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Mehr Flugzeuge und gefährliche Drohnen am deutschen Himmel

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20.12.2018 | 15:27

LANGEN (dpa-AFX) - Am Himmel über Deutschland ist es im fast abgelaufenen Jahr laut einer Statistik so eng zugegangen wie noch nie. Nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Flugsicherung (DFS) gab es so viele Verkehrsflüge wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik. Gleichzeitig stieg erneut die Zahl der gemeldeten Behinderungen des Flugverkehrs durch unbemannte Drohnen.

In diesem Jahr bis einschließlich Sonntag (16. Dezember) wurden im deutschen Luftraum 3,236 Millionen Verkehrsflüge registriert, wie die Flugsicherung am Donnerstag in ihrer Wochenstatistik mitteilte. Das waren 4,0 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und ebenfalls mehr als im gesamten Jahr 2017, als 3,21 Millionen Bewegungen gezählt worden waren. 2018 wird damit das zweite Rekordjahr in Folge, zumal bis zum Jahresende voraussichtlich noch mehr als 100 000 Flüge hinzukommen. Registriert werden nur die von den Lotsen überwachten Flüge größerer Verkehrsmaschinen nach Instrumentenflugregeln.

Engpässe bei den Fluglotsen hatten im Sommer zu Verspätungen und Flugausfällen beigetragen. Zusätzlich wurden die Verkehrsflieger durch Drohnen behindert, die gefährlich nah an Flughäfen oder auf der Strecke beobachtet wurden. Laut DFS wurden bis einschließlich November 152 Behinderungen gemeldet. Im bisherigen Rekordjahr 2017 waren es nur 88 Fälle.

In Deutschland sind Drohnenflüge über sensiblen Geländen wie dem Start- und Landebereich an Flughäfen verboten - genauso auch unter anderem über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen. Dort, wo es erlaubt ist, müssen die die Geräte während des Fluges grundsätzlich in Sichtweite bleiben und dürfen nicht höher fliegen als 100 Meter. Ausnahmen gibt es auf Modellflugplätzen.

Behinderungen durch Drohnen gibt es auch an Flughäfen im Ausland: Der Londoner Flughafen Gatwick hatte am Mittwochabend alle Starts und Landungen bis auf Weiteres ausgesetzt, nachdem eine Drohne über dem Flugfeld gesichtet worden war./ceb/DP/nas


© dpa-AFX 2018
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