Indiens Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität hat laut zwei Regierungsquellen Führungskräfte der Technologieriesen Google und Meta für Montag in ihre Zentrale einbestellt. Hintergrund sind Ermittlungen zu Vorwürfen der Geldwäsche im Zusammenhang mit Online-Wett-Apps.
Wie die erste Quelle mitteilte, prüft die Enforcement Directorate (ED), ob die Plattformen die Verbreitung und Bewerbung von Wett-Apps durch Werbeanzeigen erleichtert haben.
Für die Anhörung in der Behörde in der Hauptstadt Neu-Delhi wurde das Datum 21. Juli festgelegt, ergänzte die Quelle.
Eine zweite Regierungsquelle warf Google und Meta vor, ihre Plattformen zur Förderung illegaler Aktivitäten genutzt zu haben - trotz einer offiziellen Regierungswarnung, die Werbung für jegliche Form von Wetten untersagt.
Die Behörde werde auch die Gelder untersuchen, die Google und Meta von den Wett-Apps erhalten haben, so die zweite Quelle weiter. Zudem solle geprüft werden, ob die Unternehmen Werbung oder Promotion für andere Wett-Plattformen betrieben haben.
Beide Quellen wollten anonym bleiben, da sie nicht befugt waren, mit den Medien zu sprechen.
Google und Meta reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters zur Stellungnahme.
Wetten und Glücksspiel bergen ,,erhebliche finanzielle und sozioökonomische Risiken für Verbraucher, insbesondere Jugendliche und Kinder", hatte das indische Informations- und Rundfunkministerium bereits 2022 in einer Empfehlung an Fernsehsender und digitale Medien betont.
Die Förderung von Offline- oder Online-Wetten und Glücksspielen durch Werbung sei im Interesse der Öffentlichkeit nicht ratsam, so das Ministerium weiter.
Die nationale Nachrichtenagentur ANI berichtete zuerst über den Vorfall.



















