Die Kapazität kombinierter Anlagen aus erneuerbaren Energien und Batteriespeichern in Europa wird bis 2030 voraussichtlich um mehr als 450% ansteigen, wobei Deutschland als attraktivster Standort für solche Projekte gilt. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht von Aurora Energy Research hervor.

o Erneuerbare-Energien-Projekte wie Wind- und Solarparks in Europa werden zunehmend in Kombination mit Batteriespeichern entwickelt. Dies ermöglicht es den Erzeugern, Strom zwischenzuspeichern, anstatt ihn bei einem Überangebot im Netz mit Verlust zu verkaufen, und die Energie erst dann einzuspeisen, wenn sich die Preise erholt haben.

o Die installierte Kapazität kombinierter Anlagen in Europa erreichte im Jahr 2025 ein Volumen von 6.3 GW, wobei Solar-plus-Speicher-Lösungen mit einem Anteil von über 60% an den Inbetriebnahmen dominierten, so der Bericht.

o Bis 2030 wird ein Anstieg auf rund 35 GW prognostiziert.

o Deutschland wurde aufgrund höherer erwarteter Investitionsrenditen als attraktivste Region für diese Projekte eingestuft, gefolgt von Großbritannien und Bulgarien.

o Spanien, Ungarn und Frankreich wurden als Märkte hervorgehoben, die aufgrund laufender Regulierungsreformen genau beobachtet werden sollten.

o Europaweit stieg die Anzahl der Stunden mit negativen Strompreisen im Jahr 2025 sprunghaft an, wobei Spanien, die Niederlande und Deutschland jeweils die Marke von 500 Stunden überschritten.

o Die Abregelung - bei der die Einspeisung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen gedrosselt wird, um das Netz bei einem Überangebot zu schützen - wird laut Bericht von über 10 Terawattstunden im Jahr 2024 auf rund 33 TWh bis 2030 ansteigen.

o Der Bericht untersuchte die 20 wichtigsten Strommärkte Europas.