Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

Weidmann sieht Perspektive für Abkehr von ultralascher Geldpolitik

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
12.10.2017 | 15:28
Deutsche Bundesbank (German Federal Bank) President Weidmann attends the ‘G20 Africa Partnership – Investing in a Common Future’ Summit in Berlin

Frankfurt (Reuters) - Die EZB sollte aus Sicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bei einer Normalisierung ihrer Geldpolitik möglichem Druck der Euro-Länder nicht nachgeben.

Wenn die Teuerung anziehe, müsse die Notenbank geldpolitisch straffen, sagte Weidmann der "WirtschaftsWoche" laut Vorabbericht vom Freitag. "Und wir dürfen dabei keine Rücksicht auf die Finanzierungslasten der Staaten nehmen." Es werde erwartet, dass in der Euro-Zone der Auslastungsgrad in der Wirtschaft zunehme und der Preisdruck steige. "Das eröffnet die Perspektive auf eine geldpolitische Normalisierung."

Weidmann warnte zudem davor, die Zinsen zu lange niedrig zu halten. Die Phase der Tiefzinsen dürfe nicht zu lange dauern. "Und im Aufschwung müssen die geldpolitischen Zügel zügig und konsequent angezogen werden." Die EZB hält ihre Leitzinsen schon seit längerem auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem erwerben die Euro-Wächter seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Weidmann stand diesen Käufen, die Ende Dezember ein Gesamtvolumen von 2,3 Billionen Euro ereichen sollen, stets kritisch gegenüber. Es wird erwartet, dass die EZB angesichts der wirtschaftlichen Erholung im Währungsraum auf ihrer nächsten Zinssitzung am 26. Oktober beschließen wird, die Käufe ab Januar 2018 herunterzufahren.

Ihr Inflationsziel von knapp unter zwei Prozent wird die Europäische Zentralbank (EZB) nach Ansicht von Weidmann erreichen. Es liege an vorübergehenden Faktoren wie dem Schuldenabbaus der Regierungen, der Unternehmen und privaten Haushalte, dass dies noch nicht der Fall sei. Die Inflation im Währungsraum lag im September lediglich bei 1,5 Prozent. Eine Änderung des Inflationsziels lehnt der Bundesbank-Präsident ab. Die Preiserwartungen würden dann zu entankern drohen. Dies würde der Notenbank das Leben noch schwerer machen. "Es würde unserer Glaubwürdigkeit schaden."

In dem Interview äußerte sich Weidmann zudem kritisch zu Überlegungen, die Euro-Zone zu einer Fiskalunion auszubauen. Weitere Integrationsschritte erforderten verlässliche fiskalpolitische Regeln, sagte er. Für einen Umbau der Euro-Zone in eine fiskalische und politische Union müssten die Staaten Souveränitätsrechte abgeben. "Dies würde eine Änderung der EU-Verträge erfordern. Dafür sehe ich derzeit keine Bereitschaft." Ohne ein Gleichgewicht von Handeln und Haften könne keine stabile Fiskalunion aufgebaut werden: "Wenn einer bestellt und dann andere bezahlen, geht das nicht lange gut."

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
18:38TOURISMUSBAROMETER : Mehr Touristen, Nachholbedarf bei Zufriedenheit
DP
17:59STREIT UM BERLINER STROMNETZ :  Gericht entscheidet im Oktober über Klage
DP
17:59Altmaier verspricht mehr Tempo bei Netzausbau
DP
17:58OTS : WELT / WELT-Emnid-Umfrage zum Wohngipfel: Mehrheit glaubt nicht, dass ...
DP
17:56SPD hadert mit 'GroKo' - Scharfe Kritik an Nahles
DP
17:54DEVISEN : Euro steigt zum Dollar auf höchsten Stand seit Juli - Franken legt zu
AW
17:40Weidmann für Augenmaß bei Regulierung von Firmenübernahmen aus China
RE
17:38Trump nennt Haushaltsentwurf des republikanischen Senats "lächerlich"
RE
17:29FORSCHER : Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt 2019 auf 2,23 Millionen
DP
17:21Bundesbank dämpft Sorgen vor chinesischen Investoren
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
Werbung