Die Bank behielt ihre Prognosen für Brent und WTI für 2026 bei 83 Dollar bzw. 78 Dollar pro Barrel bei. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Ölströme durch die Straße von Hormus - eine lebenswichtige Wasserstraße, über die rund 20% des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasangebots transportiert werden - bis Mitte Mai allmählich normalisieren.
o Die Rohölpreise schlossen am Freitag mit einem Minus von rund 9%, nachdem Berichte über Fortschritte bei einem potenziellen Friedensabkommen bekannt wurden. Laut Goldman könnte dies zu einem schnelleren Abbau der geopolitischen Risikoprämie führen und die Preise kurzfristig weiter unter Druck setzen. [O/R]
o Beide Seiten haben noch kein dauerhaftes Friedensabkommen ausgehandelt. US-Präsident Donald Trump deutete erneut an, dass der Krieg bald enden könnte, und verwies auf die für das Wochenende erwarteten Gespräche mit Teheran. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi erklärte, die Meerenge sei nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon offen.
o Während die Durchflüsse durch die Straße von Hormus weiterhin stark reduziert sind, sieht Goldman erhöhte Abwärtsrisiken, falls sich das Angebot am Persischen Golf schneller als erwartet erholt. Dies könnte durch geringer als vermutete Produktionsausfälle und reichlich vorhandene regionale Lagerkapazitäten begünstigt werden.
o Die Bank führte aus, dass eine ausgeprägte Schwäche der Ölnachfrage, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen und Kerosin, die durch hohe Preise für raffinierte Produkte und Margen getrieben wird, die Preise nach unten drücken könnte.
o Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass die weltweiten Nachfrageverluste Anfang 2026 größer waren als bei den drastischeren Ölpreisspitzen in den Jahren 2011 und 2022, so Goldman.
o Die Nachfrageschwäche zeige sich am deutlichsten in den Schwellenländern Asiens und Afrikas, wo der Konsum tendenziell stärker auf Preisveränderungen reagiere, fügte die Bank hinzu.



















