil von Gewinnen der Marktschwergewichte Nestlé, Roche und Novartis. Vor allem verfallsbedingte Transaktionen hätten für Unterstützung gesorgt, hiess es im Handel.

Marktteilnehmer warnten aber auch vor zu grossem Optimismus. "Der grosse Eurex-Verfall hat die Märkte gestützt", sagte ein Händler. Es sei aber in den vergangenen Jahren immer wieder vorgekommen, dass sich die Stimmung nach dem März-Verfall abgeschwächt habe. Am (morgigen) Freitag findet der von Händlern als Hexensabbat bezeichnete dreifache Options- und Futures-Verfall statt, bei dem es gerne zu heftigen Kursausschlägen kommt. Auch die Brexit-Thematik und der Handelsstreit zwischen den USA und China seien nicht einfach verschwunden. Je nach Nachrichtenlage könnte es schnell zu Gewinnmitnahmen im grösseren Stil kommen, meinte ein Marktteilnehmer.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann zum Handelsschluss 1,01 Prozent auf 9'481,90 Punkte, im Tageshoch bzw. neuen Jahreshoch stieg er gar bis auf 9'498,48 Zähler. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) avancierte um 0,99 Prozent auf 1'461,37 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,97 Prozent auf 11'223,63 Zähler. Von den 30 Blue Chips schlossen bis auf einen (Schindler) alle mehr oder weniger klar im Plus.

Klar grösste Gewinner unter den Blue Chips waren Vifor mit einem sehr hohen Plus von 7,8 Prozent. Der Pharmakonzern hat Zahlen über den Erwartungen vorgelegt und will auch in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Beobachter machten aber vor allem ein wiedererwachtes Interesse der Anleger an Pharmawerten sowie vereinzelte Deckungskäufe für den Kurssprung verantwortlich.

Weit oben waren auch die Papiere des Reisedetailhändlers Dufry (+3,2%) zu finden. Hier gefielen neben den Ergebnissen des vergangenen Jahres die Aussichten auf eine höhere Dividende, wie ein Händler meinte. Stark gefragt waren überdies Anteile zyklischer Firmen wie des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+3,1%) oder des Bauzulieferers Geberit (+2,9%). Auch die defensiven Papiere des Hörgeräteherstellers Sonova (+2,7%) schafften es weit nach oben.

Wichtige Stützen des Marktes waren aber vor allem die Marktschwergewichte Roche, Nestlé und Novartis - alle mit satten Gewinnen von 1,2 bis 1,3 Prozent. Bei Nestlé berichteten Händler von seit Tagen auffälligen Käufen im Vorfeld des grossen Derivatverfalls. Die Aktien des weltgrössten Nahrungsmittelherstellers erreichen seit einiger Zeit immer wieder neue Allzeithochs.

Einziger Verlierer waren Schindler (-0,9%), die damit den Abwärtstrend fortsetzten. Nach Goldman Sachs und Barclays hat am Donnerstag nun auch die französische Société Générale den Titel des Liftbauers wegen Sorgen um die Margenentwicklung und aufgrund der starken Kursperformance in letzter Zeit auf 'Hold' von 'Buy' herabgestuft. Nur knapp in den schwarzen Bereich schafften es ausserdem die beiden Techwerte AMS und Temenos.

Auch ABB und Swatch (je +0,2%) waren nicht gross gesucht. Letztere hatten anfänglich von Worten des Konzernchefs Nick Hayek, der sich an der Bilanzpressekonferenz positiv über das Geschäft geäussert hatte, profitiert. Später fielen die Papiere dann aber wieder zurück.

Im breiten Markt fielen unter anderem Cicor mit einem Kursplus von fast 12 Prozent auf. Der Leiterplattenhersteller hat den Gewinn zweistellig gesteigert und will die Dividende erhöhen. Dagegen sackten die Aktien von Komax um gegen 17 Prozent ab. Der Kabelmaschinenhersteller geriet vor allem wegen einer schwachen Prognose unter Druck.

Die Aktien von Comet (-6,4%) litten darunter, dass das Unternehmen wegen der "sehr geringen Visibilität" im Halbleitermarkt auf eine detaillierte Prognose für 2019 verzichten musste. Beim einstigen "Börsenliebling" Comet sei die Wachstumsfantasie mittlerweile verflogen, stellte ein Analyst fest.

uh/ys

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