(Alliance News) - Der Mercantile Investment Trust PLC meldete am Freitag einen Anstieg seines Nettoinventarwerts, verzeichnete jedoch im Geschäftsjahr 2026 eine geringere Rendite als seine Benchmark.

Der in London ansässige Investor, der auf kleine und mittlere britische Unternehmen spezialisiert ist, wies zum 31. Januar einen Nettoinventarwert (NAV) je Aktie von 288,2 Pence aus, nach 263,2 Pence im Vorjahr.

Die Gesamtrendite des NAV für das im Januar zu Ende gegangene Jahr belief sich auf 12,3% und blieb damit hinter der Rendite von 15,8% der Benchmark des Unternehmens zurück. Als Vergleichsindex dient der FTSE All-Share Index (exklusive FTSE 100 und Investment Trusts) unter Wiederanlage der Nettodividenden.

Mercantile kündigte für das Geschäftsjahr 2026 eine Gesamtdividende von 8,20 Pence pro Aktie an, was einer Steigerung von 3,8% gegenüber 7,90 Pence im Vorjahr entspricht.

Die Aktien des Unternehmens stiegen am Freitagmorgen in London um 0,6% auf 252,50 Pence und haben im vergangenen Jahr um 19% zugelegt.

Die Investmentgesellschaft lobte die Performance ihrer Beteiligungen im Bereich der industriellen Dienstleistungen, wie etwa den staatlichen Outsourcing-Dienstleister Serco Group PLC. Dieser war der "wichtigste Performancebringer aufgrund einer sich verbessernden Dynamik bei Vertragsabschlüssen, insbesondere in den Verteidigungsmärkten".

Mercantile profitierte zudem von einer starken Geschäftsentwicklung beim Baukonzern Balfour Beatty PLC und verwies auf ein "gesundes Nachfrageumfeld im Vereinigten Königreich". Weitere positive Beiträge lieferten das Online-Handelsunternehmen Plus500 Ltd und der georgische Kreditgeber Lion Finance Group PLC.

Investmentbanking- und Brokerage-Dienstleistungen waren laut Unternehmen die Hauptursache für die Schwäche im Portfolio, wobei Beteiligungen an den Private-Equity-Gesellschaften ICG PLC und 3i Group PLC "unter Druck gerieten". Bei ICG führte Mercantile dies auf "allgemeine Marktbedenken hinsichtlich der Verfassung des Private-Credit-Marktes" zurück. Bei 3i wurde auf ein langsamer als erwartet verlaufendes Wachstum beim Discounter Action verwiesen.

Zu den weiteren Belastungsfaktoren zählten die 4imprint Group PLC "aufgrund erhöhter Unsicherheit bei den Wachstumsaussichten nach den US-Zollankündigungen" sowie WH Smith PLC nach einer Überprüfung der Rechnungslegungspraktiken, die Mercantile zum Ausstieg aus der Beteiligung veranlasste.

Die Beteiligung von Mercantile an der Bytes Technology Group PLC wurde durch eine Gewinnwarnung belastet. Der Investor merkte zudem an, dass er nicht an Unternehmen beteiligt war, die Gegenstand von Übernahmeangeboten waren, wie etwa Spectris PLC. Letzteres stimmte im August einem Angebot von Kohlberg Kravis Roberts & Co LP in Höhe von 4,2 Milliarden GBP zu und setzte sich damit gegen den Konkurrenten Advent International LP durch.

"Der Ausblick ist immer ungewiss, und dieses Jahr bildet da keine Ausnahme", kommentierten die Portfoliomanager Guy Anderson und Anthony Lynch am Donnerstag.

Die Vorsitzende Rachel Beagles fügte hinzu: "Der jüngste Krieg im Iran beschwört das Gespenst erhöhter Ölpreise herauf und droht, falls er andauert, den Abwärtstrend bei Inflation und Zinsen im Vereinigten Königreich zu gefährden. Die Verschuldung im Unternehmens- und Privatsektor ist jedoch historisch niedrig; die Bewertungen mittlerer und kleinerer Unternehmen bleiben im historischen Vergleich und gegenüber größeren Wettbewerbern attraktiv."

Beagles fuhr fort: "Die erhöhte Marktvolatilität sollte Chancen für aktive Stockpicker bieten. Meine Vorstandskollegen und ich sind weiterhin zuversichtlich, dass Ihre Portfoliomanager in der Lage sind, das Portfolio durch alle Herausforderungen zu steuern."

Von Holly Munks, Alliance News Reporterin

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