(Alliance News) - Londoner Schifffahrtsversicherer haben vereinbart, eine zusätzliche Deckung in Höhe von 1 Milliarde USD für Schiffe bereitzustellen, die die Straße von Hormus passieren. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die der AFP am Freitag vorlag. Die Handelsroute gilt als entscheidend, ist jedoch durch den Krieg im Nahen Osten weitgehend gelähmt.

Das Versicherungsunternehmen Beazley PLC gab bekannt, dass es ein "Marine War Consortium" anführen werde, um die zusätzliche Deckung über Lloyd's of London, den weltweit führenden Versicherungsmarkt, bereitzustellen.

"Das Konsortium soll den maritimen Sektor mit zusätzlichen Kapazitäten für Kriegsversicherungen unterstützen, während dieser mit einer komplexen und sich entwickelnden Situation in und um die Straße von Hormus konfrontiert ist", hieß es.

Die Fazilität "wird Schiffen und deren Ladungen während der Durchfahrt durch die Straße von Hormus angeboten; die Deckung erfolgt im Einklang mit dem Risikoappetit von Beazley und unter Einhaltung aller globalen Sanktionen", hieß es weiter.

Die Vereinbarung werde dazu beitragen, "den Welthandel in Bewegung zu halten", ließ Adrian Cox, Chief Executive von Beazley, in der Mitteilung verlauten.

Der Krieg hat die Prämienzahlungen für Versicherungen, die das Fundament der weltweiten Frachtindustrie bilden, in die Höhe getrieben, so Analysten gegenüber AFP.

Iranische Streitkräfte haben die Meerenge seit Ausbruch des Krieges am 28. Februar infolge von US-amerikanischen und israelischen Schlägen gegen den Iran bis auf einen minimalen Schiffsverkehr abgeriegelt.

Etwa 30 Schiffe haben laut dem UK Maritime Trade Operations Centre gemeldet, in dem Gebiet getroffen oder angegriffen worden zu sein.

Führungskräfte in London, dem weltweit größten Markt für Schifffahrtsversicherungen, betonten, dass Kapitäne die Route meiden, um ihre Besatzungen zu schützen, und nicht, weil kein Versicherungsschutz verfügbar sei.

"Sicherheitsbedenken und nicht die Verfügbarkeit von Versicherungen führen zu einem verringerten Schiffsverkehr", hieß es in einem Bericht der Lloyd's Market Association, einem Branchenverband für Schiffsversicherungen.

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte Ende März, dass eine US-Initiative für Schifffahrtsversicherungen zur Förderung der Hormus-Durchfahrten in Kürze den Betrieb aufnehmen werde.

Beazley hatte Anfang des Jahres ein Übernahmeangebot der Zurich Insurance Group AG in Höhe von 8,2 Milliarden GBP angenommen.

Quelle: AFP

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