Der paneuropäische Index schloss um 0,13% höher bei 618,52 Punkten. Der von Banken geprägte spanische Leitindex führte die Gewinne unter den regionalen Märkten an und stieg um 1%.
Europäische Aktien gerieten Ende Januar und Anfang Februar in eine volatile Phase, da Befürchtungen aufkamen, dass neue KI-Tools die Gewinne traditioneller Unternehmen schmälern könnten.
FINANZWERTE STEIGEN, WÄHREND KI-ÄNGSTE NACHLASSEN
Eine besser als erwartete Berichtssaison, trotz hoher US-Zölle, verhalf dem STOXX-Index in der vergangenen Woche zu einem Rekordhoch und zum dritten Wochengewinn in Folge.
Banken- und Versicherungswerte waren vergangene Woche noch von KI-Sorgen belastet, wobei der Bankenindex den größten Wochenverlust seit Ende März 2025 verzeichnete. Am Montag erholten sich die Banken mit einem Anstieg von 1,4%, während Versicherungswerte 0,7% zulegten.
"Der KI-Schrecken ist zu Beginn der neuen Woche erst einmal auf Eis gelegt", sagte Kathleen Brooks, Forschungsdirektorin bei XTB.
"Es macht sich zunehmend das Gefühl breit, dass die Angst, KI könnte große Teile der weltweiten Arbeitsplätze und Branchen auffressen, übertrieben ist. Diese Woche könnte eine Erholung in den Sektoren bringen, die zuletzt am stärksten verkauft wurden."
Die Erholung der großen Banken glich Schwächen in den Bereichen Technologie und Luxus aus, die um 1% bzw. 1,9% nachgaben.
Die Aktien des französischen Softwareunternehmens Dassault Systèmes fielen um 10,4%, ausgelöst durch Anlegerängste hinsichtlich der ehrgeizigen Umsatzziele und Cloud-Strategie für 2029.
Auch Grundstoffwerte gaben nach und verloren nach ihrem jüngsten Lauf 0,6%.
ERGEBNISSE IM LAUFE DER WOCHE ERWARTET
Nachdem der Montag an der Ergebnisfront relativ ruhig verlief, richtet sich der Fokus nun auf die Zahlen von Orange, Zealand Pharma, Airbus und BE Semiconductor, die später in dieser Woche erwartet werden.
Bisher haben 60% der europäischen Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen, verglichen mit 54% in einem üblichen Quartal, wie aus von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Gewinne um 1,1% gefallen sind, gegenüber einem Rückgang von etwa 4% zu Monatsbeginn.
Auf der Konjunkturseite stieg die Industrieproduktion im Euroraum im Dezember im Jahresvergleich um 1,2%, nach einem Anstieg von 2,5% im Vormonat, während die Anleger darauf hoffen, dass fiskalische Anreize den Sektor wiederbeleben.
Unter den Einzelwerten legte Orsted um 4,5% zu, nachdem das Brokerhaus Kepler Cheuvreux den dänischen Offshore-Windentwickler von "Halten" auf "Kaufen" hochgestuft hatte.


















