Der inländische Neuwagenmarkt ist in eine Phase der Neukalibrierung eingetreten, die durch Erschwinglichkeitsdruck, sich wandelnde Verbrauchererwartungen und einen intensivierten globalen Wettbewerb geprägt ist, so der Branchenverband naamsa in seinem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht.
Die dramatischste Veränderung im Jahr 2025 sei der 'kometenhafte Aufstieg' importierter chinesischer Marken auf dem südafrikanischen Markt für Leichtfahrzeuge gewesen. Diese böten moderne Technologie, wettbewerbsfähige Preise und lange Garantien, was ihnen geholfen habe, sich im Mainstream zu etablieren, hieß es weiter.
'Dies wird nicht als kurzfristiger Aufschwung betrachtet, sondern als struktureller Reset. Während der Markt über Jahrzehnte durch Markenimage und Prestige geprägt war, wird er nun durch preisgesteuerte Kaufentscheidungen und knappere Haushaltsbudgets bei geringer Markenaffinität neu definiert', so naamsa.
Im Jahr 2025 waren 15 chinesische Marken auf dem südafrikanischen Neuwagenmarkt vertreten - darunter führende Hersteller wie BYD, Chery und GWM - gegenüber acht im Jahr 2024. Für 2026 wird der Markteintritt weiterer Akteure erwartet.
Trotz des Drucks durch neue Marktteilnehmer erwies sich die Markenloyalität in Teilen des Marktes als widerstandsfähig. Toyota behauptete seine Position als Gesamtmarktführer mit einem Marktanteil von 24,8 %, gefolgt von Suzuki Auto und Volkswagen.
EXPORTE IN DIE USA SINKEN
Automobilexporte blieben ein Pfeiler der Industrie, doch die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten fielen 2025 um 26 % auf 20,4 Milliarden Rand (1,23 Milliarden Dollar). Dies trug zu einem rückläufigen Gesamtergebnis von minus 26,1 % bei den Lieferungen in die USMCA-Region (USA, Mexiko und Kanada) bei, wie der Bericht aufzeigt.
Der Rückgang spiegele die im vergangenen Jahr verhängten hohen US-Einfuhrzölle auf Fahrzeuge und Komponenten wider sowie die Entscheidung eines großen Herstellers, sein Ende 2024 eingeführtes neues Modell nicht mehr in die USA zu exportieren, so naamsa.
Das Exportvolumen in die USMCA-Region sank von 26.063 Einheiten im Jahr 2024 auf 10.042 Einheiten im Jahr 2025.
Mercedes-Benz ist der einzige inländische Automobilhersteller mit einer starken Abhängigkeit von den USA. Die Aussichten für diesen Markt bleiben ungewiss, wobei für 2026 weitere Rückgänge erwartet werden, da die Zölle weiterhin belasten.
Indien blieb nach Volumen das wichtigste Herkunftsland und stellte 56,2 % der gesamten importierten Leichtfahrzeuge, während China seinen Anteil auf 23,3 % ausbaute. ($1 = 16,6012 Rand) (Berichterstattung durch Nqobile Dludla; Redaktion durch Joe Bavier)




















