Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

Studie : Armutsrisiko von Familien erhöht sich mit jedem Kind

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
07.02.2018 | 05:53

GÜTERSLOH (dpa-AFX) - Die Entscheidung für Familienzuwachs ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage: Denn das Armutsrisiko von Familien erhöht sich mit jedem weiteren Kind, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor geht. Danach war 2015 rund jedes achte Paar (13 Prozent) mit einem Kind armutsgefährdet, rund jedes sechste Paar mit zwei Kindern (16 Prozent) und fast jedes fünfte (18 Prozent) mit drei Kindern.

Als arm gelten demnach Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt. Die Studie beruht auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP).

Das Armutsrisiko von Familien sei damit deutlich höher, als bislang angenommen, so die Forscher der Ruhr-Universität Bochum, die die Studie erstellt haben. Sie kritisieren die in der Armutsforschung weit verbreitete OECD-Methodik - und setzen auf eine neue Berechnungsart. Eine Folge der bisherigen OECD-Methodik sei, dass arme Haushalte systematisch reicher gerechnet werden als sie sind, und reiche Haushalte systematisch ärmer, sagt Antje Funcke, Expertin für das Thema bei der Bertelsmann-Stiftung.

Ein Beispiel: Die Studie der Bertelsmann-Stiftung geht davon aus, dass 68 Prozent der Alleinerziehenden 2015 armutsgefährdet waren - nach der OECD-Methodik sind es mit 46 Prozent deutlich weniger. Zudem habe sich von 1991 bis 2015 die Einkommenschere zwischen wohlhabenden und armen Familien viel stärker auseinander entwickelt als bislang angenommen.

Knackpunkt ist die Berechnung der sogenannten Äquivalenzskalen: Sie benutzen Forscher, um verschieden große Haushalte miteinander vergleichen zu können. Ein Beispiel: Eine Familie mit vier Personen hat gegenüber einem Single den Vorteil, dass sie nicht vier Esstische für den gleichen Wohnkomfort braucht. Dadurch hat die Familie Einsparungen und diese berücksichtigen die Äquivalenzskalen.

Laut OECD-Skala ist es so, dass für jedes Haushaltsmitglied über 14 Jahren ein Äquivalenzgewicht von 0,5 und für jedes unter 14 Jahren von 0,3 angenommen wird. Die Forscher der Ruhr-Universität haben nun zusätzlich das verfügbare Haushaltseinkommen berücksichtigt.

Der Ruf nach einer neuen Methodik ist nicht unumstritten: "Die Diskussion um die Methodik wird seit den 90er Jahren geführt", sagt der OECD-Experte für dieses Thema, Michael Förster. Wieder methodische Diskussionen zu führen, sei ein Rückschritt. Es brauche die OECD-Skala, um Ländervergleiche zu ermöglichen. Der Trend der Bertelsmann-Studie sei aber sicherlich richtig, "wir kommen im Detail nur zu anderen Ergebnissen".

Die Stiftung fordert angesichts der neuen Studie ein größeren Gewicht auf die Bekämpfung von Armut zu legen. Vor allem Alleinerziehende bräuchten stärkere Unterstützung./krk/DP/zb


© dpa-AFX 2018
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
11:21DEVISEN : Euro gibt nach
DP
11:01OTS : Sky Deutschland / Gänsehaut für die Ohren: Sky wirbt umfangreich zum ...
DP
10:59WDH/POLITIK : Italien fordert von EU Lösung im Streit um gerettete Migranten
DP
10:50KLÖCKNER : Bund lässt Landwirte in Dürre nicht hängen
DP
10:45Erdogan - Währungskrise wird Türkei nicht in die Knie zwingen
RE
10:32OTS : VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik / VDE und ...
DP
10:28Rendity startet Expansion nach Deutschland
DP
09:52UM 10 : DAX startet freundlich in die Woche – Fokus bleibt auf Lira und Yuan
MA
09:38Der beste Gin 2018 kommt aus Stuttgart
MA
09:08Neben Union kritisieren auch Grüne Scholz' Vorstoß zum Rentenniveau
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
Werbung