Was heute an den US-Märkten und weltweit von Bedeutung ist
Von Mike Dolan, Editor-at-Large, Finance and Markets
Ein Einbruch am Rentenmarkt trifft auf den KI-Boom. Verschärft durch weiter steigende Ölpreise, eine sich beschleunigende Inflation sowie die Drohung höherer Zinssätze und steigender Schätzungen zur Staatsverschuldung, wurde der Anleihenmarkt erneut aufgeschreckt, was einen Schatten auf die KI-besessenen Aktienmärkte wirft.
Die Rendite der langfristigen US-Staatsanleihen hat den höchsten Stand seit der Zeit vor der großen Finanzkrise im Jahr 2007 erreicht, wobei die 30-jährigen Renditen über 5,159% stiegen, während die 10-jährigen Renditen auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr kletterten.
Auf diese und weitere Themen werde ich im Folgenden näher eingehen.
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ANLEIHEN VERMIESEN DIE KI-PARTY
Während sich die G7-Finanzchefs am Montag in Paris treffen, breitet sich der Stress am Rentenmarkt weltweit aus.
Die Renditen langfristiger japanischer Staatsanleihen schossen am Montag auf Rekordhöhen. Die europäischen Renditen befinden sich auf dem höchsten Stand seit 15 bis 20 Jahren, während Großbritannien, das angesichts aufkeimender Herausforderungen für die Führung von Premierminister Keir Starmer vor einem neuen politischen Psychodrama steht, seine höchsten langfristigen Kreditkosten seit den 1990er Jahren verzeichnet.
Zinserhöhungen in Europa und Japan werden für den nächsten Monat erwartet, wobei die Wahrscheinlichkeit bei über 50% liegt, dass die Fed bis zum Jahresende folgen wird.
Der Ölschock am Golf steht im Mittelpunkt der jüngsten Inflations- und Zinssorgen. Die Spannungen nehmen dort angesichts neuer Drohnenangriffe, unter anderem auf ein Kernkraftwerk in den VAE, wieder zu, während die Straße von Hormus faktisch für alle außer einem Rinnsal von Tankern geschlossen bleibt.
Die Weltmarktpreise für Rohöl stiegen am Montag über 110 Dollar pro Barrel, als US-Präsident Donald Trump Teheran warnte, dass die 'Uhr tickt', und sich laut Axios-Berichten darauf vorbereitete, militärische Optionen gegen den Iran zu erörtern. Besonders besorgniserregend ist vielleicht, dass die Öl-Futures zum Jahresende auf über 92 Dollar/Barrel gestiegen sind - der höchste Stand seit Kriegsbeginn.
Die Aktienindizes hatten den Ölschock weitgehend ignoriert, beflügelt durch den rasanten KI-Investitionsboom, wurden jedoch durch den Ruck am Anleihenmarkt von ihren Rekordhöhen herabgezogen. Die wichtigsten US-Indizes schlossen am Freitag deutlich im Minus, während asiatische Aktien am Montag nachgaben und die Wall-Street-Futures vor dem Glockenschlag leicht sanken.
In den USA werden die Ergebnisse von Nvidia am Mittwoch die Agenda dieser Woche als entscheidender Test für den KI-Handel dominieren. Unterdessen werden Einzelhändler, angeführt von Walmart, Aufschluss über die Lage der US-Konsumenten angesichts des Energieschocks geben. Am Montag wird zudem der NAHB-Wohnungsmarktindex für Mai veröffentlicht, wobei Investoren und politische Entscheidungsträger die Auswirkungen der erhöhten Hypothekenzinsen genau beobachten wollen.
Chart des Tages
Die G7-Finanzminister räumten bei ihrem Treffen in Paris am Montag wachsende Besorgnis über die Staatsverschuldung und die Volatilität an den Rentenmärkten ein, nachdem ein Ausverkauf am Anleihenmarkt durch Befürchtungen über Inflationsrisiken infolge des Iran-Krieges ausgelöst worden war.
Die impliziten Kreditkosten, die sich aus Indizes von G7-Staatsanleihen mit Laufzeiten von 10 Jahren oder länger ableiten, sind in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit 24 Jahren gestiegen, wobei die Renditen 30-jähriger US-Treasuries ihre höchsten Werte seit der Zeit vor dem Bankencrash von 2007-08 erreichten.
Heutige Termine im Fokus
o US-NAHB-Wohnungsmarktindex für Mai (16:00 Uhr MESZ)
o Treffen der G7-Finanzminister und Zentralbankchefs in Paris
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Die geäußerten Meinungen sind die des Autors. Sie spiegeln nicht die Ansichten von Reuters News wider, das gemäß den Trust Principles der Integrität, Unabhängigkeit und Freiheit von Voreingenommenheit verpflichtet ist.

















