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Bitcoin ist kaum zu stoppen - 8'000 Dollar überschritten

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14.05.2019 | 07:43

Zürich (awp) - Die Preise an den Kryptomärkten kennen momentan nur eine Richtung: nach oben. Angeführt vom Bitcoin, der alleine in der letzten Woche um über ein Drittel zulegte, steigen auch die Kurse im gesamten Kryptowährungsmarkt weiterhin markant an.

Am Dienstag schraubte sich der Bitcoin-Preis abermals in die Höhe. Auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp stieg eine Einheit der "Krypto-Leitwährung" zeitweise bis auf 8'282 Dollar. Das ist der höchste Wert seit Juli 2018. Ende März wurden noch Preise von unter 4'000 Dollar bezahlt.

Die Treiber des neuen Kursanstiegs sind laut Beobachtern vielfältig. Einerseits habe der zuvor monatelange Seitwärtstrend einen Ausbruch erwarten lassen. Andererseits hätten die lange an den Seitenlinien positionierten institutionellen Investoren nun Vertrauen gefasst und viel frisches Geld in den Markt gepumpt.

Handelskonflikt als Treiber

Aber auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China gilt als Grund für die Kurssprünge der letzten Wochen: "Dahinter dürften vor allem chinesische Käufer stecken, die sich in der Kryptowährung eine Absicherung gegen den Absturz des Yuan versprechen", hiess es in einem Marktkommentar von CMC Markets.

Einen weiteren Grund für den derzeit wieder raketenhaften Anstieg sehen Händler die scheinbar gelassenere Haltung von Anlegern auf schlechte Nachrichten. Unlängst litten grosse Handelsplattformen wie Bitfinex unter Liquiditätsproblemen oder wurden wie die asiatische Kryptobörse Binance von Hackerangriffen heimgesucht.

"Nun verkündigte Bitfinex, dass in Rekordzeit frisches Geld im Umfang von einer Milliarde Dollar bei Investoren eingesammelt werden konnte", erklärte Patrick Heusser von Crypto Broker gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Dies habe sowohl das Vertrauen in den Markt, aber auch in die Krypto-Handelswährung Tether, die eng mit dem Unternehmen verknüpft ist, gestärkt.

"Zudem hat der nach einem Hackerangriff vorübergehend eingestellte Handel bei Binance wohl das Angebot an Bitcoins künstlich verknappt", erläutert Heusser weiter.

"Korrektur muss folgen"

Ob der aktuelle Aufwärtstrend bald wieder vorüber sein könnte, sei momentan schwierig zu sagen, meint dazu Julien Hawle: "Klar ist, dass eine Korrektur folgen muss, die Frage ist nur wann und in welchem Umfang", erklärte der Blockchain-Experte der Bank Frick.

So gilt etwa die Grenze von 10'000 Dollar als psychologisch wichtige Marke, was die Nachhaltigkeit der jüngsten Preisentwicklungen anbelangt. Sollte diese Grenze ebenfalls durchbrochen werden, gehen Marktbeobachter zumindest kurzfristig nicht von einem abrupten Preisabsturz aus. Von den Höchstständen bei knapp 20'000 Dollar zum Jahresende 2017 ist der Bitcoin auch dann aber immer noch weit entfernt.

sta/tp

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