Die Umsätze in Nordasien, vor allem in China, stiegen um lediglich 0,6 %, während Analysten mit einem Wachstum von 5,6 % im weltweit zweitgrößten Kosmetikmarkt gerechnet hatten. Im vorangegangenen Quartal hatte das Unternehmen in dieser Region, die ein Viertel des Gesamtumsatzes generiert, noch einen Anstieg von 4,7 % verzeichnet.
Investoren dürften über das Ausbleiben einer anhaltenden Erholung in Nordasien enttäuscht sein, sagte David Hayes, Analyst bei Jefferies.
Die in den USA gehandelten Aktien von L'Oréal lagen um 18:51 Uhr GMT 7,7 % im Minus.
Der in Paris ansässige Eigentümer von Maybelline-Make-up und Kerastase-Shampoo erklärte, dass der Reiseeinzelhandel weiterhin "herausfordernd" bleibe, während sich der chinesische Festlandmarkt "allmählich stabilisiere".
Der Gesamtumsatz für die drei Monate bis Ende Dezember belief sich auf 11,3 Milliarden Euro (13,42 Milliarden US-Dollar), ein Anstieg von 6 % auf vergleichbarer Basis und damit knapp unter den Erwartungen eines Anstiegs von 6,3 % laut Analystenkonsens von Visible Alpha.
In den vergangenen Quartalen griffen Verbraucher in China verstärkt zu günstigeren lokalen Marken, während zurückhaltende Käufer in den USA ihre Ausgaben einschränkten und unabhängige Marken Marktanteile gewannen.
L'Oréal ist in der Regel durch seine globale Präsenz und das breite Produktspektrum von Massenmarkt-Make-up bis zu Luxusparfüms und Hautpflege, die auch in Kliniken verkauft werden, abgesichert.
Der Absatz von Cremes und Make-up hat im wichtigsten Kosmetikmarkt der USA wieder zugenommen, wie L'Oréal-Manager zuvor berichteten. L'Oréal teilte mit, dass der Umsatz in Nordamerika im vierten Quartal um 8,6 % gestiegen sei und damit über der Prognose von Visible Alpha von 7,9 % lag. Grund dafür seien neue Produkteinführungen wie das L'Oréal Paris Plump Ambition Lip Oil.
L'Oréal startete im vergangenen Jahr einen "Beauty Stimulus"-Plan, um die Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen und den Absatz zu steigern. Das Unternehmen konnte laut JP Morgan-Analysten unter Berufung auf NielsenIQ-Daten vom Monatsanfang Marktanteile bei Conditionern und Shampoos sowie Gesichtscremes gewinnen.
Die L'Oréal-Aktie liegt seit Jahresbeginn rund 7 % im Plus, während der Hersteller von Beauty- und Hygieneprodukten Unilever um 10 % zulegte und der kleinere Wettbewerber Beiersdorf 12 % gewann.



















