Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

VIRUS/Agrarminister versprechen genug Lebensmittel für Europäer

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
25.03.2020 | 22:16

(mit Mitteilung der EU-Ratspräsidentschaft)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Europas Lebensmittelproduktion stößt in der Viruskrise auf eine Reihe kritischer Hindernisse. Dennoch werde weiterhin genügend Essen produziert, erklärte die kroatische EU-Ratspräsidentschaft nach einer mehrstündigen Videokonferenz der europäischen Agrarminister am Mittwoch. "Die Minister betonten, dass ausreichend Lebensmittel für europäische Verbraucher vorhanden waren und sein werden", hieß es in der Mitteilung.

Die meisten Mitgliedstaaten hätten in der Konferenz auf Einschränkungen im Warenverkehr, Veränderungen in den Konsummustern und im Ablauf der Nahrungsmittelproduktion sowie Arbeitskräftemangel als Folge der Grenzschließungen, der Regeln für sozialen Abstand und Quarantänevorschriften hingewiesen. Die Auswirkungen reichen so weit, dass mehrere EU-Staaten nach Angaben von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) regulierende Eingriffe in den europäischen Markt für Agrarprodukte verlangten.

Deutschland halte derzeit keine Marktmaßnahmen nötig, sagte Klöckner. Die Ministerin drang angesichts der Viruskrise jedoch auf einen Erhalt der Agrarmärkte. "Wichtig ist, dass die üblichen Bezugs- und Absatzwege weitgehend erhalten bleiben", sagte sie. Eine "wesentliche Voraussetzung" dafür sei, dass der freie Warenverkehr im Binnenmarkt weiter funktioniere. Die EU-Kommission müsse sich aber auch auf schlimmere Störungen des Marktes als bisher vorbereiten.

"Sollte es aufgrund des weltweiten Corona-Geschehens (...) zu außergewöhnlichen Marktstörungen kommen, sollten die Instrumente der Gemeinsamen Marktorganisation einsatzfähig sein", verlangte Klöckner. Die EU-Kommission darf beispielsweise in den Markt eingreifen, wenn es erhebliche Preisschwankungen gibt oder schwere Ungleichgewichte auf dem Markt für landwirtschaftliche Produkte entstehen.

In den vergangenen Wochen hatten etliche EU-Staaten versucht, die Ausbreitung des Coronavirus mit Kontrollen an den sonst offenen Binnengrenzen der EU zu bremsen. Das führte zu langen Wartezeiten für grenzüberschreitende Transporte mit verderblichen Lebensmitteln oder Schlachtvieh. Klöckner betonte, dass viel Lebensmittelhersteller ihre Rohstoffe und Zutaten aus dem EU-Ausland bezögen - beispielsweise Rohmilch für Molkereien. "Hierbei darf es zu keinen Verzögerungen an der Grenze kommen", sagte die Ministerin.

Grenzüberschreitende Transporte sprachen die Minister auf ihrer Konferenz ebenso an wie Probleme beim Einsatz von Saisonarbeitern und Hilfen für Unternehmen in Schwierigkeiten. In Deutschland fehlen Erntehelfer, weil Saisonkräfte wegen geschlossener Grenzen nicht mehr anreisen können. Manche Betriebe könnten wegen der Ernte- und Absatzprobleme in wirtschaftliche Not geraten.

Das Bundesinnenministerium hat am Mittwoch bis auf weiteres ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Die Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, aus Großbritannien, für EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien, die nicht alle Schengen-Regeln vollumfänglich anwenden, sowie für Staaten wie Polen oder Österreich, "zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wieder eingeführt worden sind".

Die EU-Kommission hatte am Dienstag darauf hingewiesen, dass neue Beihilferegeln eine finanzielle Unterstützung von bis zu 120 000 Euro pro Betrieb in Landbau und Fischerei zulassen. Ministerin Klöckner begrüßte diese Möglichkeiten. Die größeren Hilfsmöglichkeiten entsprächen auch einem deutschen Wunsch./ff/DP/he


© dpa-AFX 2020
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
21:11VIRUS : Mehr als 67 000 Corona-Nachweise in Deutschland - 700 Tote
DP
21:10DEVISEN : Eurokurs im US-Handel wieder über 1,10 Dollar
AW
21:04DEVISEN : Eurokurs im US-Handel wieder über 1,10 Dollar
DP
20:55SPD-Chefin fordert neues Gesundheitssystem nach Corona-Krise
DP
20:54VIRUS : UN-Organisationen fordern Freilassung von Flüchtlingen und Migranten
DP
20:31OTS : Börsen-Zeitung / Erster Sonnenstrahl, Kommentar zur chinesischen ...
DP
20:28Barça spart durch Gehaltskürzungen 14 Millionen Fußball-Gehälter
DP
20:22VIRUS/KRAMP-KARRENBAUER : Können nicht alle Anträge auf Amtshilfe erfüllen
DP
20:12Scholz und Söder gegen Corona-Bonds - Italienische Politiker werben
DP
19:41VIRUS : 46 weitere Tote wegen Corona in der Türkei - rund 13 500 Infizierte
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"