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Hoftex : 06.12.2018 Tschüss Verschwendung, hallo Zukunft!

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06.12.2018 | 16:25

Frankenpost Münchberg Helmbrechtser Tageszeitung vom 06.12.2018

Autor:

Von Corinna Martin

Gattung:

Tageszeitung

Seite:

13

Auflage:

5.832 (gedruckt) 5.584 (verkauft) 5.766 (verbreitet)

Ressort:

Hof-Stadt

Reichweite:

0,014 (in Mio.)

Seitentitel:

STADT und LANDKREIS HOF

Tschüss Verschwendung, hallo Zukunft!

Knappe Ressourcen, Strudel aus Plastik - die Menschheit müllt den Globus voll. An der Hofer Realschule informiert der Verein Multivision über das Ausmaß.

Hof- Wir verbrauchen mehr, als es die Erde zulässt. Das Klima verändert sich, die Ressourcen werden knapper. Aber jeder kann etwas dagegen tun. Die Schüler der Johann-Georg-August-Wirth-Realschule in Hof erfuhren im Rahmen eines Vortrags des Vereins Multivision allerhand über Nachhaltig-keit und Ressourcenschutz. Moderator Anton Frisch erklärte den Schülern je nach Klassenstufe altersgerecht, was es damit auf sich hat. Das Projekt "Reduse", dessen Name sich aus den englischen Wörtern "reuse" und "reduce" zusammensetzt, wird von der Hilfsorganisation Oxfam und der Ver-braucherzentrale unterstützt. Dass die Bildungsveranstaltung in der Real-schule und auch am Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium stattfinden kann, machen auch die Hoftex Group, die VR-Bank Bayreuth-Hof und die Sparkasse Hochfranken als Sponsoren möglich. Das sagen Schüler

Artur Altergott, 12 Jahre, Klasse 6c: "Ich finde es schlimm, unter welchen Bedingungen manche Kinder arbeiten müssen. Sehr wenige Menschen ver-brauchen sehr viel von den Rohstoffen. Wenn man Glasflaschen statt Plastikfla-schen verwendet, kann man die Getränke umfüllen. Diese Flaschen kann ich dann wiederverwenden und so weni-ger Plastik verbrauchen. Wenn ich zum Einkaufen eine Tragetasche mitnehme, schütze ich die Umwelt. Ich kann Dinge kaufen, die sich wiederverwerten lassen, zum Beispiel Ordner aus Papier statt aus Plastik. Ich habe außerdem nicht gewusst, dass wir so viel wegschmei-ßen."

Olga Melnikova, 13 Jahre, Klasse 6c: "Es hat mich schockiert, wie viel Müll es gibt. Ich muss Dinge nicht immer gleich wegwerfen, man kann sie aufhe-ben und dann teilen oder tauschen. Alte Kleidung kann ich in Second-Hand-Läden geben. Ich wusste nicht, dass dashalbe Meer voll mit Müll ist und dass wir so viel mehr verbrauchen als nach-wachsen kann. Man sollte Dinge kaufen, die recycelt werden können und den Müll trennen. Ich verwende Blätter so lange, bis sie voll sind und schmeiße sie nicht sofort weg. Ich nehme sie dann als Notizzettel. So verbrauche ich weniger Papier." "Wer hat heute schon Roh-stoffe benutzt?", fragte Anton Frisch von Multivision zu Beginn die Schüler der fünften und sechsten Klassen, die eifrig mitmachten. Der Plastik-Joghurt-becher vom Frühstück wird nämlich aus Erdöl hergestellt, demselben Rohstoff, der auch in Benzin und Diesel steckt. Papier besteht ebenso aus Holz wie der Bleistift, mit dem sie darauf schreiben und die Stufen, auf denen sie sitzen. "Wir brauchen ständig Rohstoffe", fasst es der Moderator zusammen. "Aber wie viel haben wir davon und wie gehen wir damit um?" Man unterscheidet zwi-schen nachwachsenden und nicht nach-wachsenden Rohstoffen. Dann startete Anton Frisch ein Experiment: "Auf der Erde leben 7,6 Milliarden Menschen. Stellt euch vor, dass wir im Saal die Weltbevölkerung darstellen." Alle Kin-der standen auf und durften sich je nach Geburtsmonat nach und nach wieder setzen. Am Ende standen nur noch die-jenigen, die ihren Geburtstag im Juli, August oder September feiern. Sie repräsentierten das reiche Viertel der Erde, das etwa drei Viertel der Ressour-cen verbraucht. Aber was bedeutet eigentlich Reichtum? Einige der Kinder stellen sich darunter viel Geld, teure Autos und große Villen vor. Anton Frisch erklärte aber, dass Reichtum bedeutet, Zugang zu ärztlicher Versor-gung, genug zu essen, sauberem Trink-wasser und Zugang zu Bildung zu haben. Der "Earth overshoot day" - der Welterschöpfungstag - tritt jedes Jahr früher ein. 2018 war es bereits am ersten August so weit, dass die Menschen so viel verbraucht haben, wie die Erde ineinem Jahr erneuern kann. "Wir sind gierig nach mehr. Zusätzlich animiert die Werbung dazu, die neuen Dinge zu brauchen, damit man als cool gilt", sagte Frisch. 2014 hat jeder Deutsche im Durchschnitt 618 Kilogramm Abfall produziert. "Reduce", "reuse" und "recy-cle" müsse also die Devise lauten. Den Verbrauch reduzieren, Dinge wiederver-wenden, sie in den Kreislauf zurückfüh-ren. Durch Abholzung und Rodung - unter anderem um Papier herzustellen - vermindert sich die Fläche des Regen-waldes jährlich um 13 000 000 Hektar. Die Kinder sahen außerdem, wie Kin-der in Usbekistan Baumwolle ernten müssen. Insekten werden gegenüber den hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln resi-stent, bei den auf den Feldern arbeiten-den Menschen führen sie zu Atemwegs-erkrankungen, Augenentzündungen und Leber- und Nierenschäden. Arbeiter, die in China und Bangladesch unter ande-rem Jeans im Used Look herstellen, tra-gen oft keine Schutzkleidung. Das kann in kürzester Zeit zur Staublunge führen. Ein weiteres Problem ist Aluminium. Im Alltag begegnet es uns in Form von Getränkedosen, Kaffeekapseln, Joghurt-deckeln und natürlich Alufolie. Für die Gewinnung benötigt man Bauxit, das zu 90 Prozent in einer sehr dünnen Schicht unter dem Regenwald lagert, der abge-holzt wird. Für die Herstellung einer Tonne Aluminium sind 15 700 kWh nötig, 27-mal mehr Energie als für die gleiche Menge Glas, das sich sehr gut recyceln lässt. Auch Plastik ist sehr langlebig. Bis es sich zersetzt, kann es 100 Jahre dauern. Ein Drittel des produ-zierten Plastiks landet in den Weltmee-ren. Im Nordpazifik wächst ein Pla-stikstrudel heran, der mehr als vier Mal so groß ist wie Deutschland. Damit die-ser nicht noch weiter wächst, gibt es zum Beispiel sogenannte Unverpackt-Läden. Die Kunden bringen die Behält-nisse für die Lebensmittel selbst mit. Die Müllvermeidung steht also an erster

Stelle, um dem Planeten etwas Gutes zu tun.

Wörter:

833

© 2018 PMG Presse-Monitor GmbH

Hoftex Group AG veröffentlichte diesen Inhalt am 06 Dezember 2018 und ist allein verantwortlich für die darin enthaltenen Informationen.
Unverändert und nicht überarbeitet weiter verbreitet am 06 Dezember 2018 15:24:09 UTC.

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