Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

Studie zu Übernahmen : Deutschland kann China nichts entgegensetzen

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
22.05.2018 | 08:11

(Neu: Weitere Details)

PEKING (dpa-AFX) - Deutschland und die EU müssen sich einer Studie zufolge entschlossener für fairen einen Wettbewerb mit China einsetzen. Während Investoren aus der Volksrepublik hierzulande freier Marktzugang geboten werde, schütze die chinesische Regierung ihrerseits strategische Industrien bewusst vor ausländischem Zugriff, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung.

Zwei Tage vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass mehr denn je Technologiefirmen das Ziel chinesischer Investoren sind. Von 175 Übernahmen oder Beteiligungen im Zeitraum von 2014 bis 2017 entfielen demnach 112 auf Branchen, die China mit seiner Strategie "Made in China 2025" besonders stark ausbauen will.

Der ehrgeizige Regierungsplan sieht vor, in vielen Sektoren mit massiven staatlichen Subventionen die Technologielücke zu westlichen Firmen zu schließen und selbst Weltmarktführer hervorzubringen. Produktionsanlagen sollen modernisiert werden und ausländische Technologieexporte durch eigene Innovationen ersetzt werden. Bis 2049, zum 100. Geburtstag der Volksrepublik, soll das Land dann zu einer Industrie-Supermacht aufsteigen.

Laut Studienautorin Cora Jungbluth ist dabei problematisch, dass es auch 17 Jahre nach Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation "keine Wirtschaftsbeziehungen auf Augenhöhe" gebe: "Weder Deutschland noch die EU haben der industriepolitischen Strategie Chinas momentan etwas entgegenzusetzen."

Wenn staatlicher Einfluss den Wettbewerb verzerre oder es zu einer Ungleichbehandlung von Unternehmen komme, sollten die Europäer mit einer Stimme einschreiten. Ein wichtiger Schritt für faireren Wettbewerb sei der Abschluss eines bilateralen Investitionsabkommens zwischen der EU und China, das bereits seit 2014 verhandelt wird.

Für Deutschland schlägt Jungbluth zudem vor, dass die Regierung künftig bei sicherheitsrelevanten Sektoren mit einem Prüfverfahren schon bei Anteilskäufen von 10 Prozent eingreifen kann - statt wie aktuell erst ab 25 Prozent.

Deutschland und Europa müssten entschlossen auftreten. Das Geld aus China dürfe aber auch nicht verteufelt werden. "Gegenwärtig dominiert die Angst vor dem technologischen Ausverkauf. Doch ausländische Direktinvestitionen bringen auch Kapital nach Deutschland und schaffen Arbeitsplätze", erklärt Jungbluth.

Der Großteil der relevanten chinesischen Beteiligungen verteilt sich laut der Studie auf nur drei Bundesländer: Baden-Württemberg (23 Prozent), Nordrhein-Westfalen (20 Prozent) und Bayern (16 Prozent). Dies sind demnach auch genau diejenigen Regionen, in denen die Mehrheit der "Hidden Champions" - also Deutschlands technologische Weltmarktführer - angesiedelt sind.

Besonders großes Interesse zeigten Käufer aus China der Untersuchung zufolge an Unternehmen, die sich mit "energiesparenden Autos und Autos mit alternativer Antriebstechnik" (21 Prozent), "Energiesystemen" (19 Prozent), "Biomedizin" (16 Prozent) sowie "Maschinen mit computergestu?tzter numerischer Steuerung und Robotern" (15 Prozent) beschäftigen./jpt/DP/zb


© dpa-AFX 2018
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
14:40KASPERSKY :  Unternehmen müssen Cyber-Security-Pläne entwickeln
DP
14:40ROUNDUP 4 : Dialog der USA mit Nordkorea kommt in Fahrt - Atom-Abrüstung bis 2021
DP
14:37USA : Philly-Fed-Index überraschend deutlich aufgehellt
AW
14:31Elbe fällt auf niedrigsten Wasserstand seit über 80 Jahren
DP
14:30OTS : Euler Hermes Rating GmbH / Euler Hermes Rating erteilt BBB Rating für ...
DP
14:28USA steigen zum wichtigsten Sojalieferanten der EU auf
DP
14:28Schulze erwartet Erklärung der G7-Umweltminister zu Meeresmüll
DP
14:27Spahn dringt auf bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte
DP
14:18USA steigen zum größten Sojabohnen-Lieferanten der EU auf
RE
13:51EANS ADHOC : Volksbank wien ag
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
Werbung