Ölpreise stiegen am Mittwoch trotz einer Rekordfreigabe globaler Rohölreserven kräftig an, was Inflationsängste schürte und die Renditen zweijähriger Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit September trieb. Die Belastung für Aktien war zu groß, und die Wall Street schloss überwiegend im Minus.
In meiner heutigen Kolumne skizziere ich, warum strukturell höhere Ölpreise schlechte Nachrichten für die Gewinne US-amerikanischer Unternehmen sind, da Betriebe und Verbraucher mit weitaus höheren direkten und indirekten Energiekosten konfrontiert sind, als sie budgetiert hatten.
Wenn Sie mehr Zeit zum Lesen haben, sind hier einige Artikel, die ich empfehle, um das heutige Marktgeschehen einzuordnen.
1. Iran sagt der Welt: "Macht euch bereit für 200 Dollar pro Barrel" 2. IEA kündigt Rekordfreigabe strategischer Vorräte als Reaktion auf den Ölpreisschock durch den Iran-Krieg an 3. Historische Freigabe der Ölreserven ist nur ein Pflaster auf einem klaffenden Versorgungsschock: Bousso 4. US-Verbraucherinflation stabil, bevor der Iran-Konflikt die Ölpreise nach oben treibt 5. JPMorgan schreibt Wert von Kreditportfolios einiger Private-Credit-Gruppen ab, so eine QuelleDie wichtigsten Marktbewegungen heute
* AKTIEN: Japan plus 1%-1,5%, ein Meer aus Rot in ganz Europa - STOXX 600 Index -0,6% - und die Wall Street schließt überwiegend niedriger, obwohl der Nasdaq geringfügige Gewinne verbucht. * SEKTOREN/AKTIEN: Acht S&P 500-Sektoren fallen, angeführt von Basiskonsumgütern -1,3%. Energie +2,5%. Private-Credit-Firmen unterperformen - KKR, Apollo, Blackstone verlieren 2%-3%. Oracle +9%, Chevron +3%; Visa, Boeing -1,7%. * DEVISEN: Dollar-Index +0,4%, Dollar/Yen nähert sich 159,00, der höchste Stand seit Januar. In den Schwellenländern THB, ZAR -1%. * ANLEIHEN: US-Renditen springen nach oben. Zweijährige Rendite auf dem höchsten Stand seit September bei fast 3,65%, zehnjährige Rendite auf einem Monatshoch über 4,22%. Schwache 10-Jahres-Auktion, aber die Auslandsnachfrage ist stark. * ROHSTOFFE/METALLE: Öl springt um 5%. Silber -3%, führt den Rückgang der Edelmetalle an, US-Kupfer -1%.Heutige Gesprächsthemen
* Spannungen im Private-Credit-Sektor verschärfen sich
Die Sorgen um die Gesundheit des 2 Billionen Dollar schweren Private-Credit-Marktes vertiefen sich weiter. Die neuesten Warnsignale: JPMorgan reduziert den Wert einiger Kredite an Private-Credit-Fonds, und Berichte, wonach der Flaggschiff-Fonds von Cliffwater Rücknahmen begrenzt.
Knappe oder nicht vorhandene Liquidität, undurchsichtige Preisgestaltung, begrenzte Transparenz und sprunghaft ansteigende Rücknahmen - so betrachten Investoren den Sektor zunehmend. Das mag keine gänzlich faire Einschätzung sein, aber derzeit wird die Hürde, sie vom Gegenteil zu überzeugen, immer höher.
* Keine Entlastung für den Ölpreis
Die Ölpreise stiegen am Mittwoch um 5%, am selben Tag, an dem die Internationale Energieagentur zustimmte, 400 Millionen Barrel aus Reserven freizugeben - der größte derartige Schritt in ihrer Geschichte.
Man kann die Reaktion des Ölmarktes auf zwei Arten betrachten. Es entsprach dem Motto "Buy the rumor, sell the fact", da Rohöl am Vortag einbrach, als dieser Schritt angekündigt wurde. Oder es zeigt, dass die Versorgungsängste viel tiefer sitzen als gedacht und uns eine anhaltende Periode deutlich höherer Preise bevorsteht.
* Risiken für Deviseninterventionen in Japan steigen
Der japanische Yen schwächt sich rapide ab und liegt nun in Sichtweite von 160 pro Dollar. Dies sind Niveaus, die die New York Fed im Januar dazu veranlassten, die Kurse zu "prüfen", was als Warnung vor einer möglichen gemeinsamen US-japanischen Intervention zur Stützung des Yen gewertet wird.
Tokio steckt jedoch in einer Klemme. Die Nachfrage nach "sicheren Häfen" treibt den Dollar auf breiter Front nach oben, und die Stimmung für den Yen ist besonders bearish, da Japan 95% seiner Energie importiert, die nun viel teurer ist. Wäre eine Intervention gerechtfertigt, wenn die "Fundamentaldaten" einen schwächeren Yen rechtfertigen?
Was könnte die Märkte morgen bewegen?
* Entwicklungen im Nahen Osten * Bewegungen am Energiemarkt * Indien Inflation (Februar) * Rede von Bank of England Gouverneur Andrew Bailey * Europäische Zentralbank * Brasilien Inflation (Februar) * Kanada Handel (Januar) * US-Finanzministerium verkauft 30-jährige Anleihen im Wert von 22 Milliarden Dollar * Wöchentliche US-Arbeitslosenhilfe-Anträge * US-Handelsbilanz (Januar) * Michelle Bowman, Vize-Vorsitzende der US-Notenbank für Bankenaufsicht, spricht über Bankenregulierung und KapitalregelnMöchten Sie Trading Day jeden Morgen in Ihrem Posteingang erhalten? Melden Sie sich hier für meinen Newsletter an.
Die geäußerten Meinungen sind die des Autors. Sie spiegeln nicht die Ansichten von Reuters News wider, das gemäß den Trust Principles der Integrität, Unabhängigkeit und Freiheit von Voreingenommenheit verpflichtet ist.
























