Die indische Bundesregierung wird im Haushaltsjahr 2027 eine Rekordsumme von 12,2 Billionen Rupien (133,08 Milliarden US-Dollar) für Infrastruktur ausgeben, was einem jährlichen Anstieg von 11,4 % entspricht. Damit bekennt sich die drittgrößte Volkswirtschaft Asiens zu einer Beschleunigung des Wachstums in einem volatilen globalen Umfeld.

Indien hat nach der COVID-19-Pandemie die Ausgaben für Infrastruktur deutlich erhöht, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und mehr Arbeitsplätze in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt zu schaffen. Der Bundeshaushalt, der am Sonntag von Finanzministerin Nirmala Sitharaman vorgestellt wurde, setzt dabei erneut auf den Fertigungssektor des Landes.

Der Investitionsplan der Regierung für das laufende Haushaltsjahr, das im März 2026 endet, wurde laut den revidierten Schätzungen in den Haushaltsdokumenten auf 10,95 Billionen Rupien angepasst. Dies liegt unter den zuvor vorgesehenen 11,21 Billionen Rupien für das Jahr, die damals einen Höchststand darstellten.

"Der Investitionsetat für das Haushaltsjahr 2027 wirkt etwas moderat und bleibt leicht hinter den Markterwartungen zurück, ist aber insgesamt positiv für den Fertigungssektor. Auch für private Investitionen ist dies eine gute Nachricht", sagte Amit Anwani, Analyst bei Prabhudas Lilladher.

Die Aktien von Unternehmen aus dem Bereich Investitionsgüter wie Larsen & Toubro, IRB Infra, NBCC und Action Construction stiegen im Zuge der höheren Investitionsausgaben und angekündigten Infrastrukturprojekte zwischen 1,3 % und 4 %.

Die indische Wirtschaft hat bisher den von Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen der USA standgehalten. Das Wirtschaftswachstum für das laufende Haushaltsjahr wird mit Hilfe der staatlichen Infrastrukturausgaben sowie Einkommens- und Verbrauchssteuersenkungen auf 7,4 % prognostiziert.

(1 US-Dollar = 91,6710 Indische Rupien)