Der weltgrößte Luxusgüterkonzern meldet erstmals in diesem Jahr wieder Wachstum. Die Nachfrage in China zieht spürbar an, und die Quartalszahlen liegen leicht über den Erwartungen. Die Aktie schießt am heutigen Mittwoch um 13 % in die Höhe.
Der Umsatz im dritten Quartal beläuft sich auf 18,3 Milliarden Euro und verzeichnet organisch ein Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahr – nach einem Rückgang von 4 % im zweiten Quartal. Alle Sparten des Konzerns legen zu, mit Ausnahme des Segments Mode & Lederwaren:
Wein & Spirituosen (+1 %) profitieren von der starken Nachfrage nach Champagner, die die anhaltenden Schwierigkeiten im Cognac-Geschäft kompensiert.
Parfums & Kosmetik (+2 %) verzeichnen dank erfolgreicher Neueinführungen bei Dior und Guerlain ein solides Wachstum.
Uhren & Schmuck (+2 %) profitieren insbesondere von der Dynamik bei Tiffany und Bvlgari.
Selektiver Einzelhandel (+7 %) bleibt dank Sephora ein Wachstumsmotor. Hinzu kommt eine deutliche Belebung des Kundenverkehrs in Hongkong und Macao. Über die ersten neun Monate des Jahres gerechnet wächst die Sparte um 3 % – und ist damit die erfolgreichste Division des Konzerns.
Mode & Lederwaren (-2 %), das margenstärkste Segment mit dem höchsten Ergebnisanteil, bleibt zwar rückläufig, der Rückgang ist jedoch deutlich geringer als in den ersten beiden Quartalen (-5 % bzw. -9 %).
China belebt sich – Europa schwächelt
Aus geografischer Sicht kommt die Erleichterung vor allem vom chinesischen Festland, das nach mehreren schwachen Quartalen wieder in den Wachstumsbereich zurückkehrt. Die Region Asien ohne Japan wächst um 2 %. Auch die US-Kundschaft kehrt zurück, während Europa schwächer abschneidet – bedingt durch den Rückgang des Tourismus und negative Währungseffekte.
Kreativer Aufbruch und neue Konzepte
Das dritte Quartal brachte nicht nur eine Rückkehr des Wachstums, sondern auch einen kreativen Aufschwung. Neue Produkteinführungen bei Dior, Celine, Fendi und Louis Vuitton beleben das Markenportfolio. Besonders hervorsticht The Louis, ein neues Konzept in Shanghai, das Museum und Verkaufsfläche kombiniert – und innerhalb weniger Wochen zum weltweit umsatzstärksten Store für Reisegepäck avanciert ist.
Ausblick: Trendwende oder Strohfeuer?
Im vierten Quartal wird die Vergleichsbasis hoch sein, und LVMH muss sich weiterhin mit Gegenwind durch Währungseffekte auseinandersetzen. Dann wird sich zeigen, ob es sich um eine nachhaltige Trendwende handelt oder nur um ein Zwischenhoch. Für den Moment jedoch hat das Unternehmen von Bernard Arnault mit seiner Quartalsbilanz die Märkte überzeugt – die Aktie kehrt auf das Niveau von März zurück, und auch der gesamte europäische Luxussektor zeigt sich freundlich.
LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SE ist der weltweit führende Anbieter von Luxusgütern. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Produktfamilien: - Mode und Lederwaren (46,7 %): Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior, Celine, Loewe, Kenzo, Givenchy, Fendi, Emilio Pucci, Marc Jacobs, Berluti, Loro Piana usw.; - Uhren und Schmuck (13 %): Marken wie Bulgari, TAG Heuer, Zenith, Hublot, Chaumet, Fred, Tiffany usw.; - Parfüms und Kosmetikprodukte (10,1 %): Parfüms (Christian Dior, Guerlain, Loewe, Kenzo, Givenchy usw.), Make-up-Produkte (Make Up For Ever, Guerlain, Acqua di Parma usw.) usw.; - Weine und Spirituosen (6,6 %): Champagner (Moët & Chandon, Dom Pérignon, Veuve Clicquot, Krug, Ruinart, Mercier, Château d'Yquem, Domaine du Clos des Lambrays, Château Cheval Blanc, Colgin Cellars, Hennessy, Glenmorangie, Ardbeg, Belvedere, Woodinville, Volcán de mi Tierra, Chandon, Cloudy Bay, Terrazas de los Andes usw.; weltweit Nr. 1), Weine (Cape Mentelle, Château D'Yquem usw.), Cognacs (hauptsächlich Hennessy; weltweit Nr. 1), Whisky (hauptsächlich Glenmorangie) usw. Der verbleibende Nettoumsatz (23,6 %) stammt aus dem selektiven Vertrieb über die Ketten Sephora, DFS, Miami Cruiseline sowie die Kaufhäuser Le Bon Marché und La Samaritaine. Ende 2025 werden die Produkte über ein Netzwerk von 6.283 Verkaufsstellen weltweit vermarktet. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Frankreich (8,3 %), Europa (18 %), Japan (7,9 %), Asien (26,5 %), Vereinigte Staaten (25,6 %) und Sonstige (13,7 %).
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Investment
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Qualität der Veröffentlichungen
Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.