Die Pariser Börse verzeichnet am Freitag zum Abschluss einer entscheidenden Woche, die vor allem von den strategischen Entscheidungen der Fed geprägt wurde, einen Anstieg. Der CAC 40-Index legt um 0,7 % auf 8 140 Punkte zu.
Der Pariser Markt hatte gestern Abend um 0,8 % auf 8 086 Punkte zugelegt und damit die beste Performance unter den europäischen Börsen erzielt. Der CAC verzeichnet nun einen Wochengewinn von über 0,3 %, sodass die Tagesentwicklung entscheidend für das endgültige Wochenergebnis sein wird.
Die weltweiten Aktienmärkte haben die jüngsten Ankündigungen der US-Notenbank weitgehend gut verkraftet. Die Fed verzichtete auf eine allzu restriktive Rhetorik, obwohl die US-Wirtschaft derzeit solide dasteht und innerhalb des geldpolitischen Ausschusses weiterhin große Meinungsverschiedenheiten bestehen.
Die Zeit nach dem FOMC-Meeting verlief insbesondere für die Wall Street positiv, trotz der Enttäuschung über die schlechter als erwarteten Quartalsergebnisse von Oracle, die Befürchtungen über massive Überinvestitionen in künstliche Intelligenz neu entfacht haben, welche die Bilanzen der US-Tech-Giganten belasten könnten.
Belastet durch die schwache Performance von Oracle, das gestern um mehr als 10 % einbrach, schloss der Nasdaq Composite den Donnerstag zwar im Minus, allerdings mit einem moderaten Rückgang von 0,2 % auf 23 593,8 Punkte. Dies verdeutlicht die konstruktive Grundhaltung der Marktteilnehmer wenige Wochen vor Jahresende.
"Wäre diese Enttäuschung noch vor drei Wochen eingetreten, wäre die Reaktion der Märkte deutlich heftiger ausgefallen", schätzen die Analysten der Danske Bank heute Morgen ein.
Ein Zeichen für das Vertrauen der Investoren: Der Dow Jones stieg gestern Abend um mehr als 1,3 % auf 48 704 Punkte, nachdem er im Tagesverlauf ein neues Allzeithoch von über 48 756,3 Punkten erreicht hatte. Der S&P 500 legte um 0,2 % auf 6 901 Punkte zu, was ihn wieder in die Nähe seiner absoluten Höchststände brachte.
Nachdem die große Unsicherheit rund um die Fed nun ausgeräumt ist, bleibt abzuwarten, ob die Märkte noch genügend Schwung für die traditionelle "Jahresendrally" haben.
Historisch gesehen neigen die weltweiten Börsen dazu, in den letzten Wochen des Jahres zuzulegen, begünstigt durch Bilanzkosmetik bei den Gewinneraktien des abgelaufenen Jahres sowie erste Positionsaufbauten für das kommende Jahr.
Der Dow Jones hat seit dem 1. Januar jedoch bereits 14,5 % zugelegt, während S&P und Nasdaq um jeweils 17 % und 22 % gestiegen sind, was darauf hindeutet, dass der größte Teil der Bewegung bereits erfolgt ist.
In Paris kommt der CAC 40 in diesem Jahr auf ein Plus von knapp 10 %, ein beachtliches Ergebnis angesichts der politischen Unsicherheiten, die die Entwicklung im Jahr 2025 gebremst haben. Der Pariser Index liegt weniger als 3 % unter seinem Allzeithoch, was Anleger davon abhalten könnte, ihre Bücher zu früh zu schließen.
Da das Fed-Event nun vorbei ist, können sich die Märkte wieder auf einen rationaleren Entscheidungsprozess stützen, der auf wirtschaftlichen Fundamentaldaten und Unternehmenszahlen basiert. Eine neue "Saison" startet bereits im Januar.
In der Zwischenzeit werden die Anleger in der kommenden Woche ihr Augenmerk auf die mit Spannung erwarteten jüngsten Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus den USA richten.
Es handelt sich um die letzte komplette Börsenwoche vor Weihnachten und Neujahr, was auch zu einem Rückgang der Handelsvolumina führen könnte.
Zu den heutigen Indikatoren zählen die endgültigen Verbraucherpreisdaten aus Frankreich. Die Verbraucherpreise in Frankreich stiegen im November 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 %, genau wie im Oktober, wie das Statistikamt Insee bestätigte und damit seine vorläufige Schätzung für den vergangenen Monat bekräftigte.
CAC40: setzt seine Erholung im Fahrwasser der Wall Street fort
Veröffentlicht am 12.12.2025 um 11:40
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Übersetzt von MarketScreener
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