Das deutsche Unternehmen teilte am Morgen mit, im ersten Quartal ein abgewickeltes Bruttowarenvolumen (GMV) von 4,3 Mrd. Euro erzielt zu haben. Das entspricht einem Anstieg von 21,7 % auf berichteter Basis beziehungsweise von 6 % pro forma ohne die Übernahme von About You.
Der Umsatz erreichte 3 Mrd. Euro und legte damit pro forma um 3,4 % sowie insgesamt um 23,8 % zu – im Rahmen der Markterwartungen.
Getragen von Synergien mit About You belief sich das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) im Quartal auf 64,8 Mio. Euro. Die operative Marge lag damit bei 2,2 %, nach 46,7 Mio. Euro beziehungsweise 1,9 % im Vorjahreszeitraum.
Damit blieb Zalando jedoch unter den Konsensschätzungen von 67 Mio. Euro.
Fragezeichen bei der Konsumnachfrage
Da das erste Quartal aufgrund der Winterschlussverkäufe nach dem Weihnachtsgeschäft traditionell margenschwach ausfällt, zeigen sich die Analysten von Stifel besorgt über die schwächere Profitabilität.
„Diese Zahlen werfen die Frage auf, wie widerstandsfähig der Konsum in Europa angesichts der hohen Ölpreise tatsächlich ist“, betont das Analysehaus.
Trotz der geopolitischen Unsicherheiten und eines eingetrübten wirtschaftlichen Umfelds bestätigte Zalando seine im März veröffentlichten Jahresziele. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Anstieg von GMV und Umsatz um 12 % bis 17 % auf berichteter Basis. Das bereinigte Ebit soll zwischen 660 Mio. und 740 Mio. Euro liegen.
Nach den Veröffentlichungen zeigte sich die Aktie am Mittwochmorgen im DAX kaum verändert und gab lediglich 0,1 % nach, während der Gesamtmarkt um 1,5 % zulegte. Zu Handelsbeginn hatte das Papier zeitweise noch mehr als 5 % verloren.
„Nach einem Rückgang von mehr als 15 % seit Jahresbeginn scheinen viele der aktuellen Sorgen inzwischen im Kurs eingepreist zu sein“, urteilen die Analysten von Stifel.



















