Während sich die Sorgen zunächst auf den Technologiesektor konzentrierten und anschließend auf die Edelmetalle ausweiteten, zeigt sich der Gesamtmarkt weiterhin relativ widerstandsfähig. Die Anleger ziehen sich nicht pauschal aus dem Markt zurück, sondern nehmen Umschichtungen vor und reinvestieren in andere Segmente, allen voran in mittelgroße Unternehmen. Value-Titel gewinnen wieder an Attraktivität, während Wachstumswerte an Boden verlieren. Solche Bewegungen sind zwar häufig in Phasen zu beobachten, in denen Marktteilnehmer eine Rezession befürchten, doch dies ist im aktuellen Umfeld nicht der Fall. Die attraktiven Bewertungsniveaus erklären diese Rotation zu einem großen Teil, zumal Analysten ihre Gewinnschätzungen für Mid- und Small-Cap-Werte deutlich angehoben haben. Damit dürfte der S&P 500 künftig stärker von den 493 übrigen Indexmitgliedern getragen werden, während die „Magnificent Seven“ an Glanz verlieren.

Diese Woche steht ab Mittwoch im Zeichen der verspäteten Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten, die ursprünglich für den vergangenen Freitag vorgesehen war, jedoch aufgrund des in den USA beobachteten Mini-Shutdowns verschoben wurde. Die Arbeitslosenquote wird stabil bei 4,4 % erwartet, bei 69.000 neu geschaffenen Stellen, gegenüber 50.000 im Vormonat. Den Wochenschluss bilden die Inflationsdaten mit der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (CPI) am Freitag. Ökonomen rechnen mit einem Rückgang der Jahresrate um 0,2 Prozentpunkte auf 2,5 %.

Aus technischer Sicht hat das Währungspaar EUR/USD eine stabile Erholung von der Marke bei 1,1794 eingeleitet, dürfte jedoch im Bereich von 1,1925/60 auf Widerstand stoßen, um die erwartete Konsolidierung in Richtung 1,1475 aufrechtzuerhalten. Ein Ausbruch über 1,1960 würde dieses Szenario hingegen infrage stellen, auch wenn für die Bären solange noch nichts verloren ist, wie die Marke bei 1,2085 als Deckel fungiert. Der USD/JPY überschritt kurzzeitig die Schwelle von 156,45, scheiterte jedoch bei 157,50 und leitete damit eine neue Konsolidierungsphase in Richtung 153,75/40 ein. Der USD/CHF hat einen Pullback in Richtung seiner früheren Seitwärtszone ausgebildet, die nun bei 0,7830 als Widerstand wirkt. Eine neue Abwärtswelle wird erwartet. Bei den rohstoffnahen Währungen scheint der USD/CAD seine Erholung abgeschlossen zu haben und dürfte den Abwärtstrend in Richtung 1,3435 fortsetzen. Der relevante Widerstand liegt bei 1,3765. Der australische Dollar wird weiterhin in Richtung 0,7130 erwartet, während der Neuseeland-Dollar bei einem Halten oberhalb von 0,5925 die Zone um 0,6170/85 ansteuern dürfte.