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Devisen: Euro steigt zum Dollar - fällt zum Franken unter 1,13

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06.12.2018 | 17:22

FRANKFURT (awp international) - Der Euro ist am Donnerstag zum US-Dollar gestiegen. Nachdem sich der Kurs bis zum Mittag wenig verändert bei 1,1340 Dollar gehalten hatte, legte er im Nachmittagshandel deutlich und stieg über 1,14. Nach dem Tageshoch bei 1,1413 Dollar, liegt der Kurs am frühen Abend allerdings wieder etwas tiefer bei 1,1381.

Starken Auftrieb erhielt als sicherer Hafen der Schweizer Franken. Der Euro fällt zum Franken unter 1,13 und notiert am frühen Abend auf 1,1291. Der Dollar rutscht vorübergehend unter 0,99 zum Franken, notiert am frühen Abend aber wieder darüber bei 0,9921.

Marktbeobachter sprechen von einer Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen habe. Am Nachmittag sind die Renditen für amerikanische Staatsanleihen deutlich gefallen. Am Markt wird zwar weiter fest damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins auf ihrer Dezember-Sitzung um weitere 0,25 Prozentpunkte anheben wird. Für das kommende Jahr gehen aber immer mehr Anleger davon aus, dass der US-Leitzins nicht weiter steigen könnte. Die fallenden Renditen für Staatspapiere haben den Dollar belastet.

Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählt neben dem Schweizer Franken auch der japanische Yen. Beide Währungen waren als sichere Häfen im Tagesverlauf wegen starker Kursverluste an wichtigen Aktienmärkten gefragt. Als Ursache für die schlechte Stimmung an den Finanzmärkten gilt die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada. Diese war auf Geheiss der USA erfolgt. Der Vorfall birgt politischen Sprengstoff, weil er den schwelenden Wirtschaftskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China anheizen könnte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88930 (0,88885) britische Pfund und 128,04 (128,31) japanische Yen fest.

Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1242,55 (1235,90) Dollar festgesetzt.

jkr/la/jha/jl

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