Eskalierende Spannungen im Nahen Osten und eine Welle von Gewinnmitnahmen bei KI- und Technologieaktien warfen am Mittwoch einen langen Schatten auf die Märkte. Dies drückte die Kurse von Aktien und Anleihen, während der Dollar und der Ölpreis zulegten.

In meiner heutigen Kolumne untersuche ich, warum Japan durch seine Deviseninterventionen möglicherweise 'im Geld' liegt. Dies widerspricht der Ansicht, dass der Rückfall des Yen auf das Niveau vor den Interventionen bedeutet, dass Tokios Bemühungen zur Stützung seiner Währung vergeblich waren.

Wenn Sie mehr Zeit zum Lesen haben, finden Sie hier einige Artikel, die ich empfehle, um das heutige Marktgeschehen besser einordnen zu können.

1. Wenn IPOs schiefgehen: SpaceX und KI-Firmen vor einem heiklen Prozess

2. Beobachter von US-Aktienoptionen warnen: Wall-Street-Rally 'reif für Volatilitätsschübe'

3. Wilde Aktienbewegungen unter einer unheimlich ruhigen Oberfläche: Mike Dolan

4. KI-Bauboom wirkt sich auf den inflationsgeplagten Treasury-Markt aus

5. USA führen Bedenken wegen Zwangsarbeit als Grund für neue Zölle an

Die wichtigsten Marktbewegungen des Tages

* AKTIEN: Japans Nikkei +2,5% auf neuem Hoch, Brasilien -2%, Dow -1,2%, Nasdaq -0,9%.

* SEKTOREN/AKTIEN: Sieben Sektoren im S&P 500 fallen, fünf steigen. Tech -1,5%, Energie +1,4%. IBM -7%, Nvidia -4%, Walmart +3,5%. Broadcom erreicht Rekordhoch, dann -7% nachbörslich.

* DEVISEN: Der Dollar-Index verzeichnet den höchsten US-Schlussstand seit zwei Monaten. USD/JPY berührt das Niveau der 'Interventionszone' von 160,00. NZD und SEK jeweils -1%, die größten Beweger in den G10.

* ANLEIHEN: US-Renditen +4 Basispunkte am kurzen Ende, Wahrscheinlichkeiten für eine Fed-Zinserhöhung 2026 steigen.

* ROHSTOFFE/METALLE: Öl +2%, Gold -1%. Andere Edelmetalle verlieren 3-5%.

Die Gesprächsthemen des Tages

* IP-Oh...

Börsengänge im Billionen-Dollar-Bereich sind das Gesprächsthema an der Wall Street. Der bevorstehende Börsengang von SpaceX soll das Unternehmen mit 1,75 Billionen Dollar bewerten, während die Notierungen von Anthropic und OpenAI beide mit jeweils 1 Billion Dollar bewertet werden könnten. Es bestehen Zweifel an der Fähigkeit des Marktes, das neue Aktienangebot zu absorbieren, aber wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

Die jüngere Geschichte legt jedoch nahe, dass Anleger vorsichtig sein sollten, wenn sie großen IPOs hinterherjagen. Sam Grelck von Truist Advisory Services stellt eine höchst gemischte Bilanz in den Wochen, Monaten und im Jahr nach großen US-Börsengängen fest, wobei jeder einzelne in den 12 Monaten danach mindestens einen kräftigen Rücksetzer verzeichnete.

* In der Zone

Der Yen fiel am Mittwoch unter 160 pro Dollar und durchbrach damit die inoffizielle Schwelle, die nach Ansicht vieler Beobachter den Auslöser für Tokio darstellt, am Devisenmarkt zu intervenieren und eine weitere Abschwächung der Währung zu verhindern. Der Yen befindet sich in der 'Interventionszone'.

Das letzte Mal, dass der Yen unter 160 pro Dollar lag, war am 29. April, was Japan dazu veranlasste, eine Rekordsumme von 73,5 Milliarden Dollar zu verkaufen. Doch nur wenige Wochen später stehen wir wieder am selben Punkt. Viele Beobachter sehen darin ein Zeichen für das Scheitern der Intervention. Die Realität könnte jedoch etwas nuancierter sein.

* Überraschende Daten

Drei US-Wirtschaftsindikatoren am Mittwoch, drei Übertreffungen der Erwartungen. Es gibt Gründe zur Vorsicht hinsichtlich der US-Wirtschaft - nicht zuletzt die hohe und steigende Inflation sowie die Gefahr, die sie für die Konsumausgaben darstellt -, aber im Moment deuten die Zahlen darauf hin, dass die Wirtschaft in guter Verfassung ist. Und sich weiter verbessert.

Betrachten wir die Daten vom Mittwoch: Die Beschäftigtenzahlen im Privatsektor waren im Mai so hoch wie seit Januar letzten Jahres nicht mehr, die Auftragseingänge in der Industrie verzeichneten im April den größten Zuwachs seit 11 Monaten, und die Aktivität im Dienstleistungssektor expandierte im Mai schneller als erwartet. Der US-Economic-Surprise-Index ist nun auf dem höchsten Stand seit Oktober 2023. Vielleicht sollten wir weniger überrascht sein.

Was könnte die Märkte morgen bewegen?

* Entwicklungen im Nahen Osten

* Australische Handelsbilanz (April)

* Einzelhandelsumsätze der Eurozone (April)

* Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde

* Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey

* Einkaufsmanagerindex (PMI) Großbritannien (Mai)

* Wöchentliche US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

* US-Challenger-Stellenabbau (Mai)

* US-Produktivität, Lohnstückkosten (Q1, revidiert)

* Geplante Reden von Vertretern der US-Notenbank, darunter der Präsident der Richmond Fed, Thomas Barkin, die Präsidentin der San Francisco Fed, Mary Daly, und die stellvertretende Vorsitzende für Bankenaufsicht, Michelle Bowman

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Die geäußerten Meinungen sind die des Autors. Sie spiegeln nicht die Ansichten von Reuters News wider, das gemäß den Trust Principles der Integrität, Unabhängigkeit und Freiheit von Voreingenommenheit verpflichtet ist.