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Bundesbank sieht Wirtschaft im Aufwind - Wachstumstreiber Autokäufe

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15.04.2019 | 12:37
Pens with the Bundesbank's logo are pictured ahead of the annual news conference in Frankfurt

Berlin (Reuters) - Nach längerer Durststrecke ist die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres offenbar wieder in die Wachstumsspur zurückgekehrt.

Sie habe im Winter gestützt auf Sondereffekte "wohl moderat" zugelegt, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank: "Die ohnehin boomende Baubranche profitierte zusätzlich von der im Februar günstigen Witterung." Zudem sei der private Konsum nach einem Durchhänger in der zweiten Jahreshälfte 2018 wieder im Aufwind. "Zusätzliche Impulse für die privaten Konsumausgaben kamen wohl von einem lebhaften Pkw-Absatz." Offenbar hätten die Verbraucher Neuwagenkäufe nachgeholt, die sie im Herbst aufgrund des begrenzten Modell-Angebots aufgeschoben hatten.

Damals litt die Automobilindustrie unter Schwierigkeiten mit der Einführung des neuen Abgastestverfahrens WLTP. "Die konjunkturelle Grundtendenz der deutschen Wirtschaft ohne diese Sondereinflüsse bleibt allerdings verhalten. Dies liegt primär an dem anhaltenden Abschwung in der Industrie", so das Fazit der Bundesbank. Die Ausgabenspielräume der Verbraucher hätten sich "durch die zur Jahreswende in Kraft getretenen Fiskalmaßnahmen" allerdings vergrößert. Die Arbeitnehmer wurden bei den Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung entlastet, da Arbeitgeber die Hälfte des Zusatzbeitrages übernehmen. Bei der Einkommensteuer wurde zudem der Grund- und der Kinderfreibetrag angehoben.

Auch das Bundeswirtschaftsministerium hatten sich jüngst optimistisch gezeigt, dass die Konjunktur auf dem Weg der Besserung sei. Die Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe dürfte demnach durch die übrigen Wirtschaftsbereiche mehr als wettgemacht worden sein. Im Sommer 2018 war Europas größte Volkswirtschaft erstmals seit dreieinhalb Jahren geschrumpft, ehe am Jahresende eine Stagnation folgte.

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