Die indische Geldpolitik kann über vorübergehende Angebotsschocks hinwegsehen, könnte jedoch intervenieren, falls sich der Inflationsdruck infolge des kriegsbedingten Ölpreisschubs im Iran verfestigt, erklärte Zentralbankgouverneur Sanjay Malhotra.

Malhotra sprach am späten Dienstag auf einer Konferenz in der Schweiz. Nachfolgend einige seiner Kernaussagen:

o Die Regierung könnte gezwungen sein, die Treibstoffpreise anzuheben, sollte der Konflikt im Nahen Osten andauern.

o Die Regierung hat eine fiskalisch umsichtige Politik verfolgt, sodass es 'nur eine Frage der Zeit' ist, bis höhere Ölpreise vollständig weitergegeben werden.

o In der aktuellen Lage ist eine enge Abstimmung zwischen Fiskal- und Geldpolitik von entscheidender Bedeutung.

o Bei der geldpolitischen Überprüfung im April entschied sich die RBI für eine abwartende Haltung. Zu diesem Zeitpunkt war es noch 'zu früh' für Schlüsse. Die Geldpolitik muss weiterhin agil und flexibel bleiben.

o Zentralbanken müssen vorsichtig agieren und angesichts der erhöhten Unsicherheit eine Politik des 'Gradualismus' verfolgen.

o Die RBI agiert zunehmend datenabhängig und entscheidet von Sitzung zu Sitzung.