(Alliance News) - Am Freitag starteten die wichtigsten europäischen Indizes im negativen Bereich, wobei die Piazza Affari unter die Marke von 49.500 Punkten rutschte.

Die Sorgen über die Inflation und die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Zentralbanken nehmen zu.

Die Europäische Zentralbank könnte ihre Geldpolitik straffen, falls die hohen Ölpreise den Preisdruck weiter anheizen, während in den USA die Wetten auf einen restriktiven Kurs der Federal Reserve bis zum Jahresende an Fahrt gewinnen.

Belastend wirken zudem die steigenden Energiekosten infolge des Stillstands zwischen den USA und dem Iran sowie der faktischen Sperrung der Strasse von Hormus.

In diesem Umfeld verliert der FTSE Mib 1,2% auf 49.468,39 Punkte, der Mid-Cap legt um 1,2% auf 61.237,85 Punkte zu, der Small-Cap sinkt um 0,3% auf 34.829,50 Punkte, während der Italia Growth um 0,1% auf 8.898,38 Punkte nachgibt.

Der Londoner FTSE 100 notiert 0,8% im Minus, der Pariser CAC 40 verliert 0,6%, während der Frankfurter DAX 40 um 0,8% fällt.

Zurück in Mailand: Im Blue-Chip-Segment der Piazza Affari sticht Leonardo mit einem Plus von 1,6% als einer der wenigen Gewinner hervor. Der Konzern gab am Donnerstag bekannt, dass die peruanische Luftwaffe ein weiteres Mehrzweck-Transportflugzeug vom Typ C-27J Spartan bestellt hat. Dies geschieht im Rahmen eines Programms zur Stärkung der Luftmobilität unter Berücksichtigung der komplexen geografischen Lage und der Notwendigkeit, entlegene Gebiete zu erreichen.

Gefragt sind auch die Aktien von Avio, die bei einem Handelsvolumen von 100.000 Stück um 0,9% zulegen.

Stärke zeigt zudem DiaSorin mit einem Plus von 0,4% zum Handelsauftakt.

Telecom Italia - leicht im Plus - teilte am Donnerstag mit, dass Fitch das Rating der Gruppe von 'BB' auf 'BB+' angehoben und den Ausblick als 'Stabil' bestätigt hat.

Unipol eröffnete mit einem Minus von 0,9%, nachdem das Unternehmen am Freitag bekannt gab, dass das erste Quartal 2026 mit einem konsolidierten Nettoergebnis von 329 Mio. EUR abgeschlossen wurde, was einer Steigerung von 15% gegenüber den 285 Mio. EUR zum 31. März 2025 entspricht.

Die konsolidierten direkten Versicherungseinnahmen stiegen um 7,1% auf 4,81 Mrd. EUR, verglichen mit dem normalisierten Wert von 4,49 Mrd. EUR zum 31. März 2025.

Auf der Verliererseite gibt BPER Banca 1,7% nach, wobei die Aktien bei 12,422 EUR notieren. UBS senkte die Empfehlung von 'Buy' auf 'Neutral' und reduzierte das Kursziel von 13,50 EUR auf 12,50 EUR.

STMicroelectronics bildet das Schlusslicht im Hauptindex und fällt um 4,2%, nachdem die Aktie zuvor zwei Sitzungen mit bullischen Kerzen beendet hatte.

Im Mid-Cap-Segment eröffnet Technoprobe zweistellig und verzeichnet ein Plus von 32% auf 36,74 EUR pro Aktie. Die Deutsche Bank hob das Kursziel von 19,50 EUR auf 35,00 EUR an und bestätigte die Empfehlung 'Buy'.

Stark präsentiert sich Carel Industries mit einem Zuwachs von 6,6%. Das Unternehmen gab am Donnerstag bekannt, dass das erste Quartal 2026 mit einem konsolidierten Nettogewinn von 18,4 Mio. EUR abgeschlossen wurde, ein Plus von 82% gegenüber den 10,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Webuild gibt um 2,0% nach, obwohl der Konzern mitteilte, seit Jahresbeginn neue Aufträge im Wert von 3,0 Mrd. EUR erhalten zu haben, die ausschliesslich aus risikoarmen Märkten stammen.

Davon entfallen rund 1,0 Mrd. EUR auf Ausschreibungen, bei denen Webuild als bester oder einziger Bieter hervorging. Hinzu kommen Initiativen im Energie- und Wassersektor, darunter das Gaskraftwerk Kwinana bei Perth in Australien und eine Abwasserreinigungsanlage in Neapel, Italien.

Ergänzt werden diese Aufträge durch eine kurzfristige kommerzielle Pipeline im Wert von rund 99 Mrd. EUR, die sich auf Industrieländer konzentriert, in denen Webuild fest etabliert ist.

Der Vorstand von Alerion Clean Power - mit einem Plus von 1,6% - genehmigte am Donnerstag die konsolidierten Ergebnisse des ersten Quartals, die ein durch die höhere Stromproduktion gestütztes operatives Wachstum zeigen.

In diesem Zeitraum beliefen sich die betrieblichen Erträge auf 44 Mio. EUR, was einer Steigerung von 18% gegenüber den 37,3 Mio. EUR im ersten Quartal 2025 entspricht.

Die Aktie von Salvatore Ferragamo ist nach einem theoretischen Rückgang von 12% vom Handel ausgesetzt. JPMorgan hob das Kursziel für den Titel von 7,50 EUR auf 8,00 EUR an, bei einer Einstufung auf 'Neutral'.

Am Ende des Mid-Cap-Index rangiert die Safilo Group mit einem Minus von 3,2%.

Im Small-Cap-Bereich zeigt sich EPH zum Auftakt am stärksten und legt um 8,5% zu.

Am anderen Ende der Liste verliert Esprinet 5,5% auf 7,18 EUR pro Aktie.

doValue notiert 0,6% im Plus, nachdem am Donnerstag bekannt gegeben wurde, dass das erste Quartal 2026 mit einem konsolidierten Nettoergebnis (ohne Einmaleffekte) von minus 1,1 Mio. EUR abgeschlossen wurde, verglichen mit einem Gewinn von 9,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Die konsolidierten Bruttoerträge beliefen sich auf 120,3 Mio. EUR, ein Rückgang um 15% gegenüber 141,4 Mio. EUR im ersten Quartal 2025. Die Nettoerträge sanken um 17% von 128,2 Mio. EUR auf 106,7 Mio. EUR. Das verwaltete Bruttobuchvolumen (Gross Book Value) lag bei 132,52 Mrd. EUR gegenüber 135,89 Mrd. EUR Ende 2025.

Käufe bei EuroGroup Laminations - die dennoch um 1,1% nachgeben - nachdem am Donnerstag die Unterzeichnung einer mittel- bis langfristigen Finanzierung über fünf Jahre mit einem Gesamtbetrag von bis zu 375 Mio. EUR bekannt gegeben wurde. Das Bankenkonsortium besteht aus BNP Paribas Italian Branch, BNL BNP Paribas, Intesa Sanpaolo, UniCredit, Crédit Agricole Italia, Cassa Depositi e Prestiti, Banco BPM und der Deutschen Bank.

Der Vorstand von Eurotech - im Minus um 2,6% - billigte am Donnerstag den konsolidierten Zwischenbericht zum 31. März. Der Zeitraum schloss mit einem Nettoverlust der Gruppe von 2,6 Mio. EUR ab, was eine Verbesserung gegenüber dem Verlust von 500.000 EUR zum 31. März 2025 darstellt.

Gabetti - bisher noch ohne Handelsumsätze - gab am Donnerstag bekannt, dass das erste Quartal mit betrieblichen Erträgen von 20,7 Mio. EUR abgeschlossen wurde, ein Rückgang gegenüber den 27,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Der Rückgang sei laut Unternehmen auf Gabetti Lab und die Bautätigkeit zurückzuführen, die im ersten Quartal 2025 noch von den Abschlussarbeiten an Aufträgen für Pflegeheime im Zusammenhang mit dem 'Superbonus' profitiert hatte.

Unter den KMU verzeichnet Promotica einen Aufwärtsschub von 3,1%, nachdem am Donnerstag mitgeteilt wurde, dass das Jahr 2025 mit einem konsolidierten Jahresüberschuss von 3,9 Mio. EUR abgeschlossen wurde - eine Steigerung um 147% gegenüber den 1,6 Mio. EUR im Jahr 2024.

Der Verwaltungsrat wird der Hauptversammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von 0,15 EUR pro Aktie vorschlagen. Der Ex-Tag ist für den 13. Juli vorgesehen, der Record Date für den 14. Juli und die Auszahlung für den 15. Juli.

IDNTT - im Minus um 1,2% - gab am Donnerstag bekannt, dass das Jahr 2025 mit einem bereinigten Nettogewinn abgeschlossen wurde, der um 26% von 1,4 Mio. EUR im Jahr 2024 auf 1,7 Mio. EUR stieg. Der ausgewiesene Nettogewinn sank hingegen aufgrund von Sonder- und Einmaleffekten in Höhe von 1,2 Mio. EUR (gegenüber 200.000 EUR im Jahr 2024) von 1,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 547.000 EUR.

Der Vorstand von First Capital - im Minus um 0,6% - prüfte am Donnerstag die Vermögens- und Finanzlage zum 31. März und stellte einen Net Asset Value von 98,3 Mio. EUR fest.

In New York legte der Dow am Donnerstagabend um 0,8% zu, der Nasdaq stieg um 0,9%, während der S&P 500 um 0,8% kletterte.

In Asien schloss der Nikkei mit einem Minus von 2,0%, der Hang Seng fällt um 1,6%, während der Shanghai Composite um 1,0% nachgab.

Am Devisenmarkt notiert der Euro bei 1,1642 USD nach 1,1675 USD am Donnerstagabend, während das Pfund Sterling bei 1,3369 USD gehandelt wird, verglichen mit 1,3480 USD gestern.

Bei den Rohstoffen wird Brent-Öl zu 107,21 USD pro Barrel gehandelt, nach 105,03 USD am Donnerstagabend. Gold kostet 4.585,67 USD pro Unze nach 4.686,15 USD zum gestrigen Handelsschluss.

Der Wirtschaftskalender für Freitag sieht um 10:00 Uhr MESZ die Veröffentlichung des italienischen Verbraucherpreisindex vor. Um 12:00 Uhr MESZ wird das spanische Verbrauchervertrauen bekannt gegeben.

Der Fokus richtet sich ab 15:15 Uhr MESZ auf die US-Industrieproduktion.

An der Piazza Affari werden zudem die Quartalsberichte von acht Unternehmen erwartet, darunter ERG und Ecosuntek.

Von Antonio Di Giorgio, Alliance News Reporter

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