An der Wall Street war gegen 17:45 Uhr Vorsicht geboten, wobei der Dow Jones (+0,16%) leicht im Plus notierte.
Den Anlegern fällt es schwer, ein endgültiges Ende des Konflikts abzusehen, der Ende Februar von den USA und Israel gegen den Iran ausgelöst wurde.
US-Präsident Donald Trump bezeichnete gestern Abend die Reaktion des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als 'völlig inakzeptabel'. Die Islamische Republik wiederum prangert 'exzessive Forderungen' an, die einer Kapitulation gleichkämen.
Diese Erklärungen schüren die Sorge vor einer Verlängerung des Konflikts und schlagen sich in steigenden Ölpreisen nieder. Der Preis für Brent-Rohöl stieg zum Handelsschluss in Europa um 0,35% auf 103,73 Dollar.
'Selbst wenn die Strasse von Hormus heute wieder geöffnet würde, dauerte es noch Monate, bis sich der Markt wieder ausgleicht. Sollte sich die Wiedereröffnung um einige weitere Wochen verzögern, würde sich die Rückkehr zur Normalität bis ins Jahr 2027 hinziehen', erklärte Amin Nasser, Chef des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco.
Während die Entwicklung des Nahostkonflikts beobachtet wird, richten die Anleger am Dienstag ihr besonderes Augenmerk auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für den Monat April, dem wohl am meisten erwarteten Makroindikator der Woche.
An diesem Montag beliefen sich die Verkäufe bestehender Häuser in den USA im April auf 4,02 Millionen Einheiten, verglichen mit 4,01 Millionen im Vormonat und einem Konsens von 4,05 Millionen.
Werte im Fokus
Der Leitindex des Pariser Finanzplatzes wurde von STMicroelectronics (+2,58%) und Axa (+2,01%) angeführt. Belastet durch eine negative Studie von Berenberg mussten die Schwergewichte des Luxussektors LVMH (-4,38%), Hermès (-3,28%) und Kering (-3,01%) deutliche Einbussen hinnehmen.
Eurofins Scientific (-1,38%) gab nach einer Herabstufung durch Bank of America Securities auf 'Underperform' nach. Renault verlor 2,31%, nachdem derselbe Broker seine Empfehlung für den Automobilhersteller auf 'Neutral' zurücknahm und die für Stellantis (-1,75%) von 'Underperform' auf 'Neutral' anhob.
Andernorts in Europa legten Compass um 2,64% zu, nachdem das Unternehmen seine Jahresgewinnprognose angehoben hatte.
Am Devisenmarkt legte der Euro um 0,13% auf 1,1782 Dollar zu.
CAC 40: Luxussektor und Geopolitik belasten die Tendenz
Die europäischen Aktienmärkte haben den ersten Handelstag der Woche ohne klare Richtung beendet, vor dem Hintergrund einer geopolitischen Sackgasse im Persischen Golf. Der CAC 40, der durch den Luxussektor schwer belastet wurde, gab um 0,69% auf 8.056 Punkte nach, während der Euro Stoxx 50 um 0,26% auf 5.985 Punkte sank. London (+0,41%) und Frankfurt (+0,08%) konnten sich hingegen im Plus behaupten.
Veröffentlicht am 11.05.2026 um 17:54 - Geändert am 11.05.2026 um 18:00
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