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Stimmungsumschwung an der Börse - Bewegung im Zollstreit

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13.08.2019 | 18:18
The DAX board is reflected in the logo at the stock exchange in Frankfurt

Frankfurt (Reuters) - Die wieder aufkeimende Hoffnung auf eine Lösung für den Zollstreit zwischen den USA und China lockt Anleger in die Aktienmärkte zurück.

Der Dax schloss am Dienstag nach anfänglichen Verlusten 0,6 Prozent im Plus bei 11.750,13 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann ein Prozent auf 3361,15 Zähler. Der US-Standardwerteindex Dow Jones legte sogar 1,5 Prozent zu. Aber wie nachhaltig sei dieser Stimmungsumschwung, fragte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Wir sind stets nur einen Tweet vom nächsten Kursrutsch oder der nächsten Rally entfernt."

Auslöser des aktuellen Aufschwungs war die Verschiebung einiger geplanter US-Strafzölle auf chinesische Waren. Außerdem telefonierten der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer und Finanzminister Steven Mnuchin nach Aussagen des Handelsministeriums in Peking mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He. Sie hätten weitere Gespräche vereinbart. "Das ist ein Hoffnungszeichen", sagte ein Börsianer. Vor allem die Aussetzung der zusätzlichen Strafzölle werde positiv gesehen. Die Deutlichkeit der Kursreaktion zeige, dass viele Anleger, die auf weitere Kursverluste gesetzt hatten, ihre Wetten auflösen mussten.

CHINA-ABHÄNGIGE WERTE IM AUFWIND - GOLD UND ANLEIHEN FALLEN

Gewinner des Tages waren Aktienwerte, die stark vom Geschäft mit China abhängen. Hierzu gehören unter anderem Chip-Hersteller wie Infineon oder Micron, deren Aktien sich um bis zu 3,8 Prozent verteuerten. Die Papiere des iPhone-Anbieters Apple legten 3,7 Prozent zu. Der Index der europäischen Automobil-Industrie gewann 1,2 Prozent. Bei US-Einzelhändlern wie der Kaufhaus-Kette Macy's, Modefirmen wie Abercrombie & Fitch sowie Sportartikel-Herstellern wie Nike griffen Investoren ebenfalls zu. Unter anderem sollen die zusätzlichen US-Strafzölle auf Bekleidung und bestimmte Spielwaren vorerst nicht in Kraft treten.

Brent verhalf die nachlassende Furcht vor einer weltweiten Rezession zum größten Kurssprung seit fünf Wochen. Die Rohöl-Sorte aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 4,4 Prozent auf 61,13 Dollar je Barrel (159 Liter). Von der "Antikrisen-Währung" Gold trennten sich Investoren dagegen. Das Edelmetall, das zunächst bei 1534,31 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) ein Sechseinhalb-Jahres-Hoch markiert hatte, verbilligte sich bis zum Abend um 0,6 Prozent auf 1501,56 Dollar. Auch Bundesanleihen flogen wieder aus den Depots.

ARGENTINIEN-CRASH SPIELT NUR NOCH ZWEITE GEIGE

Die US-Zugeständnisse im Handelsstreit drängten den jüngsten Börsencrash in Argentinien, der zunächst auf der Anlegerstimmung gelastet hatte, in den Hintergrund. Die Niederlage des als marktfreundlich geltenden argentinischen Staatschefs Mauricio Macri bei einem wichtigen Stimmungstest für die Präsidentschaftswahlen hatte dem Leitindex der Börse Buenos Aires am Montag in Dollar gerechnet einen Kurseinbruch um fast 50 Prozent eingebrockt. Am Dienstag legte er wieder 8,1 Prozent zu. Für die Währung des Landes ging die Talfahrt dagegen weiter. Ein Dollar verteuerte sich um 4,5 Prozent auf 54,50 Peso.

GESENKTE PROGNOSE SCHRECKT HENKEL-ANLEGER AB

Im Dax fielen die Titel von Henkel gegen den Trend um 7,1 Prozent. Das ist der größte Tagesverlust seit rund sieben Monaten. Das Quartalsergebnis des Konsumgüter-Herstellers sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schrieb Analyst Heiko Feber vom Bankhaus Lampe. Die gekappten Gesamtjahresziele lägen zudem unter den bisherigen Markterwartungen.

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