Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag im vorbörslichen Geschäft etwas tiefer. Nach dem starken Start ins neue Jahr scheint die Energie für weitere Gewinne zumindest für den Moment etwas zu fehlen. So hat sich der SMI trotz der Turbulenzen in Venezuela und anderer geopolitischer Sorgen an den vergangenen beiden Handelstagen erstmals auf über 13'300 Punkten etabliert und am Vortag ein neues Rekordhoch bei beinahe 13'400 markiert, ehe die Kurse wieder abbröckelten. Am Vortag hatten US-Konjunkturdaten an den Märkten gemischte Gefühle hinterlassen.
Insgesamt würden diese zwar auf eine sich abschwächende US-Wirtschaft hinweisen, immerhin aber nicht auf einen Kollaps, heisst es in einer Einschätzung der Onlinebank Swissquote. In der Folge seien die Erwartungen an eine Zinssenkung durch das Fed im März leicht zurückgeschraubt worden. Für Verunsicherung hatten zudem der US-Präsident mit Aussagen zu Immobilienkäufen und zur Rüstungsindustrie gesorgt. Hinsichtlich der näheren Zukunft der US-Zinsen ist allerdings vor allem der offizielle Arbeitsmarkt vom morgigen Freitag wichtig. In dessen Vorfeld dürften sich die Anleger mit Engagements zurückhalten.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,14 Prozent tiefer bei 13'305,00 Punkten.
Die Mehrheit der Blue Chips wird vorbörslich im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozent tiefergestellt. Ein Ausreisser sind Logitech mit einem Minus von 2,3 Prozent, nach einer Kurszielreduktion durch die UBS.
Gegen den Trend legen Nestlé 0,3 Prozent zu. Allerdings hat der Titel die ersten drei Handelstage des neuen Jahres jeweils tiefer beendet und bietet damit ein gewisses Aufholpotential.
Im breiten Markt fallen Adecco um 2,7 Prozent zurück. Jefferies hat das Rating für die Aktien "Underperform" von "Hold" zurückgenommen. Im selben Umfang sind die Verluste von Bucher Industries nach einer Abstufung durch Berenberg senkt auf "Hold" von "Buy".
Nach oben gehts dafür mit Basilea (+1,9%) nach einem Update zum Geschäftsverlauf. Noch stärker ziehen Dormakaba (+3,9%) an, dies nach dem Erhalt einiger Aufträge für Flughäfen in Deutschland.
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