Trotz des Rückschlags bei den Gesprächen am Wochenende in Pakistan und der Einleitung einer Seeblockade iranischer Häfen durch Washington könnten die Unterhändler der USA und des Irans laut fünf Quellen Ende dieser Woche nach Islamabad zurückkehren.
Ein Klima moderater Zuversicht herrscht auch an der Wall Street, wo die Futures auf eine positive Sitzung hindeuten - während neue Quartalszahlen von Banken geprüft werden - sowie an den Ölmärkten.
Gegen 13:00 Uhr notiert der Ftse Mib-Index mit einem Plus von 0,64 %. Die Bewegungen stehen im Einklang mit der Entwicklung der geopolitischen Lage, was eine Erholung zyklischer Titel und Gewinnmitnahmen in den Sektoren Verteidigung und Energie bedeutet.
Das Handelsvolumen beläuft sich auf einen Gegenwert von 1,3 Milliarden Euro.
Einzeltitel im Fokus:
** An der Spitze des Ftse Mib präsentieren sich AMPLIFON und STELLANTIS mit einem Plus von 4,7 % bzw. 2,5 % nach den deutlichen Rücksetzern des Vortages. Für den Hörgerätehersteller prognostiziert Barclays eine Verbesserung der Margen mit den für den 5. Mai geplanten Zahlen zum ersten Quartal, trotz eines schwachen Jahresauftakts, der durch ein weitgehend stagnierendes organisches Wachstum in einem noch ungünstigen Retail-Marktumfeld gekennzeichnet war.
** Eine deutliche Stütze für die Indizes bieten die Banken, die wie üblich in Phasen höherer Risikobereitschaft gefragt sind. Unter den Top-Werten steigt UNICREDIT um 1,3 % und MPS um 1 %, letztere am Vorabend der Hauptversammlung, die über die heikle Frage der neuen Governance entscheiden soll.
** Der Luxussektor, der besonders anfällig für geopolitische Spannungen ist, widersetzt sich hingegen den Verkäufen, die in Paris LVMH nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen trafen, welche die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten verdeutlichten.
** In Mailand legt MONCLER um 1,8 % zu, FERRAGAMO um 2,2 %, während CUCINELLI das Plus auf 0,4 % begrenzt, nachdem die Aktie bereits am vergangenen Freitag im Zuge der Umsatzstärke des ersten Quartals deutlich gestiegen war.
** Im Vergleich zu den Ergebnissen des französischen Giganten LVMH stellen die Analysten von Banca Akros fest, dass die Visibilität hinsichtlich der Gesamteffekte des Iran-Konflikts auf die Luxusgüternachfrage derzeit begrenzt bleibt. Zudem betonen sie die geringere direkte Exposition der italienischen Branchenvertreter gegenüber dem Nahen Osten.
** Im Ölsektor gibt ENI um 0,9 % nach, wobei die Rückgänge auch andere Energietitel wie TERNA (-0,9 %), ITALGAS (-0,8 %) und SNAM (-0,4 %) erfassen.
* Bei den Mid- und Small-Caps sticht DANIELI mit einem Plus von über 5 % hervor, gestützt durch einen 450-Millionen-Euro-Auftrag des Stahlkonzerns Marcegaglia, der die Visibilität des Auftragsbestands der friaulischen Gruppe erhöht.
** Zurück zum FTSE Mib: TIM notiert stabil knapp über dem Preis des von Poste Italiane lancierten Übernahmeangebots. Die Analysten konzentrieren sich weiterhin auf das durch das Angebot geschaffene Wertschöpfungspotenzial und die Möglichkeit einer Nachbesserung, auch wenn dies vom Markt bereits teilweise eingepreist ist.
(Andrea Mandalà, Redaktion Stefano Bernabei)


















