Die Rupie gab gegenüber dem Dollar auf 93,1275 nach - ein Minus von 0,2% im Vergleich zur vorangegangenen Sitzung und der steilste Rückgang seit dem 13. April.
Während die Lokalwährung im frühen Handel zunächst fester tendierte, drehte sie ins Minus, als die Dollarnachfrage staatlicher und ausländischer Banken anzugreifen begann. Händlern zufolge dürfte dies primär im Auftrag von Firmenkunden und ausländischen Investoren geschehen sein.
Ein Händler einer Bank in Mumbai berichtete zudem, dass ein großer indischer Mischkonzern bei Dollar-Käufen gesichtet wurde.
Die erhöhten Preise für Rohöl der Sorte Brent belasteten die Stimmung zusätzlich; die Futures notierten zuletzt über 5% im Plus.
Der Waffenstillstand geriet ins Wanken, nachdem die USA ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt hatten und Teheran mit Vergeltung drohte.
Die USA hatten gehofft, kurz vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe Verhandlungen in Pakistan aufnehmen zu können, doch der Iran lehnt eine Teilnahme bislang ab.
"Die Unstetigkeit der Friedensgespräche lenkt den Fokus darauf, wann die Energieströme wieder vollständig fließen können und ob die hohen Ölpreise beginnen, auf andere Wirtschaftsbereiche überzugreifen", kommentierten Analysten der ING in einer Mitteilung.
Für Indien erhöht die Unsicherheit die Risiken sowohl in der Leistungs- als auch in der Kapitalbilanz. Es droht ein Anstieg der Energieimporte, während gleichzeitig die Zuflüsse ausländischer Portfolioinvestitionen in lokale Aktien und Anleihen gedämpft werden.
Ausländische Investoren haben in den Monaten März und April bereits Vermögenswerte im Nettowert von fast 20 Milliarden Dollar veräußert. Diese Abflüsse haben, neben anderen Faktoren, die Rupie unter Druck gesetzt und die Zentralbank dazu veranlasst, auf Instrumente aus Krisenzeiten zurückzugreifen, um die Währung zu stützen.
"Wir betrachten die Rupie als ein gutes Beispiel dafür, wie Glättungsmaßnahmen der Zentralbank die Underperformance der Währung während des Schocks begrenzt haben. Allerdings dürfte der bisherige Grad der Interventionen nur schwer aufrechtzuerhalten sein, falls der Druck durch den Schock weiter anhält", so die Analysten von Goldman Sachs.




















