Rasante Fortschritte im Bereich der KI, zum Teil ausgelöst durch die aktuelle Automatisierungsinitiative von Anthropic, haben Befürchtungen geschürt, dass KI-gesteuerte Automatisierung das arbeitsintensive Geschäftsmodell der indischen IT-Branche grundlegend verändern könnte.
Der IT-Index fiel am Tag um 5,5% und verzeichnete damit den stärksten prozentualen Rückgang unter den 16 Subindizes. Im Jahr 2026 hat der Index bislang 12,5% verloren, nachdem er bereits im Vorjahr um 12,6% nachgegeben hatte.
„Es lässt sich nicht leugnen, dass KI die Probleme, die die indische IT bisher gemeinsam gelöst hat, effektiv angehen könnte“, sagte Tarun Singh, Gründer und Geschäftsführer von Highbrow Securities, und fügte hinzu, dass die indische IT als großer Outsourcing-Markt die KI-Schocks absorbieren müsse.
Stärkere als erwartete US-Arbeitsmarktdaten für Januar, die die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung dämpften, belasteten zusätzlich.
Der technologieorientierte Nasdaq Composite gab über Nacht um 0,2% nach, wobei Software-Aktien aufgrund von KI-bedingten Verwerfungen stark fielen, während Hardware- und Chipwerte wie Samsung Electronics und SK Hynix die asiatischen Börsen auf Rekordhöhen trieben. [.N] [MKTS/GLOB]
Am Donnerstag verlor der Nifty 50 0,57% auf 25.807,2 Punkte und der BSE Sensex gab um 0,66% auf 83.674,92 Punkte nach. Zwölf der 16 Sektoren verzeichneten Verluste.
Die breiteren Small- und Mid-Cap-Indizes verloren 0,6% bzw. 0,5%.
Die Verluste erfolgten, obwohl sich die Stimmung zu Beginn der Woche verbessert hatte, nachdem Indien und die USA einen vorläufigen Rahmen vereinbart hatten und Indien sowie die Europäische Union im Januar ein bedeutendes Handelsabkommen abgeschlossen hatten.
Der Nifty hatte in den letzten vier Sitzungen um 1,2% zugelegt.
Obwohl die beiden Abkommen den Märkten etwas Stabilität verliehen, bleibe laut Singh kaum Spielraum für Enttäuschungen bei den Unternehmensgewinnen.
Das Gewinnwachstum der Nifty-50-Unternehmen Indiens wird für das Dezember-Quartal voraussichtlich einstellig bleiben, da zahlreiche Unternehmen branchenübergreifend durch die neuen Arbeitsgesetze der Regierung einmalige Belastungen hinnehmen mussten.
Der Konsumgüterriese Hindustan Unilever verlor am Tag 2,2% nach einem Gewinnrückgang.


















