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Makro-Briefing: Ein Problem weniger in der EU – Datenpotpourri: Licht und Schatten!

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18.07.2019 | 09:55

Wir wünschen Ursula von der Leyen viel Erfolg bei der Bewältigung der Aufgaben, die vor der EU liegen und beglückwünschen sie zu der Wahl.
Damit ist ein akutes Problem der EU, die zügige Handlungsfähigkeit, bewältigt. Es bleiben aber genügend kritische Themen auf der Agenda.
Das gilt insbesondere für die notwendige Neuordnung des Verhältnisses zu den USA und der Emanzipation von US-Interessen, die nicht europäisch sein können, als auch die Orientierung in Richtung Eurasien, wo derzeit und zukünftig der Takt der Weltwirtschaft vorgegeben wird. Die EU ist bei diesen Themen spät dran.
Das Bild, das die SPD und Grünen bei dieser Wahl Frau von der Leyens abgegeben haben, werden wir nicht kommentieren. Es spricht für sich selbst und ist bezüglich der Begriffe Verantwortung und Solidarität für Europa bemerkenswert.
Frau von der Leyen hat sich eine knappe demokratische Mehrheit sichern können. Circa 100 europäische Sozialisten standen am Ende an ihrer Seite. Die europäischen Liberalen hatten angekündigt, Frau von der Leyen unterstützen zu wollen.
Was Kontinentaleuropa mehr denn je braucht, ist eine innere Solidarität und starke Handlungsfähigkeit, weil Europa angegriffen wird. Sowohl von außen (z.B. US-Handelskrieg, US-Geopolitik, für die Europa die Kosten der Migration trägt) als auch von innen durch Populisten mit offener US-Unterstützung (Bannon als US-Emissär und Strippenzieher, Grenell als US-Botschafter).
Sind diese angeblichen Politiker des „nationalen Interesses“ in der EU nicht Politiker einer US-Unterordnung? Passt das zu deren Gerede über Souveränität?
Fakt ist, dass die existentiellen Risiken, denen Kontinentaleuropa derzeit ausgesetzt ist, seit den Römischen Verträgen von 1957 niemals höher waren.

Datenpotpourri: Europa abwärts, USA ganz gut, Russland stark!

Eurozone:

Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone stellte sich laut Eurostat per Mai auf 23,0 Mrd. Euro nach zuvor 15,7 Mrd. Euro. Die Prognose lag bei 16,3 Mrd. Euro.
Der ZEW-Erwartungsindex für die Eurozone sank per Juli von zuvor -20,2 auf -20,3 Punkte und markierte den tiefsten Wert seit Januar 2019.

Der von ZEW ermittelte Sentiment-Index für Deutschland sank per Berichtsmonat Juli von -21,1 auf -24,5 Zähler (Prognose -22,3) und bewegt sich auf den schwächsten Niveaus seit 2012 (zwischenzeitlich auch Juli und Oktober 2018).

Der ZEW-Lageindex kollabierte von +7,8 auf -1,1 Punkte. Die Prognose lag bei +5,0 Zählern. Der Index markierte den tiefsten Wert seit Juni 2010.

Fazit: Die Lage in der Eurozone ist angespannt. Die Exportabhängigkeit zeigt hier ihr kontraproduktives Gesicht. Getragen wird die europäische Konjunktur primär von der Binnenwirtschaft.

USA:
Per Juni sanken die Importpreise im Monatsvergleich um 0,9% (Prognose -0,7%) und die Exportpreise um 0,7% (Prognose -0,2%).
US-Einzelhandelsumsätze setzten per Juni mit einem nicht erwarteten Anstieg im Monatsvergleich um 0,4% (Prognose 0,1%) nach zuvor 0,4% (revidiert von 0,5%) einen positiven Akzent. Im Jahresvergleich kam es zu einer Zunahme um 3,42% nach 2,92%.
Die US-Industrieproduktion war per Juni im Monatsvergleich unverändert (Prognose +0,1%). Im Jahresvergleich ergab sich ein Anstieg um 1,32% nach zuvor 2,12%. Die Kapazitätsauslastung sank von zuvor 78,1% auf 77,9% (Prognose 78,1%).
US-Lagerbestände verzeichneten per Mai einen Anstieg um 0,3% nach 0,5% im Monatsvergleich (Prognose 0,3%).
Der NAHB Housing Market Index nahm per Berichtsmonat Juli von 64 auf 65 Punkte zu (Prognose 64).

Fazit: Die Lage in den USA erscheint derzeit stabilisiert. Es dominieren leicht positive Überraschungen bezüglich der Erwartungswerte (= positiver Surprise-Index).

Russland:
Die russische Industrieproduktion legte per Juni unerwartet stark um 3,3% nach zuvor 0,9% im Jahresvergleich zu. Die Prognose lag bei 2,0%.
Fazit: Es läuft …


Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten der Unterstützungszone 1.1100 – 30 negiert den positiven Bias des Euros.
Viel Erfolg!

Gastbeitrag von Folker Hellmeyer, Chefanalyst SOLVECON INVEST

www.solvecon-invest.de

Herr Hellmeyer hat am Finanzmarkt ursprünglich als Devisenhändler begonnen. Für Deutsche Bank und Helaba war er in Hamburg, London und Frankfurt tätig. Von 2002 bis 2017 war Herr Hellmeyer Chefanalyst der Bremer Landesbank und hat mit klaren Worten die Entwicklungen an den Börsen und im Finanzmarkt¬geschehen kommentiert.


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