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Niedrigzinsen sorgen für hohe Kreditsummen

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15.05.2019 | 17:45

Im April sorgten die niedrigen Zinsen für eine anhaltende Rekordjagd bei den Kreditsummen im Bereich Baufinanzierung. Dies stellte der Finanzdienstleister Dr. Klein im Rahmen seines aktuellen Trendindikators Baufinanzierung (DTB) fest.

Laut Dr. Klein-Angaben nehmen Darlehensnehmer im April durchschnittlich 248.000 Euro auf, um ihre Immobilie zu finanzieren – im zweiten Monat in Folge ein Plus von 5.000 Euro. Damit steigt die Kreditsumme erneut auf ein Allzeithoch. Möglich wird das für viele unter anderem durch die extrem niedrigen Zinsen, die sich in der Standardrate widerspiegeln. Die Rate wird für einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf errechnet. Im April sinkt sie auf einen fast historischen Tiefstwert: Mit 426 Euro liegt sie nur rund 1,7 Prozent oder 7 Euro über dem Allzeittief im Oktober 2016, heißt es weiter.

Trotz der hohen Darlehen bringen Immobilienkäufer und Hausbauer immer noch viel Eigenkapital in die Finanzierung ein: 16,19 Prozent des Kaufpreises, zusätzlich zu den Erwerbsnebenkosten. Im Umkehrschluss bedeutet das einen Beleihungsauslauf von 83,81 Prozent – 0,46 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Immobilienkäufer nutzen die sehr guten Baufinanzierungs-Konditionen sowohl für eine hohe Anfangstilgung als auch für eine lange Zinsbindung. Die anfängliche Tilgung nimmt im Vergleich zum März leicht zu (plus 0,03 Prozentpunkte) und erreicht mit 2,83 Prozent wieder das hohe Niveau von Februar. Die durchschnittliche Zinsbindung beläuft sich auf 13 Jahre und 10 Monate. Das sind vier Monate weniger als im März, der Zeitraum ist aber immer noch lang. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2017 lagen die durchschnittliche Zinsbindung darunter, so Dr. Klein.

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Bildquelle: markteinblicke.de


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